Infos und Tipps für Reisen nach Borneo

Infos und Tipps für Reisen nach Borneo 

Es gibt einige gute Gründe für eine Reise nach Borneo. Da wären beispielsweise die tropischen Regenwälder, die herzliche Gastfreundschaft der Einheimischen, eines der schönsten Tauchgebiete der Welt, die einsamen Traumstände oder auch der Orang-Utan, der hier zu Hause ist.

Wer nach Borneo reist, wird mit fantastischen Landschaften, einer beeindruckenden Flora und Fauna und einem freundlichen Empfang durch die Bewohner der Insel belohnt. 

Allerdings sollte der Reisende keine massentourismustaugliche Pauschalreise erwarten, denn das Reisen auf Borneo kann mitunter abenteuerlich, beschwerlich und recht teuer sein. Wer sich jedoch im Vorfeld informiert und seine Reise entsprechend plant, wird zweifelsohne einen unvergesslichen Urlaub erleben. 

 

Hier nun die wichtigsten Infos und Tipps
für Reisen nach Borneo auf einen Blick:

 

Die Geographie und die Highlights auf Borneo

Die Fläche von Borneo, der drittgrößten Insel der Welt, teilen sich drei Staaten. Zu Indonesien gehört mit Kalimantan der größte Teil der Insel, die beiden Staaten Sarawak und Sabah gehören zu Malaysia und ein kleiner Teil im Norden von Borneo gehört zum Königreich Brunei. Kalimantan beherbergt einen großflächigen Regenwald und ist der ursprünglichste Teil von Borneo.

Reisen sind hier allerdings recht anstrengend und beschwerlich, denn das Straßennetz ist kaum ausgebaut. Aus diesem Grund müssen die meisten Strecken per Flugzeug oder Boot zurückgelegt werden, was den Urlaub dann auch recht kostenintensiv macht. Einfacher und kostengünstiger sind Reisen in den beiden malaysischen Staaten Sarawak und Sabah.

Sarawak besteht zu zwei Dritteln aus Urwald, auch wenn die Regenwälder immer mehr durch Palmöl-Plantagen ersetzt werden. Um zumindest einen Teil der Wälder zu erhalten, wurden einige mittlerweile zu Nationalparks erklärt.

Mit dem Bako Nationalpark liegt einer der schönsten davon rund 40 Kilometer von Kuching entfernt. Schnellboote bringen die Gäste zum Hauptquartier, wo sie in einfachen Unterkünften übernachten können. Zahlreiche Wanderwege ermöglichen, den Regelwald zu entdecken und mit etwas Glück begegnen den Wanderern teils seltene Tierarten wie beispielsweise Nasenaffen. Kleine Buchten mit traumhaften Sandstränden und imposante Wasserfälle mit großen Süßwasserbecken laden zum Schwimmen, Ausruhen, Entspannen und Genießen ein.

Im Norden von Sarawak befindet sich der Gunung Mulu Nationalpark, der das größte Höhlensystem aus Kalkstein weltweit beheimatet. Da die Erkundung des Nationalparks auf eigene Faust verboten ist, begleiten Führer kleine Gästegruppen durch den Park und die Höhlen mit ihren unterirdischen Wasserläufen und den beeindruckenden Tropfsteingebilden. Bei Anbruch der Dunkelheit bietet sich den Besuchern dann ein weiteres Spektakel, denn dann schwärmen hunderttausende Fledermäuse zur Jagd aus den Höhlen.  Sabah ist vor allem an der Ostküste der Teil der Insel, der am meisten touristisch erschlossen ist.

Dies liegt an den vielen kleinen Inseln vor der Küste, die jedes Jahr Besucher aus der ganzen Welt anlocken. Taucher und Schnorchler treffen hier auf über 200 Fischarten, Riffhaie und Riesenschildkröten, aber allein das kristallklare Wasser und die traumhaften Sandstrände sind schon einen Besuch wert. Ebenfalls sehenswert ist der Kota Kinabalu, der höchste Berg von Borneo, der zusammen mit dem dazugehörigen Nationalpark seit 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Der Auf- und Abstieg ist zwar sicherlich anstrengend, die Aussicht entschädigt aber für alle Mühen.

In Poring gibt es zudem heiße Quellen, die zu einem entspannenden Bad einladen und wer schwindelfrei ist, kann den Regelwald über einen Baumkronenpfad aus der Vogelperspektive erkunden. 

  

 

Die Reisemöglichkeiten nach und auf Borneo

Wer Borneo in all seinen Facetten erleben möchte, sollte eine mindestens zwei- bis dreiwöchige Reisedauer einplanen. Direktflüge von Deutschland nach Borneo werden nicht angeboten, in den meisten Fällen erfolgt ein Zwischenstopp in Singapur oder Kuala Lumpur.

Auch diese beiden Großstädte sind absolut sehenswert und ein Aufenthalt von zwei bis drei Tagen macht die Reise etwas weniger anstrengend. Von Kuala Lumpur aus gibt es Flüge nach Kuching und Sandakan in Sarawak und nach Kota Kinabalu und Palau Labuan in Sabah.

Auf der Insel selbst gibt es regelmäßige Inlandsflüge, die verhältnismäßig kostengünstig sind. Daneben kann die Insel aber auch per Boot oder Bus erkundet werden. Vor allem bei Busfahrten sollte der Reisende aber Zeit und Geduld mitbringen, denn oft existieren keine Busfahrpläne, sondern ein Bus fährt immer dann los, wenn er voll ist.  

 

Das Klima auf Borneo

Generell herrscht auf Borneo ein tropisches Klima. Zwischen November und Februar ist Regenzeit und die heftigen Regenfälle können dazu führen, dass Straßen unpassierbar werden. Andererseits sorgen die Regenfälle für eine angenehme Abkühlung und hinzu kommt, dass eine Reise während der Regenzeit deutlich kostengünstiger ist.

Nicht zuletzt infolge des Klimawandels und der globalen Erwärmung hat sich in den letzten Jahren aber auch das Klima auf Borneo verändert und es gibt kaum noch klare Grenzen zwischen der Regen- und der Trockenzeit. Insofern sollte Regenkleidung immer mitgenommen werden. 

 

Die Kultur auf Borneo

Der Reisende, der Borneo besucht, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er ein Urlaubsziel ausgesucht hat, das bislang nur bedingt touristisch erschlossen ist und sich daher noch viel von seiner Ursprünglichkeit bewahrt hat.

Nicht überall ist eine Verständigung auf Englisch möglich und vor allem in kleinen Orten wird nur landestypische Küche serviert. Wer bereit ist, sich auf das Land und seine Menschen einzulassen, wird aber auf überaus freundliche und herzliche Menschen treffen und einen einmaligen Urlaub erleben.

Hierzu gehört dann allerdings auch, den kulturellen und religiösen Gepflogenheiten mit Respekt zu begegnen und auf allzu freizügige Kleidung zu verzichten.

 

Hier eine Video-Dokumentation zu Borneo:

 

 

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