Infos zum thailändischen Fest Songkran

Infos zum thailändischen Fest Songkran 

Songkran ist das traditionelle Neujahrsfest und gleichzeitig das wichtigste Fest in Thailand. Es findet jedes Jahr Mitte April statt und das neue Jahr wird mit einem großen, fröhlichen, bunten und nassen Spektakel begrüßt.

Gleichzeitig ist Songkran ein wichtiges Familienfest und die Familienmitglieder kehren allesamt zurück ins elterliche Haus, um gemeinsam ein paar schöne Tage zu verbringen und die Eltern sowie die Ahnen zu ehren. 

 

Die Bräuche beim thailändischen Fest Songkran

Am Vorabend des Festes werden die Wohnungen und die Häuser geputzt. Dadurch wird symbolisch alles Negative, was sich im Laufe des alten Jahres angesammelt hat, entfernt, um das neue Jahr dann bereinigt und erneuert beginnen zu können. Am Morgen des Festes besuchen die Familien die Wats und bringen Opfergaben wie Reis, Früchte, Süßigkeiten und andere Speisen dar.

Dazu stellen die Mönche lange Tische auf, auf denen Schalen mit Deckeln aufgereiht sind. In die Schalen wird der Reis gegeben, die übrigen Speisen finden in den Deckeln ihren Platz. Ebenfalls Bestandteil der Feierlichkeiten ist das Gedenken an die Verstorbenen. Nahezu jede Tempelanlage verfügt über einen Bodi-Baum als Symbol für die Erleuchtung Buddhas, der seine Erleuchtung fand, während er unter einem Feigenbaum meditierte.

Die Asche von Verstorbenen wird traditionell entweder an den Wurzeln des Baumes oder in kleinen Chedis abgelegt, die an dem Baum errichtet sind. An Songkran wird dann in einem feierlichen Zeremoniell der Verstorbenen gedacht. Zudem bringen die Gläubigen vielfach kleine Mengen Sand in die Tempel. Der Sand wird im Vorhof zu kleinen Pyramiden oder Pagoden aufgehäuft, eine Münze und ein Feigenblatt werden vergraben und die Sandgebilde mit bunten Fahnen, Kerzen, Tüchern und Blumen geschmückt.

Durch den Sand soll der Staub, den die Gläubigen im Laufe des Jahres an ihren Schuhen haftend weggetragen haben, wieder zurück an seinen ursprünglichen Ort kommen. Am Abend wird dann vielfach das schönste Bauwerk prämiert.  Am Nachmittag werden die Buddha-Figuren und der Vorsteher der buddhistischen Tempelanlage symbolisch gewaschen, in dem sie mit Wasser begossen werden.

In vielen Städten gibt es außerdem Umzüge, bei denen die Buddha-Figuren durch die Stadt gefahren werden, damit auch die anderen Gläubigen die Möglichkeit erhalten, Wasser über die Statuen zu gießen. Eine ähnliche Zeremonie findet auch im Kreis der Familie statt. Um den Älteren Respekt zu zollen, gießen die Jungen Wasser über deren Hände oder Schultern.

Das Wasser ist dabei vielfach mit Jasminblüten parfümiert und im Gegenzug wünschen die Älteren den Jungen Glück und Segen für das neue Jahr. 

 

Wasser als zentrales Element bei Songkran

Wasser spielt eine zentrale Rolle bei dem thailändischen Fest. Es symbolisiert die Reinigung und das Entfernen von allem Negativen, das sich im Laufe eines Jahres ansammelt. Durch das Übergießen und Baden in dem Wasser soll eine Erneuerung stattfinden, die einen gelungenen Start und gute Voraussetzungen für das neue Jahr schafft.

Daneben ist aber auch der Begriff Sanuk ein Schlüsselwort. Sanuk bedeutet übersetzt etwa so viel wie Freude und Spaß. Die Menschen in Thailand tragen zu Songkran meist bunte, farbenfrohe Kleider mit fröhlichen Blumenmustern, die Fröhlichkeit und Freude symbolisieren sollen. Auf den Straßen geht es fröhlich und ausgelassen zu, was neben den Feierlichkeiten aber sicherlich teils auch am Alkoholkonsum liegt.Ursprünglich wurde Songkran nur in Chiang Mai im Norden Thailands gefeiert.

Im Laufe der Zeit hat sich das Fest dann über ganz Thailand ausgebreitet, aber in Chiang Mai findet bis heute die größte und bekannteste Neujahrsfeier in Thailand statt und wird hier sechs Tage lang gefeiert. Neben dem thailändischen Songkran finden zur gleichen Zeit aber auch in anderen Teilen Asiens vergleichbare Feierlichkeiten statt, etwa in Sri Lanka, Kambodscha und Myanmar sowie bei anderen Volksgruppen in Südostasien.   

 

Die moderne Variante von Songkran

Die eigentlich rituellen Waschungen werden heute zum Anlass für ausgelassene Wasserschlachten genommen. Vor allem in größeren Städten gibt es diese fröhlichen und ausgelassenen Wasserschlachten auch schon in Vorbereitung auf das Fest und zum Ausklang darüber hinaus.

Teilweise bilden die Thais Konvois, die Fahrzeuge sind mit Wassertonnen und Eimern bestückt und das Wasser wird auf die Passanten geworfen. Andere Thais ziehen mit Wasserpistolen und Flaschen durch die Straßen. Manchmal wird das Wasser außerdem mit Puder oder Talkum vermischt oder das Puder wird so über Passanten gestreut, was zu bemalten oder besser verschmierten Gesichtern führt. Die Stimmung ist dabei aber immer fröhlich und ausgelassen.

Allerdings wird auf Touristen keine Rücksicht genommen. Wer während der Feierlichkeiten vor Ort ist, wird also keine Möglichkeit haben, sich das Spektakel einfach nur so anzuschauen, sondern wird schon nach wenigen Metern auf der Straße eine feucht-fröhliche Abkühlung inklusiver nasser Kleidung erhalten haben.

 

Hier eine Video-Dokumentation zu Songkran:

 

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