Ausführlicher Reiseführer für Myanmar, 7. Teil – Mandalay & Bago

Ausführlicher Reiseführer für Myanmar, 7. Teil – Mandalay & Bago

Dass Myanmar zu den eher unbekannten Reisezielen in Asien gehört, hat nichts damit zu tun, dass das Land wenig zu bieten hätte. Ganz im Gegenteil punktet Myanmar mit einer unglaublichen Vielzahl an Tempeln und Pagoden, einer reichen Kultur, herrlichen Landschaften, schönen Stränden und überaus gastfreundlichen Menschen. Der Grund ist vielmehr, dass das Land lange isoliert war und erst seit wenigen Jahren überhaupt bereist werden kann.

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Ausführlicher Reiseführer für Myanmar, 7. Teil - Mandalay & Bago

Was die touristische Infrastruktur betrifft, muss der Reisende dadurch zwar Abstriche machen. Doch dafür kann er ein eindrucksvolles Land abseits des Massentourismus erleben. In einem sehr ausführlichen Reiseführer haben wir alle Infos und Tipps zusammengetragen, die der Reisende für einen gelungenen Aufenthalt braucht.

Nach grundsätzlichen Aspekten haben wir im letzten Teil mit den Sehenswürdigkeiten begonnen. Damit geht es nun weiter.

Unsere nächsten Stopps sind Mandalay und Bago:

Mandalay

Nach Yangon ist Mandalay die zweitgrößte Stadt des Landes und das kulturelle Zentrum im Norden Myanmars. Insgesamt gibt es in Mandalay weniger Sehenswürdigkeiten als in anderen Orten. Touristen lassen die Stadt deshalb mitunter aus. Doch dadurch verpassen sie etwas. Denn sowohl in der Stadt selbst als auch in der Umgebung kann der Reisende wirklich sehenswerte Plätze entdecken.

Ein Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes ist der Mandalay Hill. Der Berg im Norden der Stadt ist knapp 240 Meter hoch und eröffnet eine tolle Aussicht über die Stadt.

Spannend ist aber bereits der Aufstieg. So führen schier endlose Treppen zum Gipfel und auf dem Weg kommt der Reisende an Buddha-Figuren, kleinen Verkaufsständen und romantischen oder witzigen Kulissen vorbei, an denen er sich fotografieren lassen kann. Neben den Treppen gibt es auch eine Straße.

Möchte sich der Reisende den Fußmarsch sparen, kann er deshalb den Weg zum Gipfel ebenso mit dem Taxi oder einem Roller zurücklegen.

Nicht weit vom Mandalay Hill entfernt, befindet sich die Kothodaw-Pagode. Die Anlage besteht aus 729 kleinen, weißen Pagoden und jede davon beherbergt eine beschriftete Marmortafel.

Die Texte auf den Tafeln enthalten die buddhistische Lehre. Würden die Texte auf Papier gedruckt, würden sie über 15.000 Seiten füllen. Aus diesