Ausführlicher Reiseführer für Myanmar, 6. Teil

Ausführlicher Reiseführer für Myanmar, 6. Teil

Myanmar gehört eher nicht zu den Reisezielen in Asien, die einem spontan einfallen. Ein wesentlicher Grund dafür dürfte sein, dass Myanmar lange Zeit isoliert war. Erst seit wenigen Jahren sind Reisen dorthin überhaupt möglich und verglichen mit Thailand, Indien oder Vietnam steht der Tourismus in Myanmar noch ziemlich am Anfang. Für den Reisenden bedeutet das zwar, dass er in Sachen Komfort Abstriche machen muss.

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Ausführlicher Reiseführer für Myanmar, 6. Teil

Aber dafür hat er die Möglichkeit, ein einmaliges Land fernab des Massentourismus zu erleben. In einem sehr ausführlichen Reiseführer stellen wir Myanmar vor und geben Tipps für eine Reise.

Nachdem wir bisher über grundsätzliche Aspekte wie die Anreise, das Klima, die Unterkünfte, die Verpflegung oder das Verhalten berichtet haben, schauen wir uns jetzt noch einige Sehenswürdigkeiten an.

Tatsächlich gibt es in Myanmar so viel zu entdecken und zu besichtigen, dass es kaum möglich ist, alle interessanten Orte zu benennen. Aber zumindest einen kleinen Vorgeschmack wollen wir geben. Dabei starten wir mit Yangon und Bagan.

Yangon

Die meisten Aufenthalte in Myanmar beginnen in Yangon. Hier befindet sich nämlich der größte internationale Flughafen des Landes. Früher, in der Kolonialzeit, hieß die Stadt Rangoon, auch Rangun geschrieben. Bis heute ist dieser Name noch oft zu finden.

Bis 2005 war Yangon Myanmars Hauptstadt. Inzwischen hat Naypyidaw diese Funktion. Doch Yangon ist nach wie vor das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum und mit rund fünf Millionen Einwohnern auch die größte Stadt des Landes.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Yangon gehört die Shwedagon-Pagode. Die riesige, goldene Pagode thront auf einem Hügel über der Stadt und ist kaum zu übersehen. Sie zählt nicht nur zu den schönsten und bekanntesten Bauwerken in ganz Myanmar, sondern ist auch ein sehr wichtiges Heiligtum.

Tatsächlich herrscht in der Pagode eine besondere Atmosphäre und dem Reisenden wird der Besuch noch lange als einmaliges Erlebnis in Erinnerung bleiben.

Ebenfalls sehenswert ist die Sule-Pagode. Sie ist der zentrale Punkt in Yangon Downton und steht auf einem Kreisverkehr. Verglichen mit anderen Pagoden, ist die Sule-Pagode zwar eher unscheinbar. Sie dient den Einheimischen als Pagode im Alltag, beispielsweise für ein kurzes Gebet.

Gerade deshalb ist sie aber interessant. Außerdem kann sich der Reisende hier von einem der vielen Wahrsager, die rund um die Pagode ihre Dienste anbieten, aus der Hand lesen lassen.

Der größte Markt in Yangon ist der Bogyoke Aung San Markt. Er besteht aus kleinen Gassen, in denen sich unzählige Stände aneinander reihen. Angeboten werden vor allem Kleidung, Schmuck und Stoffe, aber auch Antiquitäten und Schmuck. Aus den Stoffen werden dann mit alten Nähmaschinen direkt vor Ort maßgeschneiderte Kleider gefertigt.

Eine Millionenstadt in Asien ist oft laut, hektisch, quirlig und mitunter recht stickig. Deshalb kann gut sein, dass sich der Reisende nach einem ruhigen Ort sehnt. So ein Ort ist der Kandawgyi-See.

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Junge Pärchen nutzen die weitläufige Parkanlage gerne, um etwas Zweisamkeit zu genießen. Möchte der Reisende in grüner Umgebung und herrlicher Ruhe ein bisschen entspannen, ist er im Park genau richtig.

Ansonsten sollte der Reisende einfach einmal durch die Straßen von Yangon schlendern. In Downtown verlaufen alle Straßen exakt parallel zueinander, so dass der Reisende keine Angst haben muss, dass er sich verläuft. Zwischendurch wird er immer mal wieder auf prächtige Kolonialbauten stoßen, die liebevoll saniert wurden.

Dazwischen gibt es Neubauten, verfallene Häuser, kleine Straßenmärkte und allerlei andere Motive, die ein Foto wert sind.

Bagan

Bagan gehört zu den Sehenswürdigkeiten, die bei einer Myanmar-Reise einfach ein Muss sind. Hier sind zwar sehr viele Touristen unterwegs. Aber der Reisende würde wirklich etwas verpassen, wenn er Bagan auslässt. In der Stadt gibt es über 2.000 Tempel und Pagoden, was in der Form weltweit einmalig ist.

Die Heiligtümer verteilen sich über ein riesiges Gelände mit drei Orten als Eckpunkte. Im Nordosten befindet sich Nyaung U, im Nordwesten liegt Alt-Bagan und die südwestliche Spitze bildet Neu-Bagan.

Eine gut ausgebaute Straße verbindet die Orte miteinander und führt gleichzeitig um das Feld mit den Tempeln und Pagoden herum.

Vor Ort leiht sich der Reisende am besten ein Fahrrad oder einen Roller aus. Denn um Bagan zu Fuß zu erkunden, sind die Abstände zu groß. Von Nyaung U bis Alt-Bagan sind es immerhin sieben Kilometer, von Alt-Bagan bis Neu-Bagan viereinhalb Kilometer und von Neu-Bagan bis Nyaung U elfeinhalb Kilometer.

Bei mehr als 2.000 Tempeln und Pagoden zu entscheiden, welche die schönsten Bauwerke sind, ist kaum möglich. Jeder Tempel und jede Pagode hat einen eigenen Reiz.

Daher ist am besten, wenn der Reisende einfach auf Entdeckungsreise geht und sich die Bauwerke näher anschaut, die ihn ansprechen. Dabei sind es übrigens oft die kleineren Tempel, die von Touristen eher wenig beachtet werden, die besonders schön sind.

Braucht der Reisende eine kleine Verschnaufpause, kann er sich eine Bootsfahrt auf dem Irrawady gönnen. An der Bupaya-Pagode stehen tagsüber bunte Boote bereit. Mit dem Fahrer kann der Reisende einen fairen Preis aushandeln und sich gemütlich durch die Gegend schippern lassen.

Ist das Reisebudget etwas größer, ist eine Ballonfahrt über Bagan ein unvergessliches Erlebnis. Zum Sonnenaufgang erheben sich viele bunte Heißluftballons über das Feld und bieten eine einmalige Perspektive.

Mit einem Preis von 300 bis 400 Dollar ist eine Ballonfahrt nur leider nicht ganz billig.

Sehenswert ist außerdem der Mani Sithu Markt in Nyaung U. Es ist interessant, das Geschehen auf dem traditionellen Markt zu beobachten. Denn auf dem Markt kaufen in erster Linie die Einheimischen ihr Obst und Gemüse, Fleisch, Fisch und Kleidung ein. Touristen verirren sich kaum dorthin.

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Hier schreiben Manfred Laue, geboren 1964, reisender Geschäftsmann im asiatischen Raum, sowie Hong Cian Shok Baujahr 1988, Backpacker wohnhaft in Deutschland, der jedes Jahr sich mehrere Wochen in Asien aufhält, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Webseite. Wir möchten Wissenswertes über Reiseziele, Kulturen und Wirtschaft vermitteln.

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