Sehenswürdigkeiten auf Bali, Teil 1

Sehenswürdigkeiten auf Bali, Teil 1

Echte Traumstrände, sattgrüne Dschungel, beeindruckende Tempelanlagen und köstliches Essen: Mit diesen Vorstellungen wird Bali in Verbindung gebracht. Und wenn der Urlauber dann tatsächlich auf die indonesische Insel reist, wird er nicht enttäuscht.

Ganz im Gegenteil!

 

Wenn es um die beliebtesten Reiseziele in Südostasien geht, steht Bali ganz weit oben auf der Liste. Kostengünstige Flüge, preiswerte Unterkünfte und die gelungene Mischung aus Erholung, Kultur und Unterhaltung locken jedes Jahr zahlreiche Urlauber auf die indonesische Insel.

Dabei sind die Möglichkeiten, wie der Reisende seine Urlaubstage auf Bali verbringen kann, äußerst vielfältig. Vom entspannten Tag am Strand über ausgiebige Erkundungstouren durch die Natur bis hin zu abwechslungsreichem Sightseeing ist alles drin. Um einen kleinen Vorgeschmack zu geben, haben wir in einem zweiteiligen Beitrag die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Bali zusammengetragen.

Hier ist Teil 1!

 

Prächtige Tempel auf Bali

Wunderschöne, reich verzierte Tempel, umgeben von dschungelartigen Landschaften: Dieses Bild ist typisch für Bali. Während im übrigen Indonesien der Islam vorherrscht, sind rund 96 Prozent der Balinesen Hindus. Und weil der Hinduismus die prägende Religion auf Bali ist, wird die Insel auch „Island of the Gods“ (Insel der Götter) genannt. Die Tempel zu Ehren der Götter verteilen sich über die gesamte Insel und bieten damit eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch wert sind.

Einer der bekanntesten und zugleich schönsten Tempel auf Bali ist der Pura Tanah Lot. Der Meerestempel thront majestätisch auf einem Felsen vor der Küste im Süden der Insel, nicht weit von der Hauptstadt Denpasar entfernt. Der Tourist muss sich zwar mit einer Besichtigung von außen begnügen, denn der Tempel darf nur von Hindus betreten werden. Trotzdem sollte er sich dieses Highlight nicht entgehen lassen. Eine grandiose Aussicht erwartet den Reisenden am Pura Luhur Uluwatu.

Auch dieser Tempel ist auf steilen Klippen im Süden Balis gebaut. Schon tagsüber ist der Anblick wunderschön. Doch wenn das Licht der auf- oder untergehenden Sonne auf die Tempelanlage fällt, entsteht ein unvergessliches Bild. Was sich der Reisende außerdem unbedingt anschauen sollte, sind die Kecak-Tänze, die jeden Abend im Tempel dargeboten werden.    

Ein weiterer bekannter und sehenswerter Tempel ist der Pura Ulun Danu Bratan. Der Tempel ist der Wassergöttin Dewi Danu gewidmet und steht im Landesinneren am Bratansee. Über den Schreinen, den sogenannten Meru, erheben sich mehrstöckige Pagodendächer, die aus dem See herauszuklettern scheinen.

Durch den herrlich blühenden Garten, der die Schreine umgibt, entsteht ein Bild, das magisch wirkt und eine wunderbare Ruhe ausstrahlt. Möchte der Reisende den Tempel besichtigen und die mystische Stille genießen, sollte er den Ausflug früh morgens oder gegen Abend planen. Denn tagsüber tummeln sich hier sehr viele Touristen.

Mitten in Ubud, nicht weit von der Haupteinkaufsstraße entfernt, befindet sich der Pura Taman Saraswati. War der Reisende eben noch vom quirligen Trubel auf dem Markt umgeben, erlebt er mit dem Betreten des Tempelgeländes eine ganz andere Welt. Vor ihm liegt still ein Teich, auf dem prächtige Seerosen in leuchtendem Pink schwimmen. Ein Weg, der rechts und links mit Steinfiguren gesäumt ist, spannt sich über den Teich und führt direkt in den Tempel. Besonders schön wirkt die Szenerie im Licht der Dämmerung.

Zudem steigen in den Abendstunden die Chancen, dass sich der Reisende den mystischen Ort nicht mit allzu vielen anderen Besuchern teilen muss. Weniger bekannt, aber nicht minder schön ist der Pura Gunung Kawi Sebatu. Dieser Tempel befindet sich etwas außerhalb von Ubud und erscheint wie eine kleine Oase der Ruhe im ansonsten lebhaften Bali. Abseits der Touristenströme kann der Reisende hier wirklich in die Mystik der balinesischen Tempel eintauchen.

