Ausführlicher Reiseführer für Myanmar, 1. Teil

Ausführlicher Reiseführer für Myanmar, 1. Teil

Myanmar war lange Zeit isoliert. Erst seit wenigen Jahren öffnet sich das Land für den Tourismus. Gleichzeitig beeindruckt Myanmar mit wunderschönen Landschaften, einer reichen Kultur und überaus offenen, herzlichen und gastfreundlichen Menschen. Grund genug, sich das exotische Reiseziel einmal etwas näher anzuschauen. Als Beitragsreihe haben wir einen ausführlichen Reiseführer für Myanmar erstellt und geben Tipps für die Zeit vor und während des Aufenthalts.

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Ausführlicher Reiseführer für Myanmar, 1. Teil

Myanmar als Reiseziel

Es hat seinen Grund, dass Myanmar auch das Land der Tempel und Pagoden genannt wird. Wer sich für Kultur und Traditionen interessiert und sich für antike Tempelanlagen ebenso begeistert wie für neue Pagoden, ist deshalb in Myanmar bestens aufgehoben.

Naturfreunde, Wanderer und Hobby-Fotografen kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Vor allem im Shan-Staat und in der Gegend um den Inle-See zeigen sich die eindrucksvollen Landschaften von ihrer schönsten Seite.

Neben sehenswerten Städten ist auch für Entspannung am Strand gesorgt. Im Süden und im Westen von Myanmar kann sich der Reisende ausgiebige Sonnenbäder an langen Sandstränden gönnen.

Als Ziel für einen reinen Strandurlaub ist Myanmar aber nicht geeignet. Dazu gibt es in dem Land viel zu viel zu entdecken. Wer hauptsächlich am Strand relaxen und sich in großen Hotelanlagen mit einem entsprechenden Angebot verwöhnen lassen möchte, ist mit anderen Ländern Südostasiens wie zum Beispiel Thailand besser beraten.

Auch wer auf westliche Standards nicht verzichten will, Wert auf europäische Küche legt und heimische Infrastrukturen erwartet, wird sich in Myanmar wahrscheinlich nicht wohlfühlen. Zwar gibt es in Myanmar durchaus Luxushotels und Restaurants mit internationaler Küche. Aber die Preise dafür sind sehr hoch.

Das Land lässt sich sehr gut bereisen, egal ob im Rahmen einer Rundreise oder als Backpacker. Nur können die Wege zwischen zwei Zielen lang und öffentliche Verkehrsmittel unbequem sein.

Und Fast Food ist nicht an jeder Ecke zu haben. Der Reisende muss sich eben darüber im Klaren sein, dass der Tourismus in Myanmar noch am Anfang steht.

Die beste Reisezeit für Myanmar

Da das Klima in Myanmar von Monsunwinden bestimmt wird, gibt es keinen Sommer oder Winter. Stattdessen teilt sich das Jahr in die Regen- und die Trockenzeit.

Die Hauptsaison in Myanmar beginnt im November und endet im Februar. Dann herrscht Trockenzeit und mit Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad ist es angenehm warm. Gleichzeitig ist die Regenwahrscheinlichkeit niedrig.

Wie überall auf der Welt wird es auch in Myanmar während der Hauptreisezeit aber natürlich voller. Außerdem steigen die Preise. Wer nur ein sehr knappes Reisebudget hat, sollte deshalb außerhalb der Hauptsaison anreisen.

Interessant kann die Vorsaison sein. Ab Mitte September und im Oktober geht die Regenzeit in die Trockenzeit über. Die Regenfälle lassen nach, die Luftfeuchtigkeit wird erträglich und die Temperaturen sind nicht mehr ganz so heiß. In dieser Zeit erstrahlen die Landschaften in sattem Grün, denn in den vergangenen Monaten hat sie der Regen ja gut versorgt.

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Ab März wird es richtig heiß. Das Thermometer zeigt oft über 40 Grad Celsius an und trotz Klimaanlage wird das Reisen sehr anstrengend. Andererseits kann ein Urlaub während der heißen Monate Sinn machen, wenn der Reisende ausgiebige Trekkingtouren durch die Berge im Norden und Osten des Landes unternehmen möchte.

Denn in den höher gelegenen Regionen ist es deutlich kühler und vor allem nachts mitunter richtig frisch. Für Trekking- und Wandertouren sind die Bedingungen dann ideal.

Ab Juni beginnt die Regenzeit. Die Luftfeuchtigkeit ist extrem hoch und es kann zu heftigen Regenfällen kommen, die tagelang andauern. Zweifelsohne haben auch Reisen während der Regenzeit ihren Reiz.

Allerdings muss der Reisende flexibel sein. Denn es kann passieren, dass Straßen überschwemmt und einige Orte nicht zu erreichen sind.

Die Anreise und die Unterkünfte in Myanmar

In Myanmar gibt es drei internationale Flughäfen. Der größte Flughafen davon ist Yangon und hier beginnen auch die meisten Touristen ihre Myanmar-Reise.

Von Deutschland aus werden bisher noch keine Direktflüge nach Yangon angeboten. Stattdessen führt der Weg meist über Dubai. Hier kann der Reisende nur einen kurzen Zwischenstopp einlegen oder etwas länger bleiben. Alternative Reiserouten sind über Bangkok, Kuala Lumpur und Singapur möglich. Flüge nach Myanmar aus den drei genannten Städten sind oft kostengünstig erhältlich.

In Myanmar selbst steckt der Tourismus zwar noch in den Kinderschuhen. Doch das Angebot wächst stetig und inzwischen gibt es Hotels in allen Preisklassen. Vom sehr einfachen Hostel bis hin zum chicen Luxushotel ist alles vertreten. Grundsätzlich sollte der Reisende mit der Buchung aber nicht zu lange warten. Denn vor allem in der Hauptsaison können die Unterkünfte schnell ausgebucht sein.

In einem durchschnittlichen Mittelklassehotel bewegen sich die Kosten für eine Übernachtung in einem Rahmen zwischen 30 und 60 US-Dollar. Dafür gibt es ein sauberes und zweckmäßig eingerichtetes Zimmer mit einem bequemen Bett, Klimaanlage, Minibar und Dusche mit warmem Wasser.

Großen Luxus darf der Reisende in dieser Preisklasse nicht erwarten. Will er auf nichts verzichten, muss er auf ein Luxushotel ausweichen. Allerdings werden dann für eine Nacht ab etwa 200 US-Dollar fällig.

Zum Standard in Myanmars Hotels gehört ein Frühstück. Es besteht meistens aus Toast, Marmelade, Spiegelei und Obst. Zusätzlich werden üblicherweise lokale Speisen wie Suppen oder Nudel- und Reisgerichte angeboten.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

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Hier schreiben Manfred Laue, geboren 1964, reisender Geschäftsmann im asiatischen Raum, sowie Hong Cian Shok Baujahr 1988, Backpacker wohnhaft in Deutschland, der jedes Jahr sich mehrere Wochen in Asien aufhält, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Webseite. Wir möchten Wissenswertes über Reiseziele, Kulturen und Wirtschaft vermitteln.

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