Reisetipps für Hanoi

Reisetipps für Hanoi

Viele Vietnamreisende landen in Hanoi und reisen von hier aus zu ihrem eigentlichen Ziel weiter. Doch es wäre schade, Vietnams Hauptstadt nur als Zwischenstopp oder Ausgangspunkt für eine Vietnamreise zu sehen und ansonsten links liegen zu lassen. Denn auch Hanoi hat einige tolle Ecken zu bieten.

 

Im direkten Vergleich schneidet Ho-Chi-Minh-Stadt besser ab als Hanoi. Das ehemalige Saigon ist nicht nur größer, sondern bei Reisenden auch beliebter als Vietnams Hauptstadt. Zudem scheiden sich an Hanoi die Geister: Die einen lieben es, die anderen hassen es. Dazwischen scheint es nichts zu geben.

Und tatsächlich ist Hanoi auf den ersten Blick nicht unbedingt eine Schönheit. Vielmehr wirkt Hanoi hektisch, laut und irgendwie chaotisch. Doch der erste Blick täuscht. Vietnams Hauptstadt hat viele verschiedene Facetten und es lohnt sich, den besonderen Charme der Stadt zu erkunden.

Hier sind ein paar Reisetipps für Hanoi!

 

Die Anreise

Hanoi wird von vielen Fluggesellschaften angeflogen und die Flüge sind vergleichsweise günstig. Deshalb wählen viele Vietnamurlauber Hanoi als Zielflughafen und starten von hier aus ihre Rundreise durch das Land oder ihre Weiterreise. Wer sich entscheidet, ein paar Tage in Hanoi zu bleiben, kann mit dem Taxi, einem Minibus oder dem normalen Linienbus vom internationalen Flughafen in die Innenstadt fahren.

Ein Linienbus fährt ungefähr alle 15 Minuten und zwischen dem Flughafen und der Innenstadt verkehren die Buslinien 7 und 17. Mit umgerechnet rund 30 Cent ist eine Fahrt mit dem Linienbus sehr günstig. Mit dem Taxi dauert die Fahrt etwa eine halbe Stunde und schlägt mit rund 15 Euro zu Buche.

Übrigens: Dauert der Aufenthalt in Vietnam nicht mehr als 15 Tage, ist kein Visum notwendig. Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Aufenthalt um weitere 15 Tage verlängert werden. Bei einem längeren Aufenthalt muss ein Visum beantragt werden.

 

Sehenswürdigkeiten in Hanoi

Reisende, die zum ersten Mal nach Hanoi, Vietnam oder generell Südostasien kommen, werden wahrscheinlich einen kleinen Kulturschock erleben. Das hektische Gewusel auf den Straßen, der Lärm, der chaotische Verkehr oder die unbekannten Gerüche sind alles Faktoren, die zunächst etwas verwirren. Allerdings geht es recht schnell, bis sich der Hanoibesucher an das Chaos gewöhnt und sich damit angefreundet hat. Hat er sich akklimatisiert, kann er seine Entdeckungstour durch Hanoi beginnen. Und ein paar der Sehenswürdigkeiten, die der Reisende nicht verpassen sollte, stellen wir nun vor.

 

Old Town

Die quirlige Altstadt von Hanoi heißt auch „das Viertel der 36 Gassen“. Und dieser Name ist Programm. Die engen und wuseligen Gassen sind danach benannt, was es früher dort zu sehen und zu kaufen gab. Heute werden in einigen Gassen traditionelle Produkte angeboten, in anderen Gassen haben sich Unterkünfte, Bars, Restaurants und Straßenmärkte niedergelassen.

In der Altstadt prallen Tradition und Moderne, Verfall und Aufbruch so deutlich sicht- und spürbar aufeinander wie sonst nirgends. Beim Schlendern durch die Altstadt trifft der Reisende auf prächtige Tempel und kleine Pagoden, die teils auffällig und prächtig geschmückt, teils recht versteckt und eher schlicht sind. Einer der bekanntesten Tempel in der Altstadt ist der Bach Ma Tempel. Ihn kann der Reisende eigentlich nicht verfehlen, denn das Tempeldach thront über allen Häuserdächern der Umgebung. Unbedingt einen Besuch wert ist außerdem der Nachtmarkt in Old Town. Dabei kann der Reisende das echte Vietnam erleben und sich durch die köstlichen Gerichte, die an den Ständen angeboten werden, probieren.  

 

Das Französische Viertel

Das Französische Viertel ist das genaue Gegenteil von der Altstadt. Prachtbauten, Luxushotels, eine Oper und eine Einkaufsstraße mit teuren Designerlabels erinnern an die Zeiten, als Vietnam eine französische Kolonie war. Wenn der Reisende durch das Französische Viertel bummelt, wird er mitunter kaum glauben können, dass er sich in der sonst eher chaotischen Hauptstadt Vietnams befindet.

