Stadtportrait Hanoi

Städteportrait über Hanoi 

Hanoi, die Hauptstadt der Sozialistischen Republik Vietnam, liegt am fruchtbaren Delta des Roten Flusses.

Hier herrscht ein subtropisches, vom Monsun geprägtes Klima mit feuchten und heißen Sommern sowie trockenen und warmen Wintern.

 

•        Die Geschichte.

Hanoi, die älteste noch bestehende Hauptstadt in Südostasien und die Wiege vietnamesischer Kultur, wurde 1010 gegründet. Die chinesische Tang-Dynastie errichtete 866 eine Zitadelle am Westufer des Roten Flusses, die König Lý Thái Tổ 1010 zu seiner Residenzstadt machte. Um die Geschichte Hanois ranken sich zahlreiche Legenden und Sagen.

Eine davon besagt, der König habe einen goldenen Drachen aus den Nebeln des Flusses aufsteigen sehen, als er nach einer fruchtbaren Ebene für seinen Sitz suchte. Deshalb wählte er das heutige Hanoi aus und nannte es Thăng Long, was übersetzt aufsteigender Drache bedeutet. Hanoi wurde im Verlauf der Geschichte immer wieder von unterschiedlichen Invasoren erobert, mehrfach umbenannt und verlor zeitweise auch den Status als Hauptstadt.

Kaiser Minh Mang gab der Stadt im Jahre 1831 ihren heutigen Namen, wobei Hanoi übersetzt Stadt innerhalb der Flüsse bedeutet und damit nur die geografische Lage wiedergibt. 1873 eroberten die Franzosen die Stadt, die fortan von 1883 bis 1945 Verwaltungszentrum der Kolonie Französisch-Indochina war.

Während des Indochinakrieges und des Vietnamkrieges war die Stadt Schauplatz heftiger Kämpfe und erlebte zahlreiche amerikanische Bombenangriffe. 2008 wurde Hanoi um die Provinz Hà Tây und Teile anderer Provinzen erweitert und ist damit heute weltweit eine der größten Hauptstädte.

 

•        Die Sehenswürdigkeiten.

Die wichtigste und vermutlich auch schönste Sehenswürdigkeit der Stadt ist der Literaturtempel, der 1070 als erste Universität Vietnams und als heiliger Ort zu Ehren von Konfuzius gegründet wurde. Jeder der Eingänge besteht aus drei Toren, zwei seitlichen Toren für das einfache Volk und einem mittleren Tor für die ehemaligen Könige, Kaiser, deren Familien und die übrige Elite.

Bis heute besuchen viele Vietnamesen den Ort, um für Glück und Erfolg beim Abitur oder Prüfungen zu beten, und Frischvermählte erhoffen sich durch den Besuch, möglichst intelligente Kinder zu bekommen. Ebenfalls einen Besuch wert sind das Ho-Chi-Minh-Mausoleum als politisches und zeremonielles Zentrum der Stadt sowie die Ein-Säulen-Pagode, die einer Lotusblüte nachempfunden ist.

Überall in der Stadt finden sich zudem Zeitzeugen der vielen unterschiedlichen Einflüsse, beispielsweise die Sankt-Josefs-Kathedrale, die von der christlichen Kolonialzeit zeugt. Hanois älteste Pagode befindet sich auf einer kleinen Insel des West-Sees in der Innenstadt, wo regelmäßig Opfergaben für die Ahnen verbrannt werden.

 

•        Das Leben in der Stadt.

Hanoi ist eine bunte, quirlige, lebendige Stadt und vor allem in der Altstadt fällt es schwer, die Orientierung nicht zu verlieren. Mofas und Motorräder prägen das Stadtbild, sowohl auf den Straßen als auch parkend auf den Bürgersteigen.

Früher war jede Straße Handelsplatz für ein bestimmtes Produkt, in der Hang Muoi beispielsweise wurde mit Salz gehandelt, in der Hang Dao mit Seide und in der Hang Ga mit Hühnern.

Bis heute spielt sich das Leben auf den Straßen und in den Gassen ab. So kann man Steinmetzen und Schmieden bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen und der Markt in der Straße Gia Nou ist nichts anderes als eine große offene Küche.

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