Daneben gibt es noch einen Tempel, den sich der Reisende auf gar keinen Fall entgehen lassen sollte: den Pura Tirta Empul. Die Tempelanlage befindet sich in der Nähe der berühmten Tegalalang Reisterrassen und zählt zu den heiligsten Stätten auf Bali. Ein gemütlicher Spaziergang durch die Tempelanlage lässt den Reisenden wunderbar zur Ruhe kommen. Doch es gibt noch eine weitere Besonderheit.

In diesem Tempel kann der Reisende nämlich ein Bad im heiligen Quellwasser des Tempels nehmen und sich durch diesen symbolischen Akt von Krankheiten, Sorgen und Problemen reinwaschen. Im Hinduismus ist dieses Ritual ein heiliger Akt. Auch als Nicht-Hindu hat der Reisende im Tempel somit die Möglichkeit, die religiöse Tradition der Balinesen hautnah zu erleben.  

Wenn sich der Reisende Tempel anschauen möchte, sollte er allein schon aus Respekt auf eine angemessene Kleidung achten. Zudem sollte er einen Sarong, eine Art Wickelrock, umlegen. Der Reisende muss sich aber nicht extra einen Sarong kaufen. Vor den meisten Tempeln liegen die Wickelröcke nämlich bereit und können kostenfrei ausgeliehen werden.

Übrigens: Auf Bali sind sehr viele Figuren und Statuen in den Tempeln in Stoffe mit einem schwarz-weißen Karomuster eingehüllt. Ähnlich wie Ying und Yang, symbolisiert dieses Muster das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse.

 

Natur-Highlights auf Bali

Natürlich sind die Strände auf Bali traumhaft. Doch landschaftlich hat die indonesische Insel noch sehr viel mehr zu bieten. Vor allem im Landesinneren und im Norden der Insel erwarten den Reisenden wunderschöne Landschaften mit einmaligen Natur-Highlights.

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Balis gehören die Tegalalang Reisterrassen. Die Reisfelder sind auch sicherlich einen Besuch wert. Allerdings gibt es Orte, die mindestens genauso eindrucksvoll und dafür weit weniger überlaufen sind. So lohnt sich beispielsweise ein Abstecher zu den Jatiluwih Reisterrassen. Sie sind nicht weit entfernt und gehören wegen ihrer Größe und ihrer Schönheit zum Weltkulturerbe der UNESCO. Der Reisende kann die Reisfelder bei einer geführten Tour erkunden und sich anschauen, wie viel harte und mühsame Arbeit hinter dem Anbau und der Ernte von Reis, dem wichtigsten Grundnahrungsmittel auf Bali, steckt. 

Neben Reisfeldern sind Vulkane prägend für Bali. Immerhin haben die Vulkane die vielen Inseln Indonesiens geformt. Auf Bali gibt es mit dem Gunung Batur einen noch aktiven Vulkan. Sein letzter Ausbruch fand im Jahr 2000 statt. Der Urlauber kann den Vulkan nicht nur aus sicherer Entfernung bewundern, sondern ihn auch besteigen. Besonders beliebt ist das zum Sonnenaufgang. Die Touren, die dafür angeboten werden, starten gegen halb Vier morgens im Hotel. Der Aufstieg bis zum Krater dauert ungefähr zwei Stunden und ist ziemlich anstrengend.

Doch dafür wird der Urlauber mit einem einmaligen Erlebnis und einem spektakulären Ausblick belohnt. Möchte der Urlauber die Mühen nicht auf sich nehmen, sollte er einen Ausflug in das kleine Dorf Penelokan machen. Von hier aus hat er eine schöne Panoramaaussicht auf den Vulkan und den Batursee.

Was ebenfalls auf der Ausflugsliste stehen sollte, ist der Monkey Forest in Ubud. Immerhin ist Bali für die Javaneraffen bekannt. Im Moneky Forest leben die tierischen Einwohner aber nicht wie in einem Zoo. Stattdessen ist der Monkey Forest eine Tempelanlage, in der sich die Äffchen frei bewegen und die sie jederzeit aufsuchen und auch wieder verlassen können. Wenn der Urlauber die Affen aus nächster Nähe beobachten möchte, ist er im Monkey Forest goldrichtig. Allerdings sollte er gut auf seine Sachen aufpassen. Denn die frechen Äffchen sind echte Langfinger und nehmen blitzschnell alles mit, was sie kriegen können.

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Veröffentlicht von

Manfred Laue & Hong Cian Shok

Hier schreiben Manfred Laue, geboren 1964, reisender Geschäftsmann im asiatischen Raum, sowie Hong Cian Shok Baujahr 1988, Backpacker wohnhaft in Deutschland, der jedes Jahr sich mehrere Wochen in Asien aufhält. Wir möchten Wissenswertes über Reiseziele, Kulturen und Wirtschaft vermitteln.

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