Mini-Sprachkurs für den Thailand-Urlaub
Thailand ist ein sehr beliebtes Reiseziel. Und es kann sicher nicht schaden, ein paar Wörter auf Thai zu beherrschen. Hier also ein Mini-Sprachkurs für den nächsten Thailand-Urlaub!
Vor allem in den Touristengebieten klappt die Verständigung gut. Denn die meisten sprechen wenigstens ein paar Brocken Englisch. Trotzdem kann es sich lohnen, wenn der Urlauber ein paar Wörter und Ausdrücke auf Thai lernt. Zeigt der Urlauber Interesse und bemüht er sich, ab und an etwas auf Thailändisch einfließen zu lassen, wird er nämlich mit einer noch größeren Gastfreundlichkeit belohnt als ohnehin schon.
Außerdem wird es leichter, mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen und sich abseits der typischen Touristenpfade zurechtzufinden. Angst, möglicherweise etwas Falsches zu sagen, muss der Urlauber übrigens nicht haben. Zum einen wird es ihm niemand übel nehmen, wenn er sich unglücklich ausdrückt. Zum anderen gebietet es die asiatische Höflichkeit, einen Gast nicht in Verlegenheit zu bringen.
Ganz einfach ist es allerdings nicht, die thailändische Sprache zu lernen. Schließlich klingt Thai für unsere Ohren wenig vertraut und es ist nicht möglich, sich irgendwas herzuleiten. Damit der Einstieg trotzdem klappt, haben wir hier einen Mini-Sprachkurs für den nächsten Thailand-Urlaub zusammengestellt. Damit sollte der Urlauber für viele Situationen gut gerüstet sein.
Inhalt
Die 10 wichtigsten Ausdrücke auf Thai
Wer eine Sprache richtig lernen möchte, wird natürlich nicht darum herumkommen, sich einen Wortschatz aus jeder Menge Vokabeln anzueignen. Doch für den Anfang sollte es ausreichen, wenn der Urlauber die wichtigsten und häufigsten Ausdrücke kennt. Denn diese wird er bei seinem Thailand-Aufenthalt immer wieder hören und selbst auch anwenden können.
Und zu diesen Phrasen gehören folgende:
sawatdii
ist das thailändische Wort für Hallo oder Guten Tag.
sabai dii mai
bedeutet Wie geht es Dir/Ihnen? Dabei drückt das Wort mai am Satzende aus, dass es sich um eine Frage handelt. Möchte der Urlauber antworten, lässt er das Fragewort einfach weg. Er sagt also “Sabai dii“ und gibt seinem Gegenüber damit zu verstehen, dass es ihm gut geht.
phom tschüü … oder tschan tschüü …
bedeutet ich heiße … Dabei ist phom die männliche und tschan die weibliche Form für ich. Ein Mann benutzt also das Wort phom, eine Frau sagt stattdessen tschan. Das Verb tschüü kann aber natürlich auch mit anderen Personalpronomen kombiniert werden. So steht khun für du, kau für er oder sie und rau für wir. Die Form des Verbs ändert sich dabei nicht.
taorai krap/kaa
fragt der Urlauber, wenn er wissen möchte, wie viel etwas kostet. Wenn er dabei gleichzeitig auf den entsprechenden Gegenstand zeigt, wird der Händler wissen, was der Urlauber meint und ihm den Preis nennen.
tschoob und mai tschoob
bringen zum Ausdruck, ob der Urlauber etwas mag oder nicht. Tschoob sagt der Urlauber, wenn ihm etwas gefällt, er etwas mag oder er etwas möchte. Beim Einkaufen auf dem Markt beispielsweise kann der Urlauber auf etwas zeigen und tschoob sagen. Die Verneinung formuliert der Urlauber, indem er ein mai voranstellt. Durch ein mai tschoob besagt er also, dass ihm etwas nicht gefällt, er etwas nicht mag oder er etwas nicht möchte.
au
heißt soviel wie Ich nehme das. Daneben kann der Ausdruck im Sinne von Ich mag das verwendet werden. Wird das Verb mit mai kombiniert, wird die Aussage verneint oder in eine Frage umgewandelt. Möchte der Urlauber sagen, dass er etwas nicht nimmt, stellt er das mai vorne an, also mai au. Wird er hingegen beispielsweise auf dem Markt von einem Händler au mai gefragt, möchte sein Gegenüber wissen, ob der Urlauber den Gegenstand haben möchte.
