8 typische Touristenfallen in Bangkok, 1. Teil

8 typische Touristenfallen in Bangkok, 1. Teil

 

Bangkok ist ein beliebtes Reiseziel in Asien. Zu Recht, denn in der thailändischen Millionmetropole gibt es viel zu entdecken. Die Thais sind höflich, respektvoll und gastfreundlich. Das Essen ist gut, die Auswahl an Unterkünften riesig und die Preise moderat. Hinzu kommt, dass Bangkok sehr sicher ist. Diebstahl, Gewaltverbrechen und andere Formen der Kriminalität muss der Reisende nicht fürchten.

 

Doch wo viele Touristen zusammenkommen, entwickeln sich immer auch Touristenfallen. Sie sind zwar nicht unbedingt gefährlich. Aber sie sind ärgerlich, denn sie ziehen dem Reisenden unnötig viel Geld aus der Tasche. In einem zweiteiligen Beitrag haben wir acht typische Touristenfallen in Bangkok zusammengestellt – und geben natürlich auch Tipps, wie der Reisende sie umgehen kann.

Hier ist Teil 1!

 

Touristenfalle Nr. 1: zu teure Tuk Tuks

Tuk Tuks sind in Bangkok allgegenwärtig und gehören zum Stadtbild einfach dazu. Am Stadtrand und in anderen Regionen von Thailand ist es auch gar keine schlechte Idee, wenn sich der Reisende für die hübsch umgebauten Zweitakter als Transportmittel entscheidet.

Doch in der Altstadt, in den Geschäftsvierteln und in den klassischen Touristenzonen sollte der Reisende auf eine Fahrt mit dem Tuk Tuk besser verzichten. Denn als Tourist wird er für die Fahrt einfach viel zu viel bezahlen. Und der Fahrer wird sich kaum auf einen fairen Preis oder gar den Preis, den er von Einheimischen verlangt, herunterhandeln lassen. Warum sollte er auch? Der nächste Tourist, der in die Kostenfalle tappt, lässt sicher nicht lange auf sich warten. Mit einem Taxi, dem Bus, einem Motorbike-Fahrer oder dem Boot fährt der Reisende hier also buchstäblich besser.

Und noch ein Tipp: In den Touristenzonen sind an vielen Stellen Stadtkarten und Pläne mit Sehenswürdigkeiten aufgehängt. Der Reisende ist gut beraten, wenn er diese Karten ignoriert. Denn wenn sich der Reisende die Karten anschaut, gibt er sich als Tourist zu erkennen. Nur wenige Augenblicke später wird er von den Tuk Tuk-Fahrern angesprochen und so lange bequatscht, bis er sich von einer Stadttour überzeugen lässt.

 

Touristenfalle Nr. 2: zu preiswerte Tuk Tuks

Neben völlig überteuerten Tuk Tuks wird der Reisende in den Touristenzonen auch auf Tuk Tuks zum echten Schnäppchenpreis stoßen. Dahinter verbirgt sich ebenfalls eine typische Touristenfalle. Denn der Fahrer wird den Reisenden zwar vielleicht zu zwei, drei Sehenswürdigkeiten bringen, doch den Hauptteil der vermeintlichen Stadttour werden Besuche bei einem Schneider, einem Juwelier, einem Reisebüro und diversen anderen Geschäften ausmachen.

Die paar Baht, die der Reisende für die Fahrt bezahlt, sind für den Tuk Tuk-Fahrer bestenfalls ein nettes Trinkgeld. Sein Geld verdient er durch die Kommissionen, die ihm die Läden dafür bezahlen, dass er ihnen Kundschaft bringt.

Nun könnte so mancher Reisende natürlich auf die Idee kommen, schlauer sein zu wollen als der Tuk Tuk-Fahrer. Doch der Plan, die Stadttour zum Tiefstpreis mitzunehmen und in den Läden einfach nichts zu kaufen, wird nicht funktionieren. Denn die Verkäufer setzen auf eine aggressive Verkaufsstrategie und werden den Reisenden kaum gehen lassen, bevor er nicht etwas gekauft hat. Zudem kann es passieren, dass sich der Fahrer nach dem letzten Geschäft, wenn er seine Kommissionen alle eingestrichen hat, einfach aus dem Staub macht.  

 

Touristenfalle Nr. 3: Taxi ohne Taxameter

Taxifahrten in Bangkok sind sehr preiswert. Abends und nachts können die Tarife zwar etwas höher sein, doch selbst dann ist ein Taxi wirklich bezahlbar. In Bangkok muss jedes Taxi mit einem Taxameter ausgestattet sein. Und jeder Taxifahrer mit einer Lizenz ist dazu verpflichtet, das Taxameter auch einzuschalten. Festpreise für Fahrten auszuhandeln, ist nicht erlaubt.

Erklärt der Taxifahrer, dass sein Taxameter kaputt ist, oder schlägt er dem Reisenden einen Festpreis vor, sollte sich der Reisende ein anderes Taxi suchen. Denn ohne Taxameter wird er für die Fahrt mehr bezahlen, als er müsste.

Diskussionen mit dem Taxifahrer darüber, ob er das Taxameter denn nun einschaltet oder nicht, sind weder sinnvoll noch notwendig. In Bangkok gibt es mehr als genug Taxis. Zudem sollte der Reisende vor allem an den klassischen Touristenpunkten kein stehendes Taxi ansteuern, sondern ein fahrendes Taxi anhalten. Ob das Taxi frei ist, ist daran zu erkennen, dass hinter der Windschutzscheibe eine rote LED leuchtet.

 

Touristenfalle Nr. 4: Der Grand Palace ist angeblich zu.

Ein typischer Trick geht so: Auf dem Weg zum Großen Palast wird der Reisende von einer Person angesprochen, die erklärt, dass heute ein besonderer Feiertag ist und der Palast deshalb geschlossen hat. Oder dass gerade eine Zeremonie stattfindet und der Reisende den Großen Palast erst am Nachmittag besichtigen kann. Um die Zeit zu überbrücken, kann die Person dem Reisenden aber gerne ein paar andere tolle Sehenswürdigkeiten zeigen.

Es gibt tatsächlich einige wenige Tage, an denen der Grand Palace geschlossen bleibt. Silvester oder der Geburtstag des Königs sind Beispiele dafür. Aber die Anzahl der offiziellen Feiertage ist überschaubar. Zudem ist es nicht weiter schlimm, wenn der Tourist einen Tag erwischt, an dem der Palast wirklich zu hat. Denn in diesem Fall kann sich der Reisende kostenfrei den Wat Phra Kaeo ansehen. Der Wat Phra Kaeo befindet sich auf dem Gelände des Großen Palastes und ist der Tempel des Smaragd-Buddhas. Dieser Tempel ist immer geöffnet und viele sind der Ansicht, dass dieser Teil ohnehin der schönste Teil auf dem ganzen Gelände ist.

Wenn der Tourist den Großen Palast besichtigen möchte, sollte er immer den Haupteingang benutzen. Die Seiteneingänge sind Thais vorbehalten. Und das Angebot der freundlichen Person sollte der Reisende dankend ablehnen. Sie möchte ihm nämlich entweder eine Stadttour verkaufen oder ihn in ein Geschäft locken. Auch vor anderen namhaften Sehenswürdigkeiten kann der Reisende dieser Touristenfalle begegnen.

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