 

Der Hoan-Kiem-See

Mitten in dem See steht mit dem Schildkrötenturm das Wahrzeichen Hanois. Der Schildkrötenturm ist dem Schutzheiligen des Sees, einer goldenen Schildkröte, gewidmet. Der See selbst ist in ein Naherholungsgebiet eingebettet, das unter Einheimischen wie Touristen gleichermaßen beliebt und vor allem an den Wochenenden gut besucht ist.

Extra-Tipp: In der Nähe des Sees befindet sich die St. Joseph Cathedral. Das katholische Gotteshaus wird erst seit den 1990er-Jahren wieder für Messen genutzt und bildet einen spannenden Kontrast zum übrigen Hanoi, das sonst hauptsächlich von Tempeln und Pagoden geprägt ist.

 

Das Ho Chi Minh Museum und das Ho Chi Minh Mausoleum

Ho Chi Minh war ein Präsident von Vietnam und ein Revolutionär. Kaum jemand prägte die Geschichte des Landes so sehr wie er. Bis heute wird Ho Chi Minh von den Vietnamesen verehrt und liebevoll der Vater des Landes genannt. Das Museum und das Mausoleum gehören deshalb bei einem Hanoiaufenthalt fast schon zum Pflichtprogramm. Das Museum widmet sich der Geschichte, dem Leben und dem Wirken von Ho Chi Minh.

Der Eintritt kostet rund 1,50 Euro. Das Mausoleum ist ein monumentales Bauwerk. Hier wurde seinerzeit der einbalsamierte Leichnam von Ho Chi Minh aufgebahrt. Das Mausoleum ist mit Ausnahme von Montag und Freitag täglich von 8 bis 11 Uhr für Besucher zugänglich, der Eintritt ist frei.    

Extratipp: Zwischen dem Museum und dem Mausoleum befindet sich eine Einsäulenpagode. Diese berühmte Pagode gilt als die älteste Pagode Hanois und zählt gleichzeitig zu den schönsten Pagoden. Nicht weit entfernt ist außerdem der Botanische Garten Hanois. Hier kann der Urlauber in herrlicher Umgebung eine kleine Verschnaufpause einlegen.

 

Das National Museum of Vietnamese History

Ein weiteres sehenswertes Museum ist das Nationalmuseum. Es lässt die jahrtausende alte Geschichte Vietnams ein Stück lebendig werden. Es berichtet über die Anfänge, die Unabhängigkeit und den Vietnamkrieg. Interessiert sich der Besucher speziell für den Vietnamkrieg, lohnt sich auch ein Abstecher ins Vietnam Military History Museum.

Kriegsgeräte, Fotos und Dokumente zeugen von dem großen Leid, das der Krieg über die Bevölkerung brachte, und informieren über die Kriegsführung. Nicht weit vom Nationalmuseum entfernt gibt es mit dem Vietnamese Women‘s Museum noch ein weiteres interessantes Museum. Es widmet sich der Geschichte der Frauen in Vietnam.

 

Die Thăng Long Zitadelle

Die Thăng Long Zitadelle war früher der Sitz der vietnamesischen Kaiser. Die Wirkungsstätte der einstigen Dynastien wurde erst vor ein paar Jahren wiederentdeckt. Wegen ihrer historischen Bedeutung wurde sie inzwischen zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. Der Eintritt kostet rund 1,30 Euro.

 

Sonnenuntergänge und Streetfood

Wenn ein Tag voller aufregender Eindrücke allmählich zu Ende geht, sollte sich der Reisende einen gemütlichen Platz am Wasser suchen und den Sonnenuntergang genießen. An der Tran Quoc Pagode etwas außerhalb der Stadt, irgendwo anders am Westsee oder am Roten Fluss kann der Reisende prima abschalten und den Urlaubstag mit einem herrlichen Ausblick ausklingen lassen. Genauso kann sich der Reisende aber nach Einbruch der Dunkelheit auch auf den Weg zu einem der vielen Nachtmärkte der Stadt machen und sich hier ein leckeres Abendessen gönnen.

Generell hat Hanoi eine riesige Auswahl an wirklich hervorragendem Streetfood zu bieten. Die kleinen Straßenstände und Garküchen in der Altstadt locken mit einfachen, traditionellen Gerichten aus der vietnamesischen Küche. Die Nudelsuppe Pho, die den ganzen Tag über gegessen wird, die mit Fleisch, Fisch oder Gemüse gefüllten Rollen Goi Cuon, das Fischgericht Ca Kho To, der Klebereis Xoi mit Fleisch und Gemüse oder Bun cha, ein Gericht aus gegrilltem Schweinefleisch mit Nudeln, sind nur ein paar Beispiele für Leckereien, die der Reisende unbedingt probieren sollte.

Die Speisen werden frisch zubereitet, schmecken wirklich köstlich und sind auch für den europäischen Magen gut bekömmlich. Zudem kostet das Essen auf den Straßenmärkten ein Bruchteil dessen, was der Reisende für die gleichen Gerichte in einem Restaurant bezahlen müsste. 

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