Stadtportrait Kathmandu

Städteportrait Kathmandu 

Kathmandu, das früher Kantipur hieß, ist Nepals Hauptstadt und mit etwa 900.000 Einwohnern in der Stadt sowie 1,6 Millionen Einwohnern im Ballungsraum zeitgleich auch die größte Stadt des Landes.

Die Stadt befindet sich im Zentrum des Kathmandu-Tals, einem Talkessel, der 1300 Meter über dem Meeresspiegel liegt und einen Durchmesser von etwa 30 Kilometern aufweist. Die wichtigste Verkehrsanbindung Kathmandus an das übrige Land besteht in einem Pass im Westen der Stadt.

Allerdings sorgen teils extreme Monsunniederschläge und die dadurch entstehenden Erdrutsche alljährlich dazu, dass Kathmandu über mehrere Tage nicht erreichbar ist. Seit 1997 ist eine zweite Straßenanbindung etwa 30 Kilometer östlich von Kathmandu im Bau, so dass die schwierigere Anbindungssituation nach der baldigen Fertigstellung spürbar verbessert werden wird.

Als größte Stadt des Landes und politisches sowie kulturelles Zentrum beheimatet Kathmandu alle zentralen Institutionen Nepals. Zudem ist das Stadtbild von den repräsentativen Bauten der Regierung und des Königshauses geprägt.

 

Die Altstadt 

In der Altstadt finden sich zahlreiche hinduistische Tempel und auch in den äußeren Stadtbezirken können einige religiöse Bauwerke und Heiligtümer besichtigt werden. Die Bebauungsdichte vor allem in der Altstadt ist extrem hoch, die ursprüngliche Blockstruktur mit typischen Innenhofbebauungen, den sogenannten Bahals, ist aber weitestgehend erhalten geblieben.

Meistens können die großen und ruhigen Bahals nur durch enge, unscheinbare Zugänge erreicht werden und stehen damit in einem starken Kontrast zu den sonst von dichtem Gedränge und großem Lärm geprägten Gassen.

 

Weltkulturerbe und Verkehr 

Trotz des Schutzstatus als Weltkulturerbe sind viele der Wohngebäude, die zum überwiegenden Teil im newarischen Baustil mit kunstvoll geschnitzten Fenstern errichtet sind, in einem sehr schlechten Zustand. Solche vom Verfall bedrohten oder bereits abgerissenen Häuser werden dann meist durch sehr einfache Betonbauten ersetzt, so dass sich das ursprüngliche Stadtbild zunehmend ändert.

Daneben prägt eine große Grünfläche in der Stadtmitte das Bild Kathmandus. Diese Grünfläche umkreist der Stadtverkehr im Uhrzeigersinn und zeitgleich ist diese Straße eine der sehr wenigen breit ausgebauten Straßen in der Stadt.

Der übrige Verkehr nutzt schmale, meist einspurige Straßen und Gassen, die er sich dabei aber mit den Fußgängern teilt. Insgesamt gibt es in Nepal jedoch kaum Privatfahrzeuge und über die Straßen bewegen sich in erster Linie Tempos, Taxis, Busse und Lkws. Dennoch bricht der Verkehr zu den Stoßzeiten immer wieder zusammen und durch die Abgase, die aufgrund der Kessellage nur bedingt abziehen, gehört Kathmandu zu den Städten mit der größten Luftverschmutzung weltweit.

 

Reiserouten und Touristen

Erwähnenswert ist weiterhin, dass Kathmandu eine Station auf den Hippie trails war, also jenen Reiserouten der Hippies in den 1960er und 70er Jahren auf ihrem Weg von Europa nach Südasien. Heute finden sich die Spuren hiervon aber nur noch vereinzelt in den Namen von Restaurants oder den gebräuchlichen Bezeichnungen für Straßen.

Touristen, die diesen Flair er- und aufleben lassen möchten, werden sicher enttäuscht werden. Zum wahren Touristengebiet hat sich hingegen der Stadtteil Thamel entwickelt, der in der Hauptreisezeit zwischen Oktober und April im Zeichen westlicher Touristen steht.

Schöne Video-Dokumentation zu Nepal und ihrer Hauptstadt:

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