Sehenswürdigkeiten in Ho Chi Minh-Stadt

Einige der schönsten Sehenswürdigkeiten in Ho Chi Minh-Stadt  

Wenn von Asien die Rede ist, fallen den meisten zunächst die Traumstrände in Thailand oder auf Bali, das fröhlich-bunte Treiben in Indien oder die Geschichte und Kultur Chinas ein. Aber Asien hat natürlich noch weit mehr zu bieten. Ein Beispiel hierfür ist Ho Chi Minh-Stadt.

Die größte Stadt Vietnams zählt gut 7,1 Millionen Einwohner, hat sich aber dennoch einen ländlich-provinzialischen Charme bewahrt.

Das Erscheinungsbild der sagenumwobenen Stadt, die manch einem vermutlich eher unter ihrem ehemaligen Namen Saigon ein Begriff ist, ist noch heute von der französischen Kolonialzeit geprägt. Imposante Bauwerke oder farbenfrohe Blumenmärkte lassen so manchen Besucher einen Moment lang glauben, er sei irgendwo in einer südfranzösischen Kleinstadt gelandet.

Noch ist Ho Chi Minh-Stadt ein Geheimtipp unter den Reisezielen in Asien, aber wirklich einen Besuch wert. Aber was erwartet den Besucher? 

 

Hier einige der schönsten Sehenswürdigkeiten
in Ho Chi Minh-Stadt in der Übersicht:

Benh-Thanh-Markt

Der Benh-Thanh-Markt ist der größte Markt der Stadt und mit seinem bunten, vielseitigen Angebot, das fröhlich-laut an den Mann gebracht werden soll, ein typisch vietnamesischer Markt. Wie überall in Asien gehört auch hier das Handeln unbedingt mit dazu.

In den vergangenen Jahren haben die Händler ihr Warenangebot und die Preise zunehmend auf Touristen ausgerichtet. Trotzdem kommen hier Shopping-Fans voll auf ihre Kosten und können das eine oder andere Schnäppchen finden. Vorsicht ist lediglich bei vermeintlicher Marken- und Designerware geboten, denn hierbei handelt es sich meist um Plagiate.

Der Benh-Thanh-Markt hat bis etwa 17 Uhr geöffnet. Danach lohnt sich ein Ausflug auf den benachbarten Nacht-Markt, der allerlei Köstlichkeiten aus der original vietnamesischen Küche bietet.    

 

Cong Vien Van Hoa Park

Was der Central Park in New York oder der Hyde Park in London sind, ist der Cong Vien Van Hoa Park in Ho Chi Minh. Sattgrüne Rasenflächen, riesige Bäume und beschauliche Parkbänke laden dazu ein, dem hektischen Trubel der Großstadt zu entfliehen. Wer die asiatische Kampf- und Entspannungskunst Tai Chi erleben möchte, sollte in den frühen Morgenstunden in den Park kommen, wenn zahlreiche Sportler ihr Morgentraining absolvieren.

Abends wiederum findet im Park ein riesengroßer Aerobic-Kurs statt, an dem jeder kostenfrei teilnehmen kann. Neben Sportlern und Spaziergängern hat der Park mit einem kleinen Garten mit modernen Skulpturen auch für Kunstliebhaber etwas zu bieten.

Lediglich Radfahrer kommen hier nicht auf ihre Kosten, denn Fahrräder sind im Park nicht erlaubt.  

 

Dong Khoi

Die Dong Khoi, früher auch Rue Catinat genannt, gehört zu den schönsten Flaniermeilen in Ho Chi Minh. Restaurants, kleine Bars, Designerläden und verschiedene Geschäfte laden die Besucher zum Bummeln und Genießen ein.  Zwischenzeitlich war die Dong Khoi allerdings weniger als Einkaufsstraße für gehobene Ansprüche bekannt, sondern machte sich vielmehr durch teils schmuddelige Rotlicht-Etablissements einen Namen.

So siedelten sich zu Kriegszeiten in der Dong Khoi zahlreiche Bars und Bordelle an, um die US-amerikanischen Soldaten bei Laune zu halten. Heute ist davon aber nichts mehr zu sehen. Parallel zur Dong Khoi verläuft die früher Champs Elysées des Ostens genannte Nguyen Hue.

