Laap – das Nationalgericht von Laos

Laap – das Nationalgericht von Laos

Wenn es um Wunschreiseziele in Südostasien geht, steht Laos wohl eher selten auf einem der oberen Plätze. Thailand, Vietnam oder China sind deutlich bekannter. Doch Laos ist durchaus eine Reise wert. Und als kleine Einstimmung stellen wir Laap, das Nationalgericht der laotischen Küche vor. Denn Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen!

 

 

Laos als Reiseziel

Laos ist nur schwer mit den anderen, beliebten Reisezielen in Südostasien zu vergleichen. So gibt es keine pulsierenden Großstädte und auch Strände sucht der Reisende vergebens. Anders als in beispielsweise Thailand wird der Reisende nicht an jeder Straßenecke auf Restaurants und Straßenstände treffen, denn vor allem der Norden des Landes ist recht arm. Und eine direkte Verbindung von Europa nach Laos gibt es ebenfalls nicht. Wenn der Tourist nach Laos reisen möchte, wird er über einen Zwischenstopp in Thailand, Vietnam, China oder einem anderen südostasiatischen Land also nicht herumkommen.

Doch das heißt nicht, dass Laos keine Reise wert wäre. Denn auch Laos hat einiges zu bieten. Da wären beispielsweise die wunderschönen buddhistischen Tempelanlagen, die es in praktisch jedem größeren Ort gibt. Dazwischen finden sich Spuren aus der französischen Kolonialzeit, allem voran die herrliche Architektur. Insbesondere Luang Prabang sollte deshalb unbedingt auf der Ausflugsliste stehen.

Doch das wahre Highlight ist die Natur. Unberührte Regenwälder, beeindruckende Berglandschaften, spannende Höhlen, abenteuerliche Flusslandschaften am Mekong und sattgrüne Reis- und Kaffeeplantagen soweit das Auge reicht sind das, was Laos ausmacht. Dazu kommt die laotische Gelassenheit. „Morgen ist auch noch ein Tag“ oder „Immer mit der Ruhe“ sind Mottos, die perfekt zu Laos passen.

Es gibt kein hektisches Treiben, keinen Stress und keinen Zeitdruck. Wer auf der Suche nach echter Entschleunigung ist und seine Seele in herrlicher Natur einfach mal baumeln lassen möchte, ist in Laos somit genau richtig.

 

Die laotische Küche

Die laotische Küche ist nicht ganz so vielfältig wie die Küchen der Nachbarländer. Allerdings finden sich in der laotischen Küche Einflüsse aus der chinesischen, der thailändischen und der vietnamesischen Küche wieder. Laos‘ Küche lebt von frischen und leichten Zutaten. So werden verschiedene Fleischsorten, Fisch, Tofu und reichlich Gemüse verarbeitet. Für das richtige Aroma sorgen verschiedenste Kräuter und Gewürze. Die klassische Beilage ist Klebreis, der mit den Fingern gegessen wird. Zur Grundausstattung jeder laotischen Küche gehören ein Wok, ein Bambuskorb oder eine Pfanne als Reiskocher und ein Mörser.

Zu den bekanntesten Gerichten der laotischen Küche gehören folgende:

  • Or Lam ist ein Ragout aus Rindfleisch mit Auberginen. Basilikum verleiht dem Gericht sein besonderes Aroma.
  • Papaya-Salat wird aus Papayas, Tomaten und Bohnen zubereitet. Der Salat wird scharf abgeschmeckt und ist eine leichte, erfrischende Mahlzeit.
  • Tom Yum ist eine Suppe mit saurer und scharfer Note. Fisch und Gemüse sind die Hauptzutaten, abgeschmeckt wird die Suppe mit würziger Fischsauce.

    Ein sehr beliebtes Getränk ist Bier. Anders als hierzulande wird das laotische Bier aber aus Reis gebraut. Dennoch wissen selbst ausgewiesene Bierkenner das laotische Bier zu schätzen. Ein weiteres Getränk, das der Reisende unbedingt genießen sollte, ist Kaffee. Immerhin wird in Laos hervorragender Kaffee angebaut.

