5 Gründe für eine Japan-Reise im Winter

5 Gründe für eine Japan-Reise im Winter

Japan ist ein faszinierendes Land, das das ganze Jahr über eine Reise wert ist. Doch speziell in der kalten Jahreshälfte und damit zugleich in der Nebensaison kann das asiatische Land mit einigen Besonderheiten punkten. Welche das sind? Wir nennen fünf Gründe für eine Japan-Reise im Winter!

5 Gründe für eine Japan-Reise im Winter

  1. Optimales Wetter für Sightseeing

Möchte der Besucher Tokio oder Osaka erkunden, sich spannende Sehenswürdigkeiten anschauen und die faszinierende Kultur Japans kennenlernen, ist im Winter der optimale Zeitpunkt dafür. Die Durchschnittstemperaturen bewegen sich dann nämlich zwischen angenehmen acht und 15 Grad. Mit einer Luftfeuchtigkeit von etwa 30 Prozent ist die Luft recht trocken und es fällt nur wenig Regen.

Für Sightseeing könnte das Wetter kaum besser sein. Im Unterschied dazu ist der japanische Sommer in den Städten oft sehr heiß, schwül und stickig.

  1. Herrliche Winterlandschaften und tolle Bedingungen für Wintersport

Natürlich besteht Japan nicht nur aus Tokio und Osaka. Mindestens genauso faszinierend sind die Inseln wie Honshu oder Hokkaido. Im Norden des Landes ist es ein ganzes Stück kälter. Nachts ist es eisig kalt und auch tagsüber bleibt es trotz Sonnenschein oft bei Minusgraden.

Wintersportler können sich in Japan so richtig austoben. Die Insel Honshu etwa ist für ihre Japanischen Alpen bekannt. Die gewaltigen Bergmassive halten über 1.000 Kilometer Skipisten und gut 700 Skilifte bereit. Auf dem Gipfel angekommen, kann der Besucher auf Skiern oder dem Snowboard ins Tal sausen und dabei die wundervolle Aussicht genießen.

Ein weiteres Skigebiet, das als die Nummer Eins in Japan gilt, findet sich auf der Insel Hokkaido. Unzählige Pisten mit tiefem Puderschnee und einige große Ski-Resorts bieten alles, was es für einen gelungenen Winterurlaub braucht. Der Winter zählt in Japan außerdem zur Nebensaison. Weil die großen Touristenmassen zu dieser Zeit ausbleiben, stehen die Chancen deshalb gut, dass der Urlauber fast leere Pisten vorfindet.

Natürlich kann sich nicht jeder für Skier und Snowboards begeistern. Doch das macht nichts. Denn die Landschaften im japanischen Winter sind einfach zauberhaft.

Endlose, von einer Schneedecke überzogene Landschaften, Berge mit verschneiten Tannen an den Hängen, zugefrorene Seen und kleine Tempelanlagen, die zwischen den schneeweißen Gipfeln hervorblitzen, lassen Bilder entstehen, die ein Maler auch nicht schöner festhalten könnte. Ein langer Spaziergang wird so zu einem unvergesslichen Erlebnis.

  1. Baden in den Onsen

Onsen sind ein Bestandteil der japanischen Tradition. Das dampfende, warme Wasser stammt aus den umliegenden Thermalquellen und gibt den Onsen auch ihren Namen. Dieser bedeutet übersetzt nämlich soviel wie heißes Wasser. Das Bad in den Onsen dient einerseits der wohltuenden Erholung. Andererseits ist es nach japanischem Verständnis eine schöne Möglichkeit, um gemeinsam Zeit zu verbringen.

Jedenfalls ist es zweifelsohne ein besonderes Erlebnis, die verspannten Muskeln in einer heißen Quelle aufzuwärmen, während die umliegende Landschaft in eine dicke Schneedecke eingehüllt ist. Neben Hotels, die ihre eigenen Badebecken haben, sind in Japan viele Onsen auch mitten in die Natur integriert.

