Einige Geheimtipps für Ausflüge rund um Tokio

Einige Geheimtipps für Ausflüge rund um Tokio 

Tokio genießt den Ruf einer internationalen, niemals schlafenden Weltstadt und gilt als eine der größten und schnellsten Städte weltweit. Aber Tokio steht nicht nur für geschäftiges Treiben, Hektik und ausgelassenes Feiern, sondern zunächst einmal ist Tokio ein Ort, an dem Millionen von Menschen zu Hause sind.

Tokio ist die Hauptstadt, der Regierungssitz, das Finanz- und Handelszentrum, der Wohnsitz des Kaisers und mit knapp neun Millionen Einwohnern die größte Stadt in Japan. 

Zu der Metropolregion Tokio gehören die Millionenstädte Chiba, Kawasaki, Saitama und Yokohama, was Tokio mit etwa 35 Millionen Einwohnern zur weltweit größten Metropolregion macht. Diese Region erstreckt sich über die gesamte Bucht von Tokio und bildet den eigentlichen Lebensraum. Eine Besonderheit von Tokio ist, dass Tokio eigentlich gar keine richtige Stadt ist.

Tokio setzt sich vielmehr aus 23 Verwaltungsbezirken zusammen, die jeweils wie eigene Städte funktionieren und ihrerseits in einzelne Viertel aufgeteilt sind. Die Viertel wiederum haben ihre eigenen Einkaufsmeilen, Schulen und Universitäten, medizinischen Einrichtungen, religiösen Stätten und eben alles weitere, was zum Lebensalltag dazugehört.

Diese Ansammlung von vielen Städtchen, die dann zu dem Gesamtwerk Tokio verschmelzen, ist der Grund dafür, weshalb sich viele Touristen in eine Art koordiniertes, aber hektisches Chaos versetzt und oft ein Stück weit überfordert fühlen. Aber Tokio hat durchaus auch andere Seiten.

 

Die folgende Übersicht stellt einige Geheimtipps für Ausflüge rund um Tokio vor, die es dem Tourist ermöglichen, zumindest einen kleinen Einblick in das echte und faszinierende Leben der Stadt zu gewinnen:

 

Ariake Island ist eine recht junge Insel, die erst in den 1970er-Jahren entstanden ist. Tokio befindet sich mitten in einem ehemaligen Sumpfgebiet und schon während der Edo-Zeit wurde das Mündungsgebiet des Sumida-gawa in der Bucht von Tokio trockengelegt. Seit dem 17. Jahrhundert ist es Tradition, nicht verwertbaren Müll zu sammeln, zu pressen, auf dem Meeresboden der Bucht zu verankern und aufzuschütten, um auf diese Weise künstliche Inseln als Neuland zu gewinnen.

So ist auch Ariake entstanden und die Insel ist über die Rainbow Bridge erreichbar. Ein Besuch der Insel lohnt sich aus mehreren Gründen. So ergibt ein herrlicher Blick über die Bucht, wenn die Bahn die Brücke, zahlreiche Kanäle und auch größere Wasserstraßen überquert. Auf der Insel selbst können ein Meeresmuseum, das in Form eines Schiffs erbaut ist, das Fuji TV Gebäude von Kenzo Tange und ein Freizeitpark besichtigt werden. Außerdem finden sich hier recht günstige Einkaufsmöglichkeiten. 

 

Asakusa liegt als einer der ältesten Stadtteile mitten im Zentrum des eigentlichen Tokio. Touristen ist das Viertel vor allem wegen des Senso-ji, dem größten Tempel des Stadtteils, ein Begriff. Der Tempel ist zwar sicher interessant, aber Asakusa hat noch weit mehr zu bieten.

Nur wenige Querstraßen vom Tempel entfernt befinden sich unzählige Geschäfte mit japanischem Kunsthandwerk, wo Touristen alle die Mitbringsel kaufen können, die für Japan typisch sind, angefangen bei Fächern über traditionelle Kleidung, Sandalen und Stoffe bis hin zu Süßigkeiten. Um sich zu stärken, können die Gäste in eine der vielen Kneipen oder Nudelküchen einkehren. Dazwischen gibt es immer wieder kleine Ausstellungsräume und Bühnen für Theaterensembles und Kleinkünstler.   

 

Harajuku lohnt sich für alle diejenigen, die Kurioses suchen oder gute Musik hören möchten. Die meisten kennen allerdings nur die Omotesan-do, die Haupteinkaufsstraße. Wer etwas weiter geht, kann auf der Brücke zwischen der Haupteinkaufsstraße und der Meiji-jingu an den Wochenenden Live-Konzerte von Nachwuchs-Rockbands hören, die in teils schrillen Kostümen ihr Können unter Beweis stellen.

Die Takeshita-dori wiederum beherbergt unzählige Geschäfte mit schriller und junger Mode, die der Europäer aber mitunter eher im Kostümverleih erwartet hätte. Wer nach Kuriositäten sucht, wird hier aber garantiert fündig. 

 

Nakano ist zunächst einmal für alle diejenigen interessant, die sich für Mangas interessieren. Unweit des Bahnhofs befindet sich eine der größten Niederlassungen einer Bücherkette, die auf Mangas aller Art spezialisiert ist.

Neben neuen und gebrauchten Mangas sowie von Fans erstellten Mangas gibt es hier auch Mangas zu speziellen Themen. Die Niederlassung umfasst mehrere Geschäfte auf zwei Etagen der Shoppingmall, erotische und gewalttätige Mangas setzen aber ein Mindestalter von 21 Jahren voraus.

Rund um den Nakano Broadway und die Sun Mall befinden sich unzählige Restaurants und Küchen, in denen zu sehr günstigen Preisen riesengroße Portionen angeboten werden. Da hier hauptsächlich Einheimische essen, ist dabei die japanische Küche auch in ihrer gesamten Vielfalt vertreten.   

 

Odaiba gehört zu den teuersten und exklusivsten Wohnvierteln in Tokio. Hier gibt es neben Seebefestigungen und Verteidigungsmauern aus der Edo-Zeit sowie Park- und Sportanlagen auch einen Sandstrand.

Dieser ist vor allem an Sommerabenden ein beliebtes Ausflugsziel, weil er eine hervorragende Sicht auf die zahlreichen Feuerwerke bietet, die auf dem Festland stattfinden. Tagsüber können hier Fische beobachtet werden, die aus dem Wasser springen, um Insekten zu fangen.

 

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