arooi mai
wird der Urlauber gefragt werden, wenn er etwas isst. Denn arooi mai erfragt, ob es dem Urlauber schmeckt. Diese Frage beantwortet der Urlauber mit arooi maag. Damit sagt er, dass es ihm sehr gut schmeckt. Diese Antwort sollte er übrigens auch dann geben, wenn die Speise nicht unbedingt seinen Geschmack trifft. Denn zu erklären, dass etwas nicht schmeckt, wäre unhöflich und würde sein Gegenüber in Verlegenheit bringen.
check binn krap/kaa
ist die höfliche Aufforderung an den Kellner, die Rechnung zu bringen. Dieser Ausdruck wird in Restaurants verwendet. Isst der Urlauber in einer Garküche an der Straße oder in einem sehr einfachen Lokal, kann er stattdessen auch mittels gäpp dtang duai krap/kaa zum Ausdruck bringen, dass er gerne zahlen möchte.
mai bpen rai
ist das thailändische Pendant zum deutschen Kein Problem! oder Macht doch nichts!
bai bai
sagt der Urlauber, wenn er sich verabschiedet.
Die Höflichkeitsform
Im Thailändischen macht es keinen Unterschied, ob der Gesprächspartner geduzt oder gesiezt wird. Eine solche Unterscheidung gibt es nicht. Stattdessen bleibt die Form gleich. Was es aber gibt, ist eine Höflichkeitsform. Dazu werden die Wörter krap oder kaa ans Satzende gestellt. Durch diese Wörter wird ein Satz auf höfliche Weise abgeschlossen. Dabei ist krap die männliche Höflichkeitsform. Sie wird nur von männlichen Sprechern genutzt. Frauen beenden ihre Sätze stattdessen mit kaa.
Das thailändische Zahlensystem
Neben ein paar grundlegenden Ausdrücken ist es immer auch recht nützlich, wenn der Urlauber die Zahlen kennt. Denn wenn er beispielsweise auf dem Markt nach Preisen fragt, beim Einkaufen um die Preise feilscht oder die Kosten für eine Taxifahrt aushandeln möchte, wird er sich leichter tun. Dabei ist das thailändische Zahlensystem recht logisch aufgebaut. Die Basis bilden die Zahlen 1 bis 10 und die Zehnerpotenzen, also 100, 1.000, 10.000 und so weiter. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, bauen alle Zahlen auf diesen Grundzahlen auf.
Deshalb reicht es, wenn der Urlauber folgende Zahlen lernt:
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
Nüng |
Soong |
Saam |
Sii |
Haa |
6 |
7 |
8 |
9 |
10 |
Hogg |
Tsched |
Bpäd |
Gaau |
Sip |
20 |
100 |
1.000 |
10.000 |
100.000 |
Ji Sip |
Roi |
Phan |
Mühn |
Sään |
Mithilfe dieser Vokabeln kann der Urlauber alle anderen Zahlen bilden. Dazu werden die jeweiligen Grundzahlen einfach zu der Zahl zusammengesetzt, die der Urlauber nennen möchte. Die 13 beispielsweise heißt Sip Saam, zusammengesetzt aus Sip für 10 und Saam für 3. Die 45 heißt auf Thai Sii Sip Haa, bestehend aus Sii und Sip für 4 mal 10 und Haa für 5. Die Zahl 600 heißt Hogg Roi und wird aus Hogg für 6 und Roi für 100 gebildet.
Eine Ausnahme ist aber die Zahl 20. Sie hat einen eigenen Namen, nämlich Ji Sip. Eine weitere Ausnahme bilden die Zahlen 11, 21, 31, 41 und so weiter. Hier wird für die 1 kein Nüng, sondern ein Et angehängt. Die 11 heißt also nicht Sip Nüng, sondern Sip Et. Das war‘s aber auch schon mit den Ausnahmen. Alle anderen Zahlen werden wie oben beschrieben gebildet.
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Thema: Mini-Sprachkurs für den Thailand-Urlaub
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