Bevor sich der Besucher ins warme Nass begibt, sollte er sich aber über die Regeln für ein Bad informieren. Andernfalls könnte er die japanische Kultur verletzen. An diesem Punkt können auch Tätowierungen eine Rolle spielen. Denn inzwischen ist es in einigen Onsen verboten, mit Tattoos zu baden.

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  1. Bezaubernde Events

Im Winter finden verschiedene Feste und Veranstaltungen statt, die nicht nur für herrliche Bilder sorgen, sondern auch eine tolle Möglichkeit eröffnen, tief in die japanische Kultur einzutauchen.

So findet zum Beispiel ab November bis ins Frühjahr hinein die Winter Illumination statt. In ganz Japan sind die Bäume und Gebäude mit bunten Lichtern geschmückt, die Straßen erleuchten hell und eindrucksvolle Lichtinstallationen lassen ein echtes Winter-Wunderland entstehen. Bei einem Bummel kann sich der Besucher an den grandiosen Lichtspielen erfreuen, und das völlig kostenlos.

Einmalige Bilder erwarten den Besucher aber auch beim Schneefestival in Sapporo auf Hokkaido. Ende Januar, Anfang Februar wird hier ein internationaler Wettbewerb veranstaltet, bei dem die größte und schönste Statue aus Schnee gekürt wird.

Ein ähnliches Spektakel gibt es rund 40 Autominuten entfernt. Beim Lake Shikotsu Ice Festival steht allerdings nicht der Schnee, sondern Eis im Mittelpunkt. Der Besucher kann bunt beleuchtete Eisskulpturen bewundern, Eisrutschen hintersausen oder sich auf Eisbahnen austoben. Ein spektakuläres Feuerwerk bildet den krönenden Abschluss.

Sehr schön ist auch das japanische Neujahrsfest, das zu den wichtigsten Festen im Jahresverlauf gehört. Zum Jahresbeginn am 1. Januar wird die ganze Wohnung gründlich geputzt, um ordentlich, sauber und frisch ins neue Jahr zu starten. Am Neujahrstag selbst gibt es dann Treffen mit der Familie. Auch der Besuch eines Tempels steht auf dem Programm.

Ab Februar wiederum beginnt die Zeit der Kirschblüte. Durch die verschiedenen Klimazonen sind einige Regionen früher dran, während die Kirschen in anderen Gegenden erst ein bisschen später erblühen. Hält sich der Besucher etwas länger in Japan auf, hat er so gleich mehrere Gelegenheiten, an Festen anlässlich der Kirschblüte teilzunehmen.

  1. Weniger Besucher und günstigere Preise

Die Bevölkerungsdichte in japanischen Städten ist insgesamt recht hoch. Kommen dann in der Hauptsaison auch noch die vielen Touristen dazu, kann es in den Straßen, in Restaurants und an Sehenswürdigkeiten schnell sehr voll werden.

Im Winter ist das anders. In der Nebensaison kann sich der Besucher Tempel, Paläste, Parkanlagen und andere schöne Orte ganz entspannt anschauen, ohne sich durchs Gedränge wühlen zu müssen und dauernd irgendwelche anderen Touristen auf seinen Fotos zu haben.

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die geringere Nachfrage im Winter auch die Preise spürbar sinken lässt. Die Flüge sind günstiger zu haben als in der warmen Jahreshälfte. Hotels, Pensionen und andere Unterkünfte locken im Winter ebenfalls mit deutlich preiswerteren Angeboten als in der Hauptsaison. So kann sich der Besucher vielleicht einen tollen Urlaub gönnen, den das Budget ansonsten nicht hergeben würde.

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Hier schreiben Manfred Laue, geboren 1964, reisender Geschäftsmann im asiatischen Raum, sowie Hong Cian Shok Baujahr 1988, Backpacker wohnhaft in Deutschland, der jedes Jahr sich mehrere Wochen in Asien aufhält, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Webseite. Wir möchten Wissenswertes über Reiseziele, Kulturen und Wirtschaft vermitteln.

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