Reisetipps für Laos, Teil II

Reisetipps für Laos, Teil II

Es gibt keine paradiesischen Traumstrände, keine aufregenden Großstädte und nur wenige Sehenswürdigkeiten. Zudem ist die Anreise etwas aufwändiger, weil von Deutschland aus keine direkten Verbindungen verfügbar sind. Vor diesem Hintergrund scheint es wenig verwunderlich, dass Laos nicht zu den typischen Reisezielen in Asien gehört. Doch obwohl oder vielleicht gerade weil Laos kein klassisches Touristenziel ist, lohnt sich eine Reise.

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Reisetipps für Laos, Teil II

Vor allem diejenigen, die Südostasien fernab des Massentourismus kennenlernen möchten, kommen voll auf ihre Kosten. Gleiches gilt für alle, die sich ganz locker treiben lassen und pure Entspannung genießen wollen. Außerdem gibt es natürlich auch in Laos viele sehenswerte Orte.

Um einen ersten Eindruck von dem Land zu vermitteln, haben wir Reisetipps für Laos zusammengestellt. Dabei ging es in Teil I um das notwendige Visum, die Anreise, die Reisekosten und die laotische Währung.

Hier ist Teil II!:

Die laotische Küche

Die Küche in Laos weist große Ähnlichkeiten zur thailändischen Küche auf. Daneben gibt es viele Einflüsse aus der vietnamesischen Küche. Auf dem Speiseplan stehen Currys, gebratener Reis, Nudelgerichte und gegrilltes Fleisch in den verschiedensten Varianten.

Eine typisch laotische Spezialität ist Laap. Dieses Gericht besteht aus klein gehacktem Fleisch, das mit Zwiebeln, Chili und Kräutern gewürzt ist. Bei dem Fleisch handelt es sich meist um Huhn oder Schwein. Doch Laap wird auch mit Rind, Ente, Fisch und in der vegetarischen Variante mit Tofu oder Pilzen zubereitet.

Ein sehr beliebtes und über die Landesgrenzen hinaus bekanntes Getränk ist das einheimische Bier. Tatsächlich gilt das laotische Bier als das beste in ganz Südostasien.

Die Sehenswürdigkeiten in Laos

Verglichen mit anderen Ländern, ist die Liste an Sehenswürdigkeiten in Laos nicht allzu lang. Trotzdem gibt es natürlich ein paar Orte, die sich der Reisende anschauen sollte.

Dazu gehört die Stadt Luang Prabang. Luang Prabang ist eine alte Kolonialstadt im Norden des Landes und zählt zu den schönsten Städten in Südostasien. In ein, zwei Tagen dürfte der Reisende die Sehenswürdigkeiten besichtigt haben. Doch die Stadt versprüht soviel Charme, dass es sich durchaus lohnt, etwas länger zu bleiben.

Zwischen Luang Prabang und der laotischen Hauptstadt Vientiane liegt Vang Vieng. Früher war das Örtchen berühmt-berüchtigt. Denn Backpacker schnappten sich Gummischläuche von Lkws und ließen sich beim sogenannten Tubing mehrere Kilometer über den Fluss Nam Xong treiben.

Am Ufer des Flusses gab es zahlreiche Bars, in denen nicht nur Partys gefeiert wurden. Stattdessen wurden hier auch reichlich Drogen konsumiert, was auf den Speisekarten durch den Zusatz „Happy“ vor den Getränken und Gerichten zum Ausdruck kam. Nachdem die Exzesse aber ausuferten und regelmäßig Menschenleben kosteten, schritt die Regierung ein und schloss die Bars.

Das Tubing gibt es nach wie vor, inzwischen aber mit Sicherheitsvorkehrungen. Außerdem ist in den Ort beschauliche Ruhe eingekehrt. Ein Abstecher nach Vang Vieng lohnt sich deshalb, weil der Ort von einer wunderschönen, wirklich sehenswerten Natur umgeben ist.

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Mit rund 200.000 Einwohnern ist Vientiane die größte Stadt in Laos. Viele Reisende beginnen ihren Aufenthalt in der Hauptstadt, was der Nähe zu Thailand und den Verkehrsverbindungen geschuldet ist. Unterm Strich ist Vientiane eher langweilig. Einen Besuch wert ist der goldene Tempel Pha That Luang, der das laotische Wahrzeichen ist. Daneben gibt es noch ein paar weitere Tempel. Doch viel mehr hat Vientiane eigentlich nicht zu bieten.

Anders sieht es im Süden des Landes aus. In der Provinz Champassak befinden sich die gleichnamige Kulturlandschaft und das Tempelareal Wat Phou. Zusammen mit Luang Prabang bildet es die einzigen Weltkulturerbe-Stätten von Laos. Das Bolaven-Plateau liegt ebenfalls in der Provinz Champassak.

Hier sind verschiedene Bergvölker zu Hause. Der Reisende kann eine Tour mit dem Roller oder Motorrad durch die Hochebene machen oder sich die Kaffeeplantagen anschauen.

Noch weiter südlich, direkt an der Grenze zu Kambodscha, verzweigt sich der Mekong in viele Flussarme. Die Gegend wird als die 4.000 Inseln bezeichnet. Zwar sind nur die wenigsten Inseln bewohnt und so manches Eiland besteht lediglich aus einem etwas größeren Stein.

Um sich entspannt in die Hängematte zu legen und ganz relaxt das Geschehen um sich herum zu beobachten, ist die Gegend aber bestens geeignet.

Die beste Reisezeit für Laos

In Laos wird, wie generell in Südostasien, nicht zwischen Winter und Sommer, sondern zwischen Trockenzeit und Regenzeit unterschieden. Die Trockenzeit geht von November bis April, von Mai bis Oktober ist Regenzeit.

Für eine Reise eignet sich der Zeitraum zwischen Oktober und Februar sehr gut. In dieser Zeit regnet es wenig und die Temperaturen sind angenehm warm. Im März und April ist den Landschaften die zurückliegende Trockenzeit deutlich anzusehen, vieles ist verdorrt.

Zu Jahresbeginn kann es ganz im Norden mitunter frisch werden. Vor allem nachts sind die Temperaturen oft nur einstellig. Ein dicker Pullover und eine lange Hose sollten deshalb im Reisegepäck nicht fehlen.

Die Verständigung in Laos

Die laotische Sprache ist eng mit dem Thailändischen verwandt. Rund 80 Prozent des Wortschatzes sind identisch. Außerdem schauen die Laoten regelmäßig thailändisches Fernsehen. Wenn der Reisende die thailändische Sprache ein bisschen beherrscht, kann er sich deshalb problemlos verständigen.

In Gebieten, in denen öfter Touristen vorbeischauen, sprechen viele Einheimische aber auch Englisch. Und zur Not kommen eben Hände und Füße zum Einsatz.

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Hier schreiben Manfred Laue, geboren 1964, reisender Geschäftsmann im asiatischen Raum, sowie Hong Cian Shok Baujahr 1988, Backpacker wohnhaft in Deutschland, der jedes Jahr sich mehrere Wochen in Asien aufhält, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Webseite. Wir möchten Wissenswertes über Reiseziele, Kulturen und Wirtschaft vermitteln.

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