So wird in Asien Silvester gefeiert

So wird in Asien Silvester gefeiert 

Asien ist nicht nur ein spannendes und vielseitiges Urlaubsziel für den sommerlichen Jahresurlaub, sondern lohnt sich auch für alle diejenigen, die den Jahreswechsel einmal in einer fremden Kultur erleben möchten. Jedes Land hat seine eigenen Sitten und Gebräuche, um ein neues Jahr zu begrüßen.

Gemeinsam ist allen diesen Traditionen, dass sie Glück für das neue Jahr bringen sollen, und fast überall auf der Welt werden Verwandte, Freunde und auch die Wohnung in die Glückwünsche einbezogen.

Zu Gast in einem asiatischen Land wird der Reisende aber dennoch sehr unterschiedlichen Traditionen begegnen, denn während in einigen Ländern still und leise gefeiert wird, gestalten sich die Feierlichkeiten in anderen Ländern bunt und laut. Genauso vielfältig wie die asiatischen Staaten und Kulturen sind dann auch die Bräuche, die die gesamte Palette von interessant über tiefsinnig und romantisch bis hin zu lustig abdecken.

Bei der Planung sollte der Reisende aber berücksichtigen, dass ein neues Jahr nicht überall auf der Welt am 01. Januar beginnt, sondern viele Länder einen beweglichen Neujahrstag haben. So orientiert sich das Neujahrsfest im Islam und im Judentum beispielsweise an den Mondjahren, im Iran hingegen an den Sonnenjahren. In großen Teilen Asiens wiederum beginnt das neue Jahr zwischen Ende Januar und Ende Februar, während in Russland Silvester auf die Zeit um unseren Dreikönigstag fällt. Nun wird sich so mancher aber vielleicht fragen, wie denn nun in Asien Silvester gefeiert wird. 

 

Hier einige der schönsten Riten und Bräuche zu Silvester in Asien in der Übersicht:

Silvester in China, Korea und Vietnam

In diesen Ländern Asiens beginnt das neue Jahr meist erst im Februar. Dies liegt daran, das sich der Neujahrstag aus dem Mondkalender ergibt und dabei immer am ersten Vollmond nach dem 21. Januar gefeiert wird. Dafür dauern die Feierlichkeiten dann aber mehrere Tage lang, denn das Neujahrsfest ist das größte und wichtigste Fest des chinesischen Kulturkreises. Begleitet werden die Feierlichkeiten von zahlreichen Riten und Gebräuchen.

So werden die Häuser nach einer alten Tradition vor dem Fest mit Bambuszweigen gesäubert, um auf diese Weise die bösen Geister aus den Häusern zu fegen. Würde das Säubern erst während der Feierlichkeiten stattfinden, bestünde die Gefahr, versehentlich auch das Glück hinauszukehren. Zudem werden alte Textilien erneuert und die Häuser mit Streifen aus rotem Papier und Glücksymbolen in goldener Farbe geschmückt. In der Neujahrsnacht werden dann ab 23 Uhr die Fenster geöffnet, damit ein glückliches, neues Jahr in die Häuser kommen kann.

Um Mitternacht wird das neue Jahr mit einem Feuerwerk begrüßt, das gleichzeitig auch Nien, einen bösen Drachen, vertreiben soll. Während der Feierlichkeiten finden prächtige Umzüge und Paraden statt und die Kinder sowie Unverheiratete erhalten kleine Geldgeschenke, die in Stoff oder Papier in roter Farbe eingepackt und mit Glücksymbolen verziert sind.

In einigen Regionen gibt es außerdem den Brauch, dass junge, ledige Frauen Mandarinen ins Meer werfen. Die Mandarinen sollen dabei helfen, im neuen Jahr einen guten Ehemann zu finden.      

 

Silvester in Japan

In Japan dauern die Feierlichkeiten zu Neujahr bis zum 07. Januar. In Vorbereitung auf Neujahr werden die Häuser gründlich gereinigt, die Eingänge mit Torkieferbäumen geschmückt und Reiskuchen gebacken. Das neue Jahr beginnt um Punkt Mitternacht mit 108 Glockenschlägen, die aus den Tempeln schallen. Sie symbolisieren die 108 menschlichen Begierden und die 108 Übel des vergangenen Jahres und sollen durch die Glockenschläge vertrieben werden.

Während die ersten drei Tage des neuen Jahres dann der Ruhe und dem gemütlichen Beisammensein im Kreise der Familie gewidmet sind, wird in den vier folgenden Tagen laut und fröhlich gefeiert. Traditionell werden zu den Feierlichkeiten Mochi gegessen.

Diese Klöße aus gestampften Klebereis sollen Glück und ein langes Leben bringen, recht häufig passiert aber das Gegenteil. Jedes Jahr bleiben nämlich etlichen Japanern die zähen und trockenen Mochi buchstäblich im Halse stecken. Um einen qualvollen Erstickungstod zu verhindern, erinnert die Feuerwehr deshalb jedes Jahr auf Neue an die richtigen Verhaltsmaßnahmen im Notfall.

So soll das Opfer auf den Bauch gelegt werden, um dann fünfmal mit der Hand zwischen seine Schulterblätter zu schlagen.     

 

Silvester in den GUS-Staaten

In der ehemaligen Sowjetunion finden Weihnachten und Silvester zur gleichen Zeit statt, denn die Feierlichkeiten zu Neujahr fallen mit der russisch-orthodoxen Weihnachtszeit zusammen. Das neue Jahr wird dabei mit Feuerwerk begrüßt und das größte Feuerwerksspektakel findet am Roten Platz in Moskau statt, unmittelbar nachdem die Uhr zwölf Mal geschlagen hat.

Da es bedingt durch die Größe in den GUS-Staaten aber elf Zeitzonen gibt, beginnt das neue Jahr nicht überall zur gleichen Zeit. Traditionell werden zu Neujahr Borschtsch, Kutya sowie Speisen mit Honig und Mohn gegessen. Borschtsch, eine Suppe aus roter Bete, und Kutya, eine Art Getreidebrei, symbolisieren die Hoffnung, Honig und Mohn sollen Glück, Freude und Erfolg bringen.

Zu den typischen Silvesterbräuchen gehört zudem, vergleichbar mit dem hierzulande üblichen Bleigießen, die Zukunft mit geschmolzenem Wachs vorherzusagen. Am 06. Januar schließlich kommen Väterchen Frost oder die Großmutter Babouschka und bringen den Kindern Geschenke.    

 

Auf See

Natürlich wird das neue Jahr nicht nur auf dem Festland, sondern auch auf hoher See begrüßt. Hier findet allerdings kein Feuerwerk statt, denn weil die Leuchtkörper mit den im Notfall abgefeuerten Leuchtraketen verwechselt werden könnten, ist Feuerwerk auf Schiffen verboten.

Stattdessen wird das neue Jahr durch das Tuten der Nebelhörner eingeläutet. So begrüßen die Seeleute zum einen das neue Jahr und wünschen sich zum anderen gegenseitig ein frohes und glückliches neues Jahr.

 

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