8 typische Touristenfallen in Bangkok, 2. Teil

8 typische Touristenfallen in Bangkok, 2. Teil

Ob historische Sehenswürdigkeiten, beeindruckende Tempelanlagen, große Einkaufscenter oder ein pulsierendes Nachtleben: Bangkok hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Dazu kommen die Gastfreundlichkeit der Thais, die gute Küche und die moderaten Preise.

 

Und verglichen mit anderen Großstädten dieser Welt, ist die thailändische Millionmetropole sehr sicher. Doch wie überall, wo regelmäßig viele Touristen zugegen sind, gibt es auch in Bangkok ein paar ganz typische Touristenfallen. Sie stellen zwar keine Gefahr dar, sind aber ärgerlich und führen oft zu unnötig hohen Ausgaben.

In einem zweiteiligen Beitrag nennen wir acht typische Touristenfallen in Bangkok und geben Tipps, wie der Reisende sie vermeidet. Dabei machten zu teure und zu preiswerte Tuk Tuks, Taxis ohne Taxameter und angeblich geschlossene Sehenswürdigkeiten den Anfang.

 

Hier ist Teil 2!:

 

Touristenfalle Nr. 5: Longtail Boote

Ein praktisches, schnelles und kostengünstiges Transportmittel in Bangkok sind die Fluss-Express-Boote. Sie starten von den offiziellen Piers und eine Fahrt kostet nur ein paar Baht. Doch was ist, wenn der Reisende am Pier steht und plötzlich einen sehr hohen Betrag für eine Bootsfahrt bezahlen soll? In diesem Fall befindet er sich an einem Privatpier. Und das Boot, das er sieht, ist kein offizielles Flussboot, sondern ein Longtail Boot. Dass sich der offizielle Pier nebenan befindet, wird der Ticketverkäufer dem Reisenden natürlich nicht verraten.

Möchte der Reisende eine Sightseeingtour vom Fluss aus unternehmen oder durch die Kanäle schippern, ist ein Longtail Boot eine gute Wahl. Doch wenn er lediglich von einem Ort zum anderen will, sollte er auf ein offizielles Fluss-Express-Boot zurückgreifen. Diese Boote sind groß und haben eine orange, eine gelbe, eine blaue oder eine grübe Fahne am Heck. Zudem sind die Preise wirklich sehr günstig. 

 

Touristenfalle Nr. 6: Reisebüros in Bangkok

Ob Unterkünfte, Ausflugstouren, Zugverbindungen, Flüge oder Busfahrten: Wenn der Reisende etwas buchen möchte, sollte er nicht in ein Reisebüro in Bangkok gehen. Denn in den Reisebüros werden mitunter völlig überzogene Preise verlangt und die Organisation ist oft nicht die beste.

So kann es durchaus passieren, dass sich der Reisende auf einer Busverbindung wiederfindet, bei der er dreimal umsteigen und bis zum Anschlussbus jeweils mehrere Stunden lang warten muss, obwohl es auch einen Direktbus gegeben hätte. Oder bei seiner Ausflugstour schaut er sich keine Sehenswürdigkeiten an, sondern der Reisende ist eher damit beschäftigt, lange Strecken mittels Elefantenreiten zurückzulegen.

Vor allem was das Busnetz angeht, ist Thailand hervorragend aufgestellt. Die sogenannten Government-Busse steuern alle nur erdenklichen Ziele an und fahren dabei oft im Stundentakt. Für kürzere Strecken sind auch die Minibusse eine gute Alternative. Großartig reservieren muss der Reisende dabei nicht.

Es genügt, wenn er einfach zum nächsten Busbahnhof geht, sich eine Verbindung aussucht und das Ticket kauft. Mit dem Zug zu reisen, ist ebenfalls möglich. Allerdings sind die Züge in Thailand oft langsamer als die Busse und die Fahrtkarten häufig teurer. Wenn der Reisende sein Ausflugsprogramm auf eigene Faust zusammenstellt, sollte er am besten das Internet nutzen oder die Anbieter direkt aufsuchen. Auf eine Buchung im Reisebüro vor Ort sollte er verzichten.

