Der Komodo Nationalpark in Indonesien, Teil 1

Der Komodo Nationalpark in Indonesien, Teil 1

Allein die faszinierenden Landschaften aus dichtem Dschungel und traumhaften Stränden sind schon Grund genug, um den Komodo Nationalpark in Indonesien zu besuchen. Doch in dem Park erwartet den Besucher noch ein ganz anderes, spektakuläres Highlight.

Der Komodo Nationalpark in Indonesien, Teil 1

Hier sind nämlich die letzten freilebenden Komodowarane zu Hause. In einem zweiteiligen Beitrag stellen den Komodo Nationalpark vor!:

Ein paar grundlegende Infos zum indonesischen Komodo Nationalpark

Der Komodo Nationalpark liegt zwischen Sumbawa und Flores, etwa anderthalb Flugstunden von Bali entfernt. Er umfasst die Inseln Komodo, Rinca und Padar. Dazu kommen noch ein paar kleinere Inseln, die bisher für den Tourismus aber noch nicht erschlossen sind.

1980 gegründet, ist der Komodo Nationalpark ein Schutzgebiet für die Flora und Fauna der Region, die Unterwasserwelt und eben die Komodowarane. Seit 1991 zählt der Nationalpark auch zum Weltnaturerbe der UNESCO.

Die unberührte Natur in ihren vielseitigen Ausprägungen und die Komodowarane sind die Hauptgründe, die alljährlich viele Besucher anlocken. Doch natürlich gibt es noch weit mehr zu sehen.

So sind im Nationalpark beispielsweise auch Mähnenhirsche, Wildschweine, Affen, Wildpferde und Wasserbüffel zu Hause. Nicht weniger eindrucksvoll ist die Unterwasserwelt. Korallen, Seepferdchen, bunte Fische und riesige Mantarochen lassen den Komodo Nationalpark zu einem beliebten Tauchspot werden.

Die beste Reisezeit für einen Besuch

Bevor sich der Besucher auf den Weg macht, sollte er sich über die Wetterlage informieren. In Indonesien ist es zwar das ganze Jahr über recht warm. Allerdings ist die Regenzeit auf Komodo, Rinca und Flores sehr ausgeprägt. Von Mitte November bis März gibt es regelmäßig heftige Regengüsse, wodurch auch die Luftfeuchtigkeit stark steigt.

Besser ist deshalb, wenn der Besucher den Nationalpark zwischen April und Oktober erkundet. Auch im April kann es zwar hin und wieder regnen. Dafür erstrahlen die Landschaften aber in sattem Grün. Die Temperatur in den Trockenmonaten liegt bei durchschnittlich 30 Grad Celsius.

Die Anreise zum Komodo Nationalpark

Für den Besucher sind die Inseln Komodo, Rinca und Padar zugänglich. Alle drei Inseln sind nur über den Seeweg erreichbar, einen Flughafen gibt es nicht. Die einfachste Möglichkeit für die Anreise in den Nationalpark führt über die Insel Flores. Von dort aus starten fast alle Ausflüge und Touren.

Im Westen von Flores gibt es die Hafenstadt Labuan Bajo. Hier starten nicht nur die Boote und Schiffe zum Nationalpark, sondern in der Hafenstadt gibt es auch einen Flughafen. Nach Bali und Java gibt es regelmäßige Flugverbindungen.

In Labuan Bajo findet der Besucher zahlreiche Anbieter für die Touren zum Nationalpark. Außerdem gibt es Restaurants und Unterkünfte in allen Preisklassen. Die Hafenstadt selbst gehört nicht unbedingt zu den sehenswerten Reisezielen in Indonesien.

Möchte der Besucher in den Nationalpark, kommt er aber zwangsläufig hier vorbei. Und damit die Tour nicht zu anstrengend wird, kann er ruhig eine Übernachtung einplanen.