     

    Laap – das Nationalgericht von Laos

    Ein echter Klassiker, der in Laos auf keiner Speisekarte fehlt, ist Laap. Denn Laap ist das Nationalgericht von Laos. Dabei ist Laap ein Salat aus kleingeschnittenem Fleisch. Gemüse und Kräuter verleihen dem Salat sein typisches und sehr leckeres Aroma. In Laos wird Laap aus fast jeder Fleischsorte, aus Fisch oder aus Tofu zubereitet. Serviert wird das laotische Nationalgericht meist mit Kohlblättern, grünen Bohnen und Klebreis. So wird aus dem Fleisch-Kräuter-Salat eine vollwertige Hauptspeise.

    Und diejenigen, die sich schon einmal auf die bevorstehende Reise einstimmen oder sich etwas Urlaubsstimmung auf die heimischen Teller holen möchten, können das folgende Rezept ausprobieren.

Für vier Personen werden folgende Zutaten benötigt: 

  • 2 Esslöffel Reis
  • 800 Gramm Fleisch; das können beispielsweise Huhn, Rind, Schwein oder eine Mischung daraus sein; Fisch mit einem festeren Fleisch, der beim Umrühren nicht zerfällt, eignet sich ebenfalls; und wer es fleischlos mag, greift einfach zu Tofu
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 3 Chilischoten
  • 1 Bund Dill
  • ½ Salatgurke
  • 3 Esslöffel Sojasauce
  • Saft von einer halben Zitrone
  • 1 Teelöffel frisches Zitronengras, fein gehackt
  • Pfeffer
  • 1 Bund Minze
  • etwas Öl zum Anbraten

    Als erstes wird der Reis, ähnlich wie sonst Pinienkerne, Nüsse oder Gewürze, in eine Pfanne gegeben und ohne Fett braun angeröstet. Anschließend wird der Reis in einen Mörser, eine Gewürzmühle oder den Mixer gegeben und grob gemahlen.

    Nun ist das Fleisch an der Reihe. Es wird in dünne Scheiben geschnitten und mit sehr wenig Öl angebraten. Wenn das Fleisch gar ist, wird es in kleine Stücke gehackt und in eine Schüssel umgefüllt. Anschließend werden die beiden Zwiebeln, die Chilischoten und der Dill kleingeschnitten und zum Fleisch gegeben. Die Gurke wird geschält und mithilfe von einem Esslöffel von den Kernen befreit. Dann wird die Gurke in dünne Scheiben geschnitten. Die Gurkenscheiben werden ebenfalls in die Schüssel gegeben.  

    In der Pfanne, in der eben das Fleisch angebraten wurde, wird nun die Salatsauce zubereitet. Dadurch nimmt die Sauce den Geschmack von dem gebratenen Fleisch an. Für die Sauce werden die Sojasauce, der Zitronensaft und das Zitronengras miteinander verrührt. Abgeschmeckt wird die Sauce mit etwas Pfeffer. Dann wird die Sauce in die Schüssel gegeben. Nachdem auch der gemahlene Röstreis hinzugefügt wurde, wird der Salat vorsichtig durchgerührt. Je nach Geschmack kann der Salat mit etwas mehr Sojasauce (wenn Salz fehlt), Pfeffer oder Zitronensaft abgeschmeckt werden. Ganz zum Schluss werden die Minzeblätter in Streifen geschnitten und untergehoben. Der Salat sollte nicht ziehen, sondern wird sofort serviert.

In Laos wird Laap zusammen mit Klebreis gegessen. Herkömmlicher Reis eignet sich aber natürlich genauso gut als Beilage. Und hierzulande kann auch Brot oder Baguette zum Laap serviert werden. Guten Appetit!

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Thema: Laap – das Nationalgericht von Laos

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Veröffentlicht von

Manfred Laue & Hong Cian Shok

Hier schreiben Manfred Laue, geboren 1964, reisender Geschäftsmann im asiatischen Raum, sowie Hong Cian Shok Baujahr 1988, Backpacker wohnhaft in Deutschland, der jedes Jahr sich mehrere Wochen in Asien aufhält. Wir möchten Wissenswertes über Reiseziele, Kulturen und Wirtschaft vermitteln.

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