Die beliebtesten Grüntees aus Asien

Die beliebtesten Grüntees aus Asien 

Der gesunde und schmackhafte grüne Tee wird meist aus den Blättern der zarten, kleinblättrigen Pflanze Camellia sinensis hergestellt. Unmittelbar nach dem Pflücken werden die Blätter kurz erhitzt, gedämpft oder geröstet.

Dadurch fermentiert der Tee nicht und sowohl die Inhaltsstoffe als auch die Aromen bleiben unverändert erhalten. In dieser Zubereitungsform ist grüner Tee seit dem sechsten Jahrhundert vor Christus bekannt, angebaut wird der Tee in China allerdings noch gute 400 Jahre länger. 

In Asien ist der Tee meist lose, als Ziegel oder in Pulverform erhältlich, in Europa hingegen werden Grüntees in erster Linie in Portionsbeuteln und oft mit Aromen versetzt verkauft. Anders als schwarzer Tee wird grüner Tee bei der Zubereitung nicht mit kochendem, sondern mit etwas abgekühltem Wasser überbrüht. Allerdings gibt es keine allgemeingültige Zubereitungsmethode, so dass sich auf den Verpackungen verschiedene Anweisungen finden.

Dabei variieren sowohl die empfohlenen Wassertemperaturen als auch die Ziehzeiten. In der Praxis hat es sich jedoch bewährt, Wasser abzukochen und rund fünf Minuten lang abkühlen zu lassen, wodurch die Wassertemperatur auf etwa 75 Grad sinkt.

Wie lange der Tee ziehen sollte, hängt von der verwendeten Teesorte und natürlich vom persönlichen Geschmack ab. Nun wird sich so mancher aber vielleicht fragen, welche Sorten von grünem Tee es denn überhaupt gibt. 

 

Die folgende Liste stellt einige der beliebtesten Grüntees aus Asien vor, sortiert in alphabetischer Reihenfolge:

 

Chun Mee ist ein Grüntee aus China, der ursprünglich ausschließlich in der chinesischen Provinz Jiangxi angebaut wurde. Der Tee hat keine so süße Note wie andere grüne Tees, sondern schmeckt kräftiger, leicht rauchig und insgesamt etwas säuerlich. Wörtlich übersetzt bedeutet Chun Mee wertvolle Augenbraue, wobei sich der Name des Tees mit dem Aussehen der getrockneten Teeblätter erklärt.

Um Verwechslungen mit anderen Teesorten auszuschließen, taucht diese Teesorte in Deutschland im Handel allerdings häufig nicht unter der Bezeichnung Chun Mee, sondern unter der Nummer 9371 auf. 

 

Hojicha ist ein recht magenfreundlicher Tee, der optisch und geschmacklich an schwarzen Tee erinnert. In Japan wird dieser Tee häufig zum Essen gereicht und am Abend sowohl von Kindern wie auch von Senioren getrunken.

Im Unterschied zu anderen Grüntees ist Hojicha verhältnismäßig unempfindlich. So kann bei der Zubereitung nahezu kochendes Wasser verwendet werden, ohne dass der Tee dadurch bitter wird. Die Ziehzeit liegt unter einer Minute. Bei der Produktion werden die Teeblätter noch an dem Tag, an dem sie geerntet wurden, gedämpft.

Anschließend werden die Teeblätter unter Einfluss von Hitze gerollt und bei sehr hohen Temperaturen geröstet. Durch das Rösten erhalten die ursprünglich grünen Teeblätter ihre braune Farbe und ihr Aroma. 

 

Jasmintee gehört zu den edelsten Grünteesorten überhaupt. Der Tee schmeckt mild, hat eine leicht blumige Note und charakterisiert sich dadurch, dass er tatsächlich an den Duft von Jasmin erinnert. Bei der Herstellung werden ein grüner Tee und Blüten des Jasminstrauches mehrfach miteinander vermischt.

Wenn sich die Aromen miteinander verbunden haben, werden die Blüten wieder entfernt, was bei hochwertigen Tees von Hand geschieht. Blüten, die im Tee verbleiben, können zwar die Optik verschönern, zeugen aber von weniger guter Qualität.  

 

 

Lapsang Souchong ist ein Rauchtee und in Deutschland wird meist Tee angeboten, der aus China stammt. Während des Trocknungsprozesses werden die Teeblätter Rauch von harzreichem Holz ausgesetzt, ähnlich wie beim Räuchern von Fleisch oder Fisch.

Die Teeblätter nehmen das Raucharoma auf, wodurch der aufgebrühte Tee nach diesem Rauch riecht und schmeckt. In Asien wird der kräftige Rauchtee zu ebenfalls kräftigen Speisen getrunken. Grundsätzlich ist Lapsang Souchong nur eine Variante von Rauchtee und neben asiatischen Sorten gibt es auch russische Mischungen.

Sehr häufig wird diese Teesorte in Deutschland aber schlicht als Rauchtee verkauft.  

 

Matcha ist der Grüntee, der bei der japanischen Teezeremonie verwendet wird. Dabei wird der Tee, dessen getrocknete Blätter zu Pulver gemahlen wurden, mit einem Bambusbesen in heißem Wasser aufgeschäumt.

Serviert wird der stark koffeinhaltige Tee traditionell mit japanischen Süßigkeiten, um so den herben und bitteren Geschmack des Tees auszugleichen. Eine recht neue Erscheinung ist der sogenannte Matcha Latte. Dieser ist an den Latte Macchiato angelehnt und wird ebenfalls mit viel aufgeschäumter Milch zubereitet.   

 

Oolong-Tee ist strenggenommen kein grüner Tee, weil die Teeblätter leicht fermentiert sind. Dennoch wird er auch in Asien meist zu den Grüntees gezählt. Ursprünglich stammt der Oolong-Tee aus China, ist mittlerweile aber in ganz Asien verbreitet und wird auch in beispielsweise Indien, Thailand, Malaysia und Vietnam angebaut.

Der Tee wird im Winter als Heißgetränk und im Sommer als kaltes Erfrischungsgetränk von Erwachsenen und von Kindern getrunken. Je nach Herkunft, Qualität und Ziehzeit reicht der Geschmack von leicht süß, mild und blumig bis hin zu herb und bitter.  

 

Sencha ist ein japanischer Grüntee, der je nach Anbauregion und Erntezeit sehr unterschiedlich schmeckt. Der erste Tee, der im Jahr geerntet wird, schmeckt mild, hat eine leicht süßliche Note und ist reich an Vitaminen.

Der später geerntete Tee hat einen eher herben, rauen Geschmack und wirkt entzündungshemmend. Im Handel ist Sencha unter verschiedenen Bezeichnungen erhältlich, wobei diese von der Form der Blätter und der Anbauregion abhängen.

So heißt Tee von der Insel Kyushu beispielsweise Comma-Shaped Leaf, während der in Fukuoka oder Shizuoka angebaute Tee unter der Bezeichnung Needle Leaf Sencha erhältlich ist.

 

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