3 sehenswerte Märkte in Vietnam

3 sehenswerte Märkte in Vietnam

Mindestens ein Marktbesuch sollte bei einem Asienurlaub unbedingt auf dem Programm stehen. Denn ein Markt ist eine echte und lebendige Sehenswürdigkeit, die es dem Besucher ermöglicht, in das alltägliche Leben einzutauchen, die Menschen hautnah zu erleben und verschiedenste, landestypische Produkte kennenzulernen.

 

Das Besondere an einem vietnamesischen Markt ist die unglaubliche Farbenvielfalt. Die Menschen sind bunt gekleidet und auch das Obst, das Gemüse, die Blumen und die übrigen Produkten erstrahlen in satten Farben. Allein dieser Anblick ruft ein Gefühl von Fröhlichkeit, Wärme und Lebensfreude hervor. Ergänzt werden die Eindrücke durch die teils exotischen Düfte, die die landestypischen Speisen, die frisch auf den Märkten zubereitet werden, verströmen.

In Vietnam gibt es in praktisch jeder Stadt und jedem Ort einen eigenen Markt. Und jeder Markt ist auf seine Art einzigartig. Der folgende Beitrag stellt drei sehenswerte Märkte in Vietnam vor, die sehr unterschiedlich sind und gerade wegen dieser Unterschiede unvergessliche Momente versprechen.

 

1. Der Hauptmarkt in Hoi An

Hoi An ist eine kleine Küstenstadt am südchinesischen Meer. Früher war in der zentralvietnamesischen Stadt der größte Hafen Südostasiens beheimatet. Heute ist die historische Altstadt die Hauptattraktion. Denn der alte Stadtkern gilt als die einzige Altstadt Vietnams, die den Vietnamkrieg überstanden hat. Dies ist auch der Grund, warum die historische Altstadt von Hoi An zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurde.

Der Hauptmarkt der Stadt findet jeden Tag am Vormittag in einer Markthalle direkt am Fluss statt. Im überdachten Außenbereich vor der Markthalle werden fangfrische Fische und Meeresfrüchte aller Art angeboten. Innen in der Markthalle umfasst das Angebot Obst und Gemüse, Tee und Kaffee, getrockneten Fisch, frisches Fleisch und verschiedenste andere Dinge. Dazwischen gibt es immer wieder Stände, an denen klassische Gerichte der vietnamesischen Küche zu einem leckeren Imbiss einladen.

Um die herrlich bunte Farbenpracht komplett zu machen, verteilen sich unzählige Händler mit Verkaufstischen voller Blumen auf dem ganzen Marktgelände. Wer einen wirklich authentischen Markt erleben und in das typisch vietnamesische Alltagsleben eintauchen möchte, ist in Hoi An bestens aufgehoben.

Neben dem Marktbesuch und einem Bummel durch die Altstadt bietet sich Hoi An übrigens auch prima für eine Einkaufstour an. Hier gibt es nämlich jede Menge Geschäfte und Boutiquen, die Kleidung, Schmuck, regionales Kunsthandwerk und typische Souvenirs anbieten. Außerdem finden sich in den Straßen zahllose Taylor Shops. Hoi An hat schließlich nicht umsonst den Beinamen Schneiderstadt. Wer sich einen Anzug, ein Kleid oder ein anderes Kleidungsstück auf Maß anfertigen lassen möchte, ist hier somit goldrichtig.   

 

2. Der Ben Thanh Markt in Ho Chi Minh City

Der Ben Thanh Markt in Ho Chi Minh City vereint gleich zwei Märkte in einem. Jeden Tag von früh morgens bis 18 Uhr verteilen sind rund 1.500 Stände in der großen Markthalle. Angeboten werden in erster Linie Souvenirs, aber auch Kleidung, Taschen, Technik und Elektronik sowie allerlei andere Dinge des täglichen Bedarfs. Außerdem gibt es in der Markthalle einen kleinen Food Court, wo sich der Besucher mit einem Imbiss oder einem frisch gepressten Saft stärken kann. Auf dem Ben Thanh Markt decken sich hauptsächlich Touristen mit Reiseandenken und Geschenken für die Lieben zu Hause ein. Angesichts der großen Konkurrenz sollte sich der Besucher deshalb darauf einstellen, dass er von den Händlern entsprechend umworben wird.

Um 18 Uhr schließt die Markthalle ihre Pforten und der Nachtmarkt beginnt. Über das Gelände um die Markthalle herum reihen sich dann Verkaufsstände und Minirestaurants mit ein paar Tischen und Stühlen aneinander. Das Warenangebot ähnelt dem Sortiment in der Markthalle, wird aber durch sehr gutes und kostengünstiges Essen aus der vietnamesischen Küche ergänzt. Zusammen mit der eindrucksvollen und einzigartigen Kulisse wird ein Besuch des Nachtmarktes zum echten Highlight. Der Nachtmarkt bleibt bis Mitternacht geöffnet.

 

3. Der Floating Market in Cai Rang

Hinter dem Floating Markt verbirgt sich der schwimmende Markt von Cai Rang. Früher war der Markt sehr wichtig, denn zwischen den kleinen Inseln gab es keine Brücken. Deshalb blieb den Inselbewohnern nichts anderes übrig, als den Mekong zur Marktfläche umzufunktionieren. Inzwischen ist der schwimmende Markt kleiner geworden und hat für die Bewohner auch an Bedeutung verloren. Ein Besuch lohnt sich aber trotzdem, denn das Markttreiben auf dem Fluss ist ein besonderes und unvergessliches Erlebnis.

Die Boote der verschiedenen Händler sind mit Holzstangen ausgestattet, an denen Früchte, Gemüse oder andere Dinge hängen. So ist schon von Weitem sichtbar, welche Ware der jeweilige Händler anbietet. Dabei sind die Boote mitunter so vollgepackt, dass es manchmal wie ein Wunder scheint, dass sie nicht sinken oder auseinanderbrechen.

Bei einem genaueren Blick auf die Boote wird zudem deutlich, wie sehr sich das Leben in der Region auf dem Wasser abspielt. Denn während sich der eine Partner um den Verkauf der Waren kümmert, wäscht der andere Partner die Wäsche, badet das Kind oder erledigt andere Hausarbeiten.

Der schwimmende Markt findet jeden Tag am Vormittag statt. Wer so richtig eintauchen möchte, kann ein Boot buchen und sich den vielen anderen Booten auf dem Fluss anschließen. Ratsam ist aber, sich für ein kleines Boot zu entscheiden. Ein kleines Boot kann nämlich direkt an die Verkaufsboote heranfahren, um Einkäufe zu tätigen. Im Unterschied dazu muss ein großes Boot einen gewissen Abstand einhalten, so es damit eher bei einer Ausflugstour bleibt.

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Veröffentlicht von

Manfred Laue & Hong Cian Shok

Hier schreiben Manfred Laue, geboren 1964, reisender Geschäftsmann im asiatischen Raum, sowie Hong Cian Shok Baujahr 1988, Backpacker wohnhaft in Deutschland, der jedes Jahr sich mehrere Wochen in Asien aufhält. Wir möchten Wissenswertes über Reiseziele, Kulturen und Wirtschaft vermitteln.

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