Warum es das Sternenmeer auf den Malediven als Ort gar nicht gibt

Warum es das Sternenmeer auf den Malediven als Ort gar nicht gibt – Das sogenannte Sternenmeer zählt zu den gefragtesten Sehenswürdigkeiten auf den Malediven. Dabei handelt es sich gar nicht um einen Ort im eigentlichen Sinne. Wir erklären, was es mit diesem besonderen Phänomen auf sich hat!

Warum es das Sternenmeer auf den Malediven als Ort gar nicht gibt

Die Malediven als malerisches Urlaubsparadies

Azurblaues Wasser, malerische Sandstrände, atemberaubende Sonnenuntergänge und das ganze Jahr über herrliches Sommerwetter:

Die Malediven vereinen alles, was wir uns unter einem echten Urlaubsparadies vorstellen. Kein Wunder, dass die Inseln im Indischen Ozean ein sehr beliebtes Reiseziel sind.

Ausgerechnet eine der bekanntesten Attraktionen auf den Malediven gibt es als Ort so aber gar nicht. Und das, obwohl täglich unzählige Menschen in den Suchmaschinen danach suchen und die Sehenswürdigkeit sogar in Google Maps eingetragen ist.

Die sogenannte „Sea of Stars“, auf Deutsch:

„Sternenmeer“, befindet sich auf der Nordseite von Vaadhoo. Vaadhoo ist eine der über tausend Inseln, die zu den Malediven gehören.

Auf Google ist das Sternenmeer mit 4,6 von fünf möglichen Sternen bewertet. Aber warum ist das Sternenmeer so beliebt? Was macht es besonders? Und wie kann es sein, dass eine berühmte Attraktion gar kein richtiger Ort im geografischen Sinne ist?

Ein Sternenmeer durch Biolumineszenz

Wie die Sterne am Himmel ist auch das Sternenmeer nur nachts zu sehen. Dabei ist das Phänomen eigentlich nichts anderes als ein Abwehrmechanismus. Auch als Biolumineszenz bezeichnet, sind auf den Malediven die Dinoflagellaten dafür verantwortlich.

Dinoflagellaten sind eine mikroskopisch kleine Planktonart, die auf diese Weise versuchen, natürliche Feinde abzuwehren. Aber auch die Bewegung der Wellen löst die Abwehrreaktion aus.

Kommt es zu dieser Biolumineszenz, leuchten im Meer und teilweise auch auf dem Strand unzählige kleine Punkte in Blau und Weiß. Das Bild sieht aus wie der Sternenhimmel, nur ist er eben im Wasser.

Nachdem Fotos davon im Internet die Runde gemacht hatten, entstand der Name „Sea of Stars“ oder eben „Sternenmeer“ im Zusammenhang mit der Insel Vaadhoo auf den Malediven.

Allerdings ist das Phänomen nicht auf einen bestimmten Ort oder gar auf einen einzelnen, in sich geschlossenen Meeresabschnitt begrenzt. Stattdessen hängt es davon ab, ob und wo biolumineszierendes Plankton vorkommt.

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Dabei wiederum spielen Faktoren wie die Wassertemperatur, der Salzgehalt, die vorhandenen Nährstoffe und auch die Gezeiten eine Rolle. Deshalb existiert kein fester Ort, an dem biolumineszentes Plankton zu finden ist.

Wenn die entsprechenden Bedingungen gegeben sind, kannst du so ein Sternenmeer überall auf den Malediven und letztlich sogar überall auf der Welt entdecken.

Lichtsignale nach Störung

Willst du das Sternenmeer auf den Malediven sehen, solltest du ein paar Dinge beachten. So sind die Chancen auf die Sea of Stars in der Zeit des Südwest-Monsuns am höchsten.

Denn er sorgt dafür, dass das Plankton vom Südwesten in den Nordosten des Inselstaates treibt. Der Monsun beginnt normalerweise im April und dauert bis in den Oktober hinein.

Außerdem siehst du das Phänomen vom Wasser aus besser als vom Strand. Optimal ist deshalb, wenn du nachts schwimmen oder schnorcheln gehst. Allerdings ist es an manchen Stränden auf den Malediven verboten, nach Einbruch der Dunkelheit alleine ins Wasser zu gehen.

Informiere dich deshalb vor Ort oder wende dich gleich an einen lokalen Anbieter. Auf den Malediven werden nämlich spezielle Biolumineszenz-Bootstouren angeboten.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass die Lichtverschmutzung möglichst gering sein sollte. Lichtverschmutzung meint, dass es möglichst wenig störende Lichter geben sollte.

Daher solltest du dir einen einsamen, dunklen Strand aussuchen. Besser ist außerdem, wenn du bei Neumond auf die Suche gehst und nicht bei hellem Vollmond, auch wenn der Mondschein über dem Meer für ein nicht weniger romantisches Bild sorgt.

Ein weiterer Tipp ist, dass du im Wasser deine Arme bewegen solltest. Auf diese Weise störst du das Plankton.

Daraufhin sendet es sein Licht aus, denn das Plankton unterscheidet nicht, ob es von Fressfeinden, Raubtieren oder einem schwimmenden Menschen gestört wird. Sobald du die Dinoflagellaten störst, nimmst du ein Bad inmitten der vermeintlichen Sterne.

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Andere Spots für ein Sternenmeer

Auch wenn das Sternenmeer als Sehenswürdigkeit auf den Malediven gilt, gibt es einige andere Orte, an denen du gute Chancen hast, ein Sternenmeer zu sehen.

Als ein aussichtsreicher Sport gilt zum Beispiel der Tonsai Beach auf der thailändischen Insel Krabi. Gleiches gilt für die Mosquito Bay in Puerto Rico. Auch am Strand von San Diego in Kalifornien soll es große Ansammlungen von biolumineszentem Plankton geben.

Allerdings leuchtet hier das Meer nicht blau, sondern rot. Und sogar an der deutschen Nord- und Ostsee soll das Phänomen der Biolumineszenz schon gesichtet worden sein.

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Hier schreiben Manfred Laue, - reisender Geschäftsmann im asiatischen Raum, sowie Hong Cian Shok - Backpacker wohnhaft in Deutschland, der jedes Jahr sich mehrere Wochen in Asien aufhält, sowie Christian Gülcan, mit Erfahrung aus 10 Jahren im Lebensmittel-Großhandel und Belieferung an asiatische Gastronomie, Betreiber und Redakteur dieser Webseite. Wir möchten Wissenswertes über asiatische Reiseziele, Kulturen und Wirtschaft vermitteln.

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