Ausführlicher Reiseführer für Myanmar, 8. Teil – Goldener Felsen & Hpa-an

Ausführlicher Reiseführer für Myanmar, 8. Teil – Goldener Felsen & Hpa-an

Myanmar war lange Zeit isoliert und öffnet sich erst seit ein paar Jahren für den Tourismus. Die touristische Infrastruktur steht deshalb noch am Anfang und ist kaum mit dem Angebot in Ländern wie Thailand, Indien, Sri Lanka oder Vietnam zu vergleichen. Doch wer die Chance hat, das Land zu bereisen, trifft auf wunderschöne Landschaften, überaus freundliche und offene Menschen, eine faszinierende Kultur und eine unfassbare Menge an Tempeln und Pagoden.

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Ausführlicher Reiseführer für Myanmar, 8. Teil - Goldener Felsen & Hpa-an

Weil Myanmar (noch) nicht zu den klassischen Reisezielen in Asien gehört, haben wir einen sehr ausführlichen Reiseführer erstellt. Nachdem wir uns mit grundsätzlichen Dingen rund um den Aufenthalt befasst haben, ging es mit den Orten weiter, die der Reisende gesehen haben sollte.

In diesem Teil stellen wir den Goldenen Felsen und Hpa-an vor:

Goldener Felsen

Der Goldene Felsen gehört zu den wichtigsten Heiligtümern in Myanmar. Jedes Jahr pilgern hunderttausende gläubige Buddhisten an den Ort. Doch auch zunehmend mehr Touristen zieht es hierher. Denn der Golden Rock ist ein grandioses Fotomotiv und der Weg auf den Gipfel ein spannendes Abenteuer.

Der Goldene Felsen thront über dem Ort Kinpun und liegt südöstlich von Yangon, auf der Strecke über Bago nach Hpa-an. Kinpun selbst ist nicht besonders aufregend. Der kleine Ort am Fuße des Berges dient hauptsächlich als Basislager für die Pilger. Übernachtungsmöglichkeiten und Restaurants bestimmen deshalb das Bild.

Schon von Kinpun aus ist der Goldene Felsen auf dem rund 1.100 Meter hohen Gipfel zu sehen. Der Reisende kann sich nun zwischen einem Fußmarsch und einer Fahrt mit dem Truck entscheiden.

Mit dem Truck auf den Gipfel zu fahren, ist eine klassische Transportart. Bequem ist es nicht und schwache Nerven werden auf eine harte Probe gestellt. Aber dafür ist die rund einstündige Fahrt sicherlich ein unvergessliches Abenteuer. Jedenfalls nehmen Pilger und Reisende auf der Ladefläche Platz, um dann in zügigem Tempo auf den Gipfel zu fahren.

Auf die Ladefläche passen 48 Personen, dazu kommen fünf weitere Sitzplätze in der Fahrerkabine. Diese sind aber deutlich teurer. Anders als früher, als auf die Fahrt noch ein Fußmarsch folgte, fahren die Trucks mittlerweile bis ganz nach oben.

Entscheidet sich der Reisende für einen Fußmarsch, hat er einen etwa zehn Kilometer langen Weg vor sich. Obwohl es die ganze Zeit über leicht nach oben geht, ist die Wanderung nicht besonders anspruchsvoll.

Mit einer durchschnittlichen Kondition ist der Aufstieg locker und problemlos in fünf bis sechs Stunden zu schaffen. Unterwegs gibt es außerdem immer wieder Essensstände, wo der Reisende eine Pause einlegen und sich stärken kann.

Zu Fuß nach oben und nach unten zu marschieren, ist zwar machbar. Allerdings sollte der Reisende dafür wirklich fit sein. Besser ist, eine Strecke mit dem Truck zu fahren. Die letzte Tour nach unten startet pünktlich um 18 Uhr. Die Alternative wäre, auf dem Gipfel zu übernachten.

