5 Gründe für eine Reise nach Kasachstan

5 Gründe für eine Reise nach Kasachstan

Weite Steppen, wilde Landschaften mit Wüsten und Bergen, romantische Seen und lebhafte Städte: Kasachstan hat viele Gesichter. Gleichzeitig weht dem Besucher hier immer ein kleiner Hauch von Abenteuer um die Nase.

Kasachstan

Vermutlich liegt das auch daran, dass Kasachstan für viele ein ziemlich unbekanntes Ziel ist. Dabei lohnt es sich wirklich, das geheimnisvolle Land näher kennenzulernen.

Warum? Hier sind fünf Gründe für eine Reise nach Kasachstan!

 

Grund Nr. 1: die herzliche Gastfreundschaft

Kasachstan ist der größte Binnenstaat der Welt und insgesamt das neuntgrößte Land der Erde. Mit rund 15 Millionen Einwohnern zählt Kasachstan aber gleichzeitig zu den am dünnsten besiedelten Ländern weltweit.

Die Einwohner sind bunt gemischt. So leben in Kasachstan neben Kasachen auch Russen, Usbeken, Georgier, Aserbaidschaner, Deutsche und Gruppen mit vielen anderen Wurzeln. Sie alle haben aber zwei große Gemeinsamkeiten. Zum einen ist das die russische Sprache. Obwohl Kasachstan schon seit über 25 Jahren unabhängig ist, ist Russisch nach wie vor die offizielle Amtssprache.

Die andere große Gemeinsamkeit, die ein fester Bestandteil der kasachischen Tradition ist, ist die Gastfreundschaft. Gäste werden überaus herzlich empfangen und liebevoll bewirtet. Es ist keine Seltenheit, dass eine neue Zufallsbekanntschaft kurzerhand zum Abendessen nach Hause eingeladen wird.

Auf diese Weise hat der Besucher die Chance, das Land und die Leute noch besser kennenzulernen. Außerdem kann er typische Gerichte aus der kasachischen Küche probieren. Ein Beispiel dafür ist das Nationalgericht Beschbarmak. Diese Speise besteht aus Fleisch und Nudeln und wird mit der Hand gegessen.

Getrunken wir dazu klassischerweise Stuten-, Kamel- oder Kuhmilch. Ebenfalls köstlich ist Tschak Tschak. Dahinter verbergen sich dünne Streifen aus Teig, die frittiert und mit Honig serviert werden. Abgerundet wird eine Mahlzeit mit Tee.

 

Grund Nr. 2: die grenzenlosen Weiten

Wenn der Besucher wollte, könnte er in Kasachstan tagelang durch die Landschaften streifen, ohne dabei einer Menschenseele zu begegnen. Was im ersten Moment vielleicht nach Einsamkeit klingt, ist in unserer hektischen Zeit ein großer Luxus.

Denn der Besucher kann sich ganz auf die herrlichen, scheinbar grenzenlos weiten Landschaften konzentrieren. Anders als in vielen anderen Ländern, wo Naturschutzgebiete und Nationalparks oft genauso überlaufen sind wie namhafte Sehenswürdigkeiten, kann er in Kasachstan die Stille genießen und die Freiheit für sich entdecken.

Die Auswahl, welche Landstriche der Besucher erkundet, ist groß. Sehenswert ist beispielsweise der Nationalpark Burabay. Im Norden des Landes gelegen, verzaubert der Nationalpark mit einem idyllischen Bergpanorama und malerischen Seen. Der Park wird auch die Kasachische Schweiz genannt. Mindestens genauso schön ist der Altyn-Emel-Nationalpark im Südosten. Seine Singende Düne zählt zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Kasachstan. Wunderschön sind auch der geheimnisvolle Kaindysee mit seinem glasklaren Wasser oder die Charynsky Schlucht, die sehr an den Grand Canyon erinnert.

Für Naturfreunde, Wanderer und Aktivurlauber ist Kasachstan ein echtes Paradies. Allerdings sollte sich der Besucher vorher erkundigen, welches Klima ihn in seiner Reisezeit erwartet. Denn in dem weitläufigen Land sind je nach Jahreszeit und Klimazone Temperaturen zwischen – 40 und + 40 Grad Celsius möglich. Insgesamt gilt die Zeit zwischen Mai und September als beste Reisezeit für Kasachstan.

 

Grund Nr. 3: die eindrucksvollen und lebendigen Städte

Endlos weite Landschaften und pulsierende Städte sind kein Gegensatz, sondern Normalität in Kasachstan. War der Besucher am Tag zuvor noch in der Wildnis unterwegs und hat faszinierend zugeschaut, wie Adler auf ihrer Jagd majestätisch durch die Lüfte schweben, kann er am nächsten Tag schon ganz gemütlich durch eine hübsche, moderne Stadt schlendern.

Der Großteil der Bevölkerung ist in den Städten zu Hause. Deshalb findet hier auch das kulturelle, wirtschaftliche und künstlerische Leben statt. Alterehrwürdige Gebäude stehen neben topmodernen Bauten, Museen und Galerien erzählen über die Geschichte des Landes.

Eindrucksvolle Kathedralen und prächtige Moscheen laden zum Sightseeing ein, während charmante Marktplätze und liebevoll angelegte Fußgängerzonen die richtige Kulisse für eine Verschnaufpause schaffen. Zu den Städten, die sich der Besucher unbedingt anschauen sollte, gehört Astana.

Die moderne Stadt ist so etwas wie das Herz Kasachstans und dem einen oder anderen vielleicht als Austragungsort von verschiedenen Events, darum der Weltausstellung EXPO im Jahr 2017, ein Begriff. Nicht weniger sehenswert ist Almaty. Mit knapp 1,8 Millionen Einwohner ist diese Stadt die größte Stadt in Kasachstan.

 

Grund Nr. 4: unzählige Möglichkeiten für einen Aktivurlaub

Alle, die sich für einen Aktivurlaub in der Natur begeistern, sind in Kasachstan bestens aufgehoben. Und das gilt nicht nur für Wanderer, Bergsteiger oder Mountainbiker. Von November bis Mai finden auch Wintersportler in den schneereichen Gebieten ideale Bedingungen vor.

Daneben ist Kasachstan ein tolles Ziel für Reiter. Früher zogen die Kasachen als Nomaden umher. Pferde waren dabei nicht nur wertvoll und kostbar, sondern in den weiten Steppen überlebenswichtig. Die große Liebe zu den edlen Vierbeinern ist auch heute noch spürbar.

Ein echtes Abenteuer kann der Besucher hoch zu Ross erleben, wenn er ein Stück der legendären Seidenstraße entlang reitet. Die Seidenstraße war früher ein sehr wichtiger Handelsweg von Asien an Mittelmeer, auf dem viele Waren transportiert wurden. Darunter auch die namensgebende Seide. Ein Teil der Seidenstraße verläuft durch das heutige Kasachstan.

 

Grund Nr. 5: Glamping

Das Glamping ist die Luxusvariante vom herkömmlichen Campen, also glamouröses Camping. Diese Form des Urlaubs ist derzeit schwer angesagt. So stehen als Unterkünfte beispielsweise Lodges in Afrika oder Baumhäuser in Südamerika bereit.

Und auch in Kasachstan ist der Trend angekommen. Dabei wird hier in Jurten übernachtet. Jurten sind traditionelle, zeltähnliche Behausungen. In der Edelausführung sind sie sehr groß und mit zahlreichen Annehmlichkeiten wie kuscheligen Betten oder einem Badezimmer ausgestattet.

In einer Jurte kann der Besucher mitten in der Steppe übernachten und einen grandiosen Blick auf den freien Sternenhimmel genießen. Und als großer Pluspunkt kommt dazu, dass das Glamping in Kasachstan kostengünstiger ist als anderswo. Eine Nacht in der Jurte ist nämlich schon ab knapp 10 Euro zu haben.

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Veröffentlicht von

Manfred Laue & Hong Cian Shok

Hier schreiben Manfred Laue, geboren 1964, reisender Geschäftsmann im asiatischen Raum, sowie Hong Cian Shok Baujahr 1988, Backpacker wohnhaft in Deutschland, der jedes Jahr sich mehrere Wochen in Asien aufhält. Wir möchten Wissenswertes über Reiseziele, Kulturen und Wirtschaft vermitteln.

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