Tipp:

Braucht der Besucher Bargeld, sollte er einen Geldautomaten in Labuan Bajo nutzen. Denn im Komodo Nationalpark gibt es keine Möglichkeit, um sich mit Bargeld zu versorgen.

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Touren in den Nationalpark

Wie schon erwähnt, gibt es in Labuan Bajo viele Anbieter, die Touren in den Komodo Nationalpark organisieren. Tatsächlich braucht der Besucher auch einen Anbieter für seinen Ausflug. Denn auf eigene Faust kommt er nicht auf die Inseln.

Die Ausflugsprogramme sind bei allen Anbietern ziemlich ähnlich. So beinhaltet ein eintägiger Ausflug die Bootsfahrt nach Komodo und/oder Rinca. Bei einer zweitätigen Tour kommen ein Besuch am Pink Beach und ein Stopp zum Schnorcheln dazu.

Die Übernachtung erfolgt auf dem Boot, die Verpflegung ist inklusive. Entscheidet sich der Besucher für eine Drei-Tages-Tour, steht zusätzlich eine Wanderung auf der Insel Padar auf dem Programm.

Ein eintägiger Ausflug kostet um die 20 Euro pro Person, für eine zweitätige Tour werden rund 50 Euro fällig und ein dreitätiger Ausflug schlägt mit etwa 100 Euro zu Buche. Der Besucher sollte aber ruhig die Preise vergleichen und kann auch versuchen, ein bisschen zu handeln.

Wichtig ist außerdem, dass er darauf achtet, was im Preis enthalten ist. Manchmal muss er den Eintritt in den Nationalpark nämlich extra bezahlen. Dieser liegt derzeit bei rund 5 Euro.

Die Komodowarane im Nationalpark

Zu den absoluten Highlights im Nationalpark gehören die Komodowarane. Sie sind die größten Echsen der Welt und werden auch als indonesische Drachen bezeichnet.

Ursprünglich stammen die Riesenechsen aus Australien. In freier Wildbahn leben die Tiere inzwischen aber nur noch im Komodo Nationalpark. Schätzungsweise 3.000 bis 4.000 Warane gibt es noch. Auf der Roten Liste der IUNC zählen sie zu den gefährdeten Tieren.

Die indonesischen Drachen sind Fleisch- und Aasfresser. Wenn sie gemütlich im Schatten der Bäume herumliegen, wirken sie recht träge. Doch wenn es darauf ankommt, sind die Riesenechsen sowohl an Land als auch im Wasser sehr schnell.

Sie könnten einen Menschen ohne Probleme ernsthaft verletzen oder sogar töten. Immerhin ernähren sie sich hauptsächlich von Mähnenhirschen, die auch nicht gerade klein sind.

Angriffe auf Menschen kommen zwar nur äußerst selten vor. Trotzdem muss immer ein Sicherheitsabstand eingehalten werden. Und damit das sichergestellt ist, darf der Besucher den Park nur zusammen mit einem Guide erkunden.

Hier noch ein paar weitere interessante Fakten zu den Drachen:

  • Komodowarane werden bis zu drei Meter lang und bis zu 70 Kilogramm schwer.
  • Jungtiere klettern gerne auf Bäume. Auf diese Weise schützen sie sich vor Feinden. Ausgewachsene Tiere schaffen das Klettern nicht mehr.
  • Im Kiefer der Warane befindet sich eine Giftdrüse, über die die Tiere einen Gerinnungshemmer ins Blut des Opfers spritzen. Selbst wenn das Opfer entkommt, stirbt es innerhalb von 24 Stunden, eben weil sein Blut gerinnt.
  • Komodowarane nehmen den Geruch von Blut über mehrere Kilometer wahr. Aus Sicherheitsgründen dürfen Frauen den Nationalpark während ihrer Regelblutung deshalb nicht besuchen.

In Teil 2 schauen wir uns an, worauf sich der Besucher im Nationalpark konkret freuen kann.

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