 

Touristenfalle Nr. 7: Englischlehrer mit Verwandtschaft in Deutschland

Ein netter älterer Herr kommt auf den Reisenden zu und spricht ihn an. Seine erstaunlich guten Englischkenntnisse erklärt er damit, dass er Englischlehrer sei. Und nach etwas Smalltalk stellt sich heraus, dass der Bruder des Mannes ebenfalls in Deutschland lebt, zufällig gar nicht weit weg vom Wohnort des Reisenden. – An dieser Stelle sollten die Alarmglocken klingeln. Der Reisende sollte das Gespräch freundlich abbrechen und weitergehen.

Denn der nette Herr ist sicherlich kein Englischlehrer. Und er hat auch keinen Bruder, der in Deutschland lebt. Das Ziel des Mannes wird vielmehr darin bestehen, den Reisenden in ein Geschäft zu locken, wo er vermeintlich echte Edelsteine kaufen oder sich einen Maßanzug schneidern lassen kann.

Vielleicht führt der Mann den Reisenden auch in ein Reisebüro, wo er Ausflugstouren buchen kann. Oder er lädt ihn zu einer Partie Poker oder Blackjack ein. Das alles erfolgt in einem sehr netten und freundlichen Ton, zielt aber letztlich nur darauf ab, den Reisenden über den Tisch zu ziehen.

Thais sind sehr freundlich und höflich, gleichzeitig aber auch zurückhaltend. Wenn Touristen für sie nichts Ungewöhnliches sind, werden sie nur selten den ersten Schritt machen und den Reisenden einfach so ansprechen. Wenn der Reisende in einem Touristengebiet aus dem Nichts heraus auf Englisch von einem Fremden angesprochen und in ein Gespräch verwickelt wird, sollte er sich also nicht darauf einlassen. 

Allerdings gilt das tatsächlich nur für die typischen Touristengebiete. Die Menschen außerhalb der klassischen Touristenzonen sehen eher selten Ausländer und interessieren sich dann für deren Herkunft. Wird der Reisende hier angesprochen und vielleicht sogar zu einem Tee oder einem Bier eingeladen, dann ist das echtes Interesse und die wahre thailändische Gastfreundschaft. Allerdings sollte der Reisende besser ein Wörterbuch im Gepäck haben. Denn die Englischkenntnisse seiner Gastgeber werden oft eher dürftig sein.

 

Touristenfalle Nr. 8: Wucherpreise in Restaurants

Menüs zu Touristenpreisen sind kein typisches Bangkok-Phänomen, sondern in sehr vielen Touristengegenden weltweit üblich. Dass die Preise in einem Restaurant mit gehobenem Niveau, edlem Ambiente oder besonderer Lage höher sind, versteht sich von selbst. Und dass die Restaurants, die sich direkt an Sehenswürdigkeiten befinden, andere Preise verlangen als Restaurants irgendwo in einer kleinen Seitenstraße fernab der Touristenströme, ist ebenfalls klar. Doch mitunter sind die Preise, die für herkömmliche Speisen aufgerufen werden, eben einfach unverschämt hoch.

Gerade in Bangkok ist es eine gute Idee, auf der Straße in Garküchen und Wellblech-Restaurants zu essen. Die Gerichte sind frisch und wirklich schmackhaft zubereitet. Und von Fisch oder Meeresfrüchten einmal abgesehen, ist kaum ein Gericht teurer als 50 Baht.

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Veröffentlicht von

Manfred Laue & Hong Cian Shok

Hier schreiben Manfred Laue, geboren 1964, reisender Geschäftsmann im asiatischen Raum, sowie Hong Cian Shok Baujahr 1988, Backpacker wohnhaft in Deutschland, der jedes Jahr sich mehrere Wochen in Asien aufhält. Wir möchten Wissenswertes über Reiseziele, Kulturen und Wirtschaft vermitteln.

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