Reiseinfos zu Fudschaira

Reiseinfos zu Fudschaira 

Wenn von den Vereinigten Arabischen Emiraten die Rede ist, denken viele im ersten Moment an Reiseziele wie Dubai oder Abu Dhabi. Dabei gibt es hier noch eine ganze Reihe anderer Ziele, die wahrlich eine Reise wert sind.

Ein Beispiel dafür ist das Emirat Fudschaira, das mitunter auch Fujairah genannt wird. 

 

Grundlegende Reiseinfos zu Fudschaira

Fudschaira heißt nicht nur das Emirat selbst, sondern auch seine Hauptstadt. Mit einer Fläche von rund 1.165 Quadratkilometern ist das Emirat etwa halb so groß wie das Saarland. Fudschaira setzt sich aus zwei Hauptgebieten zusammen, die beide am Golf von Oman im Osten der Vereinigten Arabischen Emirate und östlich vom Hadschar-Gebirge liegen.

Dazu kommen zwei kleine Exklaven an der Südgrenze zum Oman und ein Gebiet, das Fudschaira zusammen mit dem Emirat Schardscha verwaltet. Die Amtssprache im islamisch geprägten Fudschaira ist Arabisch, vor allem in Geschäften, Hotels und Banken ist aber auch eine Verständigung auf Englisch problemlos möglich. Bezahlt wird mit dem VAE Dirham, die Untereinheit heißt Fils. Die ideale Reisezeit ist der Winter, der von Oktober bis April dauert und ein angenehm warmes Klima bietet.

Im Sommer hingegen, der im Mai beginnt und im September endet, kann es sehr heiß und die Luftfeuchtigkeit unangenehm hoch werden.  Die Einreise nach Fudschaira ist über den internationalen Flughafen oder auf dem Seeweg möglich. Sowohl der Flughafen als auch der Hafen befindet sich in der Stadt Fudschaira.

Daneben verfügt das Emirat über ein gut ausgebautes und modernes Straßennetz, das das Emirat mit seinen Nachbarn verbindet. Touristen benötigen für die Einreise ein Visum. Dieses ist teilweise am Flughafen erhältlich, ansonsten helfen Hotels und örtliche Behörden bei der Beantragung.     

 

Sehenswürdigkeiten in Fudschaira

Das Emirat hat eine ganze Reihe an Sehenswürdigkeiten zu bieten. Hierzu gehört die Burg Fudschaira, die zu den größten und bedeutsamsten Festungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten gehört. Drei Kilometer von der Küste entfernt erhebt sich Burg auf einer Anhöhe und gibt eine herrliche Panoramaaussicht auf die Hauptstadt und die angrenzenden Landschaften frei.

Die Festung selbst besteht aus zwei kegelförmigen und einem quadratischen Gebäude, die durch eine Mauer miteinander verbunden sind und so eine Einheit bilden. Erbaut wurde die Festung zwischen 1500 und 1550, ihr Wiederaufbau erfolgte zwischen 1650 und 1700 und vor einigen Jahren wurde das einzigartige Bauwerk renoviert.

Nur 13 Kilometer und etwa 15 Autominuten südwestlich der Hauptstadt befindet sich mit der Al Hayl Burg eine weitere beeindruckende Sehenswürdigkeit. Die Festungsanlage, die schon von Weitem an der markanten Mauer zu erkennen ist, bietet durch ihre Lage einen ungehinderten Ausblick über die faszinierende Umgebung. Etwa 31 Kilometer nördlich der Hauptstadt liegt die Moschee Al Bidya.

Die Moschee, die auch die Osmanische Moschee genannt wird, ist die älteste Moschee in den Vereinigten Arabischen Emiraten und kennzeichnet sich durch ihre außergewöhnliche Bauart. So werden die vier Kuppeln der Moschee, die ihrerseits aus je drei übereinander angeordneten Kuppeln in unterschiedlicher Größe bestehen, von nur einer Säule in der Mitte getragen. Unbedingt einen Besuch wert ist außerdem das Museumsdorf, das 1996 in Fudschairas Stadtteil Madabb eröffnet wurde.

In dem Museumsdorf zeigen Modelle traditioneller Häuser, typischer Gerätschaften und Werkzeuge sowie frührer Haushaltsgegenstände, wie die Bewohner des Emirats einst gelebt und gearbeitet haben. Touristen können hier außerdem einheimische Folkloretänze erleben und den arabischen Kaffee, der das Symbol für die arabische Gastfreundschaft ist, probieren.

Diejenigen, die sich für Kultur und Heimatkunde interessieren, kommen aber auch im Fudschaira Museum, das zu den wichtigsten Museen in den Vereinigten Arabischen Emiraten gehört, voll auf ihre Kosten.

 

Ausflugsziele in Fudschaira

Neben Kultur und Geschichte hat Fudschaira auch in Sachen Natur und Wellness etwas zu bieten. Durch die umliegenden Berge in eine malerische Kulisse eingebettet finden Touristen mit dem Madhab Park eine wundervolle, riesengroße grüne Oase direkt am nördlichen Ende der Hauptstadt vor.

Inmitten des Parks liegt die Madhab Quelle, die durch ihr mineral- und schwefelhaltiges Wasser eine natürliche Linderung bei verschiedenen Erkrankungen verspricht. Eine weitere Heilquelle liegt 25 Kilometer südlich von der Hauptstadt.

Die Schwefelquelle Ain Al Ghmour soll vor allem bei Hautkrankheiten, Arthritis und Muskelschwund eine heilsame Wirkung entfalten. Sehenswert sind aber auch die Quellwasserfälle Al Wurrayah. Bergsteiger können ihrem Hobby in den Bergen des Emirats nachgehen, wo sie ein einzigartiges Terrain aus prachtvollen, höchst unterschiedlichen Landschaften und zahlreichen Bergschluchten vorfinden.

Taucher und Schnorchler wiederum können die farbenfrohe und abwechslungsreiche Unterwasserwelt unter anderem in den vier Meeresschutzgebieten bei Al Bidiya, Al Aqqa, Dadna und Rul Dibba erkunden.
Deutlich turbulenter geht es auf dem Markt Souk Al Juma unweit der Stadt Masafi zu.

Auf beiden Seiten der Straße sind Stände aufgebaut und Händler bieten landestypische Waren und traditionelle Handarbeiten wie Teppiche oder bunte Keramik- und Steingutartikel an. Der Markt ist jeden Tag geöffnet und Touristen können sich hier mit Reisesouvenirs zu fairen Preisen eindecken. Eine lange Tradition hat der Stierkampf in Fudschaira. Auf dem Stierkampfplatz in der Hauptstadt treten jeden Freitagnachmittag je zwei Stiere gegeneinander an, die eigens für diesem Anlass aus allen Teilen der Emirate hierhergebracht werden.

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