Besonders der prächtige, farbenfrohe Blumenmarkt, der anlässlich des vietnamesischen Neujahrsfestes stattfindet, ist hier einen Besuch wert. 

 

Hauptpostamt

Das Hauptpostamt Ho Chi Minhs gehört zweifelsohne zu den faszinierendsten Gebäuden der Stadt. Zur Kolonialzeit im Jahre 1890 erreichtet, ist das Hauptpostamt eines der wenigen Bauwerke, das bis heute nahezu unverändert geblieben ist.

So eindrucksvoll wie die Fassade von außen wirkt, so prächtig geht es innen weiter. Hier sieht der Besucher gusseiserne Säulen, die ein großes, gläsernes Gewölbedach tragen, oder auch die alten Holztresen als Postschalter.

Von dem wunderschönen Hauptpostamt mit seiner besonderen Architektur ist es übrigens nur ein Katzensprung bis zum Saigon-Square. Vor allem für jüngere Besucher ist der lebhafte Markt sehr interessant.   

 

Jade-Pagode

Die Jade-Pagode dürfte der farbenfrohste Tempel der Stadt sein. Die strahlend rote Außenfassade ist schon von Weitem zu sehen und ein echtes Highlight inmitten der übrigen Häuser. Die Jade-Pagode wurde 1909 von der kantonesischen Gemeinde Ho Chi Minhs gebaut und dient der Verehrung mehrerer Gottheiten des Buddhismus und des Taoismus.

Der Fisch- und Schildkrötenteich vor dem Tempel sorgt für ein ruhiges, entspanntes Ambiente und lädt dazu ein, kurz innezuhalten und zu verweilen. Im Inneren der Pagode ist der Besucher in der Welt Asiens angekommen.

Aufwändige Schnitzereien, prächtige Buddha-Statuen und Figuren anderer Gottheiten, unzählige Räucherstäbchen und das Sonnenlicht, das schräg in die Pagode einfällt, lassen eine beeindruckende, fast schon magische Atmosphäre entstehen.  

 

Notre Dame

Ebenso wie in Paris ist die Notre Dame auch in Ho Chi Minh eine Kathedrale. Zwischen 1877 und 1883 erbaut, sollte die Kirche während der französischen Kolonialzeit den Europäern, die in Vietnam lebten, ein Stück Heimatgefühl vermitteln.

Heute gehört die Notre Dame zu den wichtigsten christlichen Bauwerken in Vietnam und bildet das Zentrum der katholischen Gemeinde Südvietnams. 1960 wurde die Kirche außerdem zur Basilika erklärt und ist seitdem eines der drei Erzbistümer in Vietnam.

Von außen fasziniert die Kathedrale neben der Architektur vor allem durch die leuchtend rote Backsteinfassade. Im Inneren besticht die Kirche unter anderem durch die Kombination aus gotischen und neoromantischen Bauelementen sowie durch die zahlreichen Bilder.  

 

Saigon Concert Hall

Die Saigon Concert Hall, das Stadttheater Ho Chi Minhs, ist ebenfalls ein prächtiges Bauwerk aus französischen Kolonialzeiten. Das Stadttheater wurde 1899 erbaut und ab 1955 als Versammlungshalle genutzt. Heute finden hier wieder Theateraufführungen und andere Veranstaltungen statt.

Wer vor dem kolossalen Eingang in Form einer großen Kuppel steht, fühlt sich nicht nur in eine andere Zeit versetzt. Wäre da nicht das Klima, könnte der Besucher meinen, er wäre in einer chicen, französischen Kleinstadt und nicht irgendwo mitten in Fernost.  Ein ähnliches Gefühl vermittelt auch das ehemalige Rathaus.

Vor allem abends, wenn die Beleuchtung die imposante Fassade mit ihren klassisch-korinthischen Säulen, den Figuren und den Fensterläden sowie in den Park mitsamt der Ho Chi Minh-Statue erstrahlen lässt, ergibt sich ein fantastisches Bild. Allerdings bleibt es dann auch bei der Außenansicht, denn ein Besuch des Rathauses ist als Tourist nicht möglich.

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