Ausführlicher Reiseführer für Myanmar, 4. Teil

Ausführlicher Reiseführer für Myanmar, 4. Teil

Bildschöne Landschaften, eine faszinierende Kultur mit einer unglaublichen Vielzahl an Tempeln und Pagoden, überaus offene, freundliche und herzliche Leute: Das sind ein paar Beschreibungen für Myanmar. Bislang ist das asiatische Land als Reiseziel wenig bekannt. Das liegt daran, dass Myanmar sehr lange isoliert war und sich erst allmählich für den Tourismus öffnet. Wer gerne auf Entdeckungsreise geht und auf den klassischen Touristenkomfort verzichten kann, findet in Myanmar deshalb ein tolles Ziel.

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Ausführlicher Reiseführer für Myanmar, 4. Teil

Um das Land etwas vorzustellen und die Planungen mit Infos und Tipps zu unterstützen, haben wir einen ausführlichen Reiseführer zusammengestellt. In diesem Teil kümmern wir uns um alltägliche Dinge während des Aufenthalts.:

Das Essen und Trinken in Myanmar

Die Küche in Myanmar ist zwar von Thailand, Indien und Sri Lanka beeinflusst, hat aber trotzdem eine sehr individuelle Note. Zu den echten Klassikern gehören Currys. Allerdings haben sie wenig mit den Currys gemeinsam, die in Thailand üblich sind.

In Myanmar stehen in den Restaurants oft verschiedene Töpfe, die mit Currys auf Basis von Fleisch, Fisch oder Gemüse gefüllt sind. Der Reisende sucht sich dann ein oder mehrere Gerichte aus und bekommt dazu diverse Teller mit Beilagen serviert.

Außerdem gibt es in jeder Region eigene Spezialitäten. Shan beispielsweise ist für seine Nudeln bekannt, die in Suppen oder als Salate zubereitet werden. In Kachin wiederum gibt es besondere Currys, während sich die Küche in Rakhine durch Schärfe auszeichnet.

Das Frühstück

Übernachtet der Reisende im Hotel, ist ein Frühstück Standard.  Es besteht üblicherweise aus Toast, Marmelade, Spiegeleiern und Obst. Manchmal werden auch Pfannkuchen angeboten.

Außerdem werden oft einheimische Speisen serviert. Sie sind sehr lecker, für den europäischen Gaumen aber mitunter gewöhnungsbedürftig. So essen die Einheimischen zum Beispiel gerne eine Mohinga zum Frühstück. Die Mohinga ist eine Fischsuppe mit Nudeln.

Getränke

Wasser ist in Myanmar an jeder Ecke für kleines Geld erhältlich. Zudem breiten sich Softdrinks rasant aus, während einheimische Limonaden zunehmend aus den Ladenregalen verschwinden.

Das beste Bier ist Myanmar Beer. Es wird im ganzen Land angeboten. Rund um den Inle-See gibt es Weinbau. Mit echten Spitzenweinen kann der Wein aus Myanmar zwar nicht mithalten, lecker ist er aber trotzdem. Der einheimische Whiskey ist ebenfalls prima geeignet, um einen Urlaubstag entspannt ausklingen zu lassen.

In Gegenden mit mehr Tourismus gibt es inzwischen auch Kaffee. Allerdings kann die Qualität ziemlich schwanken. In ländlichen Regionen hingegen bekommt der Reisende oft nur löslichen Kaffee, der sehr dünn ist und hauptsächlich aus Zuckerwasser mit etwas Weißmacher besteht. Tee als Heißgetränk ist in Myanmar deshalb die bessere Wahl.

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Trinkgelder in Myanmar

In Myanmar ist es eher unüblich, ein Trinkgeld zu geben. An Straßenständen und in einfachen Restaurants wird kein Trinkgeld erwartet. Lässt der Reisende dort Geld liegen, ist gut möglich, dass ihm der Verkäufer oder Kellner mit dem Restgeld hinterherläuft.

Auch Taxifahrer gehen nicht davon aus, dass sie ein Trinkgeld bekommen. Gleiches gilt für die Kofferträger, die das Gepäck ins Zimmer bringen. Oft sind sie so schnell wieder verschwunden, dass der Reisende gar keine Gelegenheit hat, um ihnen etwas Geld in die Hand zu drücken.

Etwas anders ist das bei den Kofferträgern, die an Busbahnhöfen und in Häfen arbeiten. Sie freuen sich über ein kleines Trinkgeld. Um die 500 Kyat sind dabei angemessen. In exklusiven Restaurants gehört es ebenfalls zum guten Ton, in die Mappe mit der Rechnung einen aufgerundeten Betrag zu legen.

Allerdings muss der Reisende dabei nicht allzu großzügig sein, denn im Preis ist ohnehin schon eine Servicepauschale enthalten.

Ist der Reisende mit einem Reiseführer unterwegs, sollte er dessen Arbeit mit einem Trinkgeld honorieren. Für einen Tag dürfen es 3.000 bis 5.000 Kyat sein. Die Alternative ist, den Guide zum Essen einzuladen.

Das Internet in Myanmar

Das Internet funktioniert in Myanmar überraschend gut. So gut wie jedes Hotel bietet inzwischen WLan an. Allerdings kann die Verbindungsqualität schlecht sein. Manchmal reicht die Verbindung, um die E-Mails abzurufen, einen Blick in die sozialen Medien zu werfen und ein paar Kurznachrichten zu verschicken. An anderen Tagen geht nichts.

Die weit bessere und sichere Lösung ist deshalb mobiles Internet. In den vergangenen Jahren wurde das Mobilfunknetz in Myanmar flächendeckend ausgebaut. Mobiles Surfen ist deshalb fast überall problemlos möglich.

Der Reisende besorgt sich vor Ort am besten eine lokale SIM-Karte. Damit kann er per Smartphone ins Internet und über einen Hotspot auch mittels Laptop online gehen. Für die üblichen Anwendungen reicht so eine Verbindung locker aus. Braucht der Reisende eine stabile und schnelle Verbindung, kann er sich einen mobilen WIFI-Router zulegen.

Lokale Sim-Karten sind gleich am Flughafen von Yangon an einem Verkaufsschalter erhältlich. Ansonsten gibt es in den größeren Orten ebenfalls Verkaufsstellen. Die Preise in Myanmar sind günstig.

Ein Datenpaket von 1 GB kostet um die 3.000 Kyat (umgerechnet etwa 2,10 Euro). Für ein 40-GB-Datenpaket werden rund 50.000 Kyat fällig.

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Hier schreiben Manfred Laue, geboren 1964, reisender Geschäftsmann im asiatischen Raum, sowie Hong Cian Shok Baujahr 1988, Backpacker wohnhaft in Deutschland, der jedes Jahr sich mehrere Wochen in Asien aufhält, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Webseite. Wir möchten Wissenswertes über Reiseziele, Kulturen und Wirtschaft vermitteln.

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