Liste: Besonderheiten in Nepal

Liste: Besonderheiten in Nepal

Nepal liegt in Südasien, umgeben von China und Indien. Früher war Nepal ein Königreich, seit 2008 ist es eine Republik. Nepals Hauptstadt ist Kathmandu. Gut zwei Drittel aller Nepalesen verdienen ihren Lebensunterhalt in der Landwirtschaft, weniger als ein Fünftel ist in der Industrie tätig.

 

Berühmt ist Nepal vor allem wegen des Himalaya-Gebirges. Mit dem Mount Everest und sieben weiteren Bergen liegen acht der zehn höchsten Berge der Welt in Nepal. Meist sind es auch diese eindrucksvollen Berge, die die Touristen anziehen. Doch Nepal hat mehr zu bieten als den Himalaya. Und es gibt ein paar Dinge, die zu Nepal einfach dazugehören.

 

Welche das sind, zeigt die folgende Liste mit Besonderheiten in Nepal:

 

Bunte Farben

Die traditionelle Kleidung der Nepalesen zeigt viele bunte Farben. Die Fassaden der Häuser und der Tempel leuchten farbenfroh und in den Straßen hängen bunte Wimpelketten. Die Minibusse wirken wie fahrende Farbpaletten und die Auslagen der Straßenstände und Geschäfte setzen fröhliche Farbkleckse. Sogar die Geldscheine sind bunt. In Nepal wird eine Farbenfreude zelebriert, die ihresgleichen sucht.

 

Das Datum

Je nach Volksstamm und Religion kommen in Nepal unterschiedliche Kalender zum Einsatz. Die am weitesten verbreitete Zeitrechnung ist das Vikram Sambat, kurz V.S., das nach dem König Vikramaditya Samvat benannt ist. Da diese Zeitrechnung 57 vor Christus beginnt, sind die Nepalesen in ihrem Kalendersystem 57 Jahre weiter als Europa. Während in Europa das Jahr 2016 geschrieben wird, schreibt Nepal also das Jahr 2073. Der Kalender umfasst ebenfalls zwölf Monate. Sie richten sich aber nach den Mondphasen, weshalb beispielsweise Neujahr Mitte April stattfindet. Eine Woche besteht aus sieben Tagen, die ihre Namen Planeten verdanken. 

 

Die Straßenstände

Jeden Tag von morgens bis abends ziehen die Händler mit ihren Ständen durch die Straßen. Ihr Angebot reicht von Obst und Gemüse über Süßigkeiten bis hin zu Fleisch, lebendigen Hühnern und fertig zubereiteten Speisen. Praktisch alle Waren des täglichen Bedarfs können an den unzähligen Straßenständen erworben werden. Doch die Straßenstände sind mehr als nur Verkaufsstände. An den Straßenständen nehmen die Nepalesen auch ihre Mahlzeiten zu sich und hier treffen sie sich, um zu plaudern und Neuigkeiten auszutauschen. Ergänzt werden die mobilen Straßenstände durch kleine Kioske, die Getränke und nicht verderbliche Lebensmittel anbieten.

 

Das Nationalgericht Dal-Bhat

Das Nationalgericht Nepals, Dal-Bhat, besteht aus purem, ungewürzten Reis und Linsen. Reis und Linsen werden getrennt voneinander serviert und erst beim Essen miteinander vermischt. Dazu werden meist ein Curry aus Gemüse oder ein pikantes Chutney und ein dünner Fladen aus Linsenmehl, der knusprig ausgebacken ist, gegessen. Ein Curry mit Fleisch bleibt Festtagen und besonderen Anlässen vorbehalten. Viele Nepalesen ernähren sich hauptsächlich von Dal-Bhat. Sie essen ihr Nationalgericht zweimal am Tag, nämlich einmal als spätes Frühstück und einmal als spätes Abendessen. Zwischendurch wird eventuell ein Snack zu sich genommen. Eine Besonderheit ist, dass in Restaurants und Lodges nur die erste Portion Dal-Bhat bezahlt werden muss, während der Reis und die Beilagen immer wieder gratis nachgefüllt werden.  

 

Der nepalesische Tee Chiya

Während Dal-Bhat das Nationalgericht Nepals ist, ist Chiya so etwas wie das Nationalgetränk. Chiya ist nepalesischer Tee, der mit Milch verfeinert, mit Zucker gesüßt und mit verschiedenen Gewürzen wie Zimt, Kardamom, Nelke und Ingwer gewürzt wird. Dadurch schmeckt das heiße Getränk süß, würzig und zugleich angenehm erfrischend. Getrunken wird Chiya in Nepal eigentlich den ganzen Tag über, morgens zum Frühstück genauso wie als Tee am Nachmittag oder zum Abendessen.

 

„Namaste“ zur Begrüßung

Die meisten Nepalesen wissen was „Hello“ oder „Hi“ bedeutet und können es richtig einordnen, wenn jemand zur Begrüßung winkt, die Hand hinstreckt oder mit dem Kopf nickt. Die übliche und höfliche Begrüßung in Nepal lautet aber „Namaste“, was übersetzt soviel bedeutet wie „Ich grüße das Göttliche in Dir“. Und während die Grußformel ausgesprochen wird, werden die Hände wie beim Gebet zusammengenommen und vor die Brust gehalten.  

 

Hühner, Hunde und Kühe

Auf Nepals Straßen tummeln sich unzählige Hühner, Hunde und Kühe. Während die Hühner meist zum Verkauf stehen, streunen Hunde aller Größen und Arten durch die Straßen oder machen es sich vor Häusern und Geschäften gemütlich. Das Gebell der Hunde ist allgegenwärtig. Dazu kommen Kühe, die durch die Straßen spazieren und sich manchmal auch dazu entscheiden, sich mitten im Getümmel niederzulegen und auszuruhen. Doch niemand käme auf die Idee, sich daran zu stören. Ganz im Gegenteil, denn Kühe gelten als heilig und das Töten einer Kuh wird mit Gefängnis bestraft.

 

Umarmungen zwischen Männern

Männer, die sich herzlich urarmen, händchenhaltend durch die Straßen spazieren oder Arm in Arm durch die Gegend wandern, sind ein ganz typisches Bild in Nepal. Dies hat allerdings nichts mit der sexuellen Orientierung zu tun, sondern ist lediglich der ganz selbstverständliche Ausdruck einer guten Freundschaft. Aber das gilt nur für männliche Freunde. Vertraute Gesten oder Körperkontakt im Allgemeinen zwischen Männern und Frauen sind ein Tabu und haben in der Öffentlichkeit nichts zu suchen.

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Veröffentlicht von

Manfred Laue & Hong Cian Shok

Hier schreiben Manfred Laue, geboren 1964, reisender Geschäftsmann im asiatischen Raum, sowie Hong Cian Shok Baujahr 1988, Backpacker wohnhaft in Deutschland, der jedes Jahr sich mehrere Wochen in Asien aufhält. Wir möchten Wissenswertes über Reiseziele, Kulturen und Wirtschaft vermitteln.

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