Der Goldene Felsen ist ein gewaltiger, goldfarbener Felsbrocken auf einem Plateau. Die Legende besagt, dass es gerade einmal zwei Haare von Buddha sind, die den Felsen in seiner Position halten. Frauen dürfen nicht an den Felsen herantreten oder ihn berühren. Aber auch mit ein paar Metern Abstand ist das Bild mit der grünen Landschaft und dem Himmel im Hintergrund wirklich eindrucksvoll.

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Hpa-an

Das kleine Städtchen Hpa-an liegt ungefähr auf halbem Weg zwischen dem Goldenen Felsen und Mawlamyaing. Mit dem Bus dauert die Fahrt vom Goldenen Felsen bis nach Hpa-an etwa zweieinhalb Stunden.

Erstaunlicherweise lassen viele Touristen Hpa-an bei einer Myanmar-Reise aus. Dabei gibt es in der Gegend um die Stadt mit die schönsten Landschaften des Landes, eindrucksvolle Höhlen und zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu entdecken.

Zugegebenermaßen ist Hpa-an selbst kein ganz großes Highlight. Eine Moschee, eine Pagode, ein alter Uhrenturm und ein Markt machen die Liste an Sehenswürdigkeiten auch schon komplett. Bummelt der Reisende ein, zwei Stunden lang durch die Straßen, hat er alles gesehen. Die echten Highlights warten in der Umgebung.

Die Gegend um Hpa-an ist für die grandiosen Landschaften und die vielen Höhlen bekannt. Viele Hotels bieten Tagestouren an, bei denen die schönsten Orte angesteuert werden. Der Reisende kann sich aber auch auf eigene Faust auf den Weg machen. Dazu nimmt er sich ein Tuk Tuk und lässt sich vom Fahrer zu den Sehenswürdigkeiten bringen.

Viele Touren starten mit der Kaw Ka Thaung Höhle. Die Höhle ist ein guter Einstieg und punktet mit großen, bunten Buddha-Statuen. Noch etwas eindrucksvoller ist die Saddan Höhle. Mit einem über 800 Meter langen Labyrinth ist sie eine der größten Höhlen in ganz Myanmar.

Je weiter der Reisende nach innen geht, desto dunkler wird es. Deshalb sollte er eine Taschenlampe mitnehmen. In der Höhle gibt es ein riesiges Fledermaus-Nest. Tausende Fledermäuse hängen an der Decke und sorgen für ohrenbetäubenden Lärm. Hat der Reisende die dunklen Höhlengänge hinter sich gelassen, kommt er am Ausgang der Höhle am anderen Ende an einem See heraus.

Mit einem der kleinen Boote, die dort warten, kann er sich dann wieder zum Eingang zurückbringen lassen. Aber natürlich kann der Reisende auch nur eine Bootsfahrt machen, ohne vorher die etwas gruselige Fledermaus-Höhle zu durchqueren.

Das nächste Highlight ist die Kyauk Ka Lat Pagode. Mitten in der Landschaft steht ein schmaler Felsen, der steil in den Himmel ragt. Auf der Spitze dieses Felsens befindet sich, wie für Myanmar typisch, eine kleine Pagode.

Absolut sehenswert ist auch die Kawgon Höhle. Sie punktet mit unzähligen bunten Reliefs an den Felswänden. Die Yathayphyan Höhle wiederum befindet sich auf einem kleinen Hügel und eröffnetet dadurch eine tolle Aussicht auf die Umgebung.

Begeistert sich der Reisende für Fledermäuse, sollte er sich die gleichnamige Höhle nicht entgehen lassen. In der Abenddämmerung fliegen nämlich zehntausende Fledermäuse aus der Fledermaus-Höhle heraus und liefern dadurch ein faszinierendes Natur-Schauspiel.

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Hier schreiben Manfred Laue, geboren 1964, reisender Geschäftsmann im asiatischen Raum, sowie Hong Cian Shok Baujahr 1988, Backpacker wohnhaft in Deutschland, der jedes Jahr sich mehrere Wochen in Asien aufhält, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Webseite. Wir möchten Wissenswertes über Reiseziele, Kulturen und Wirtschaft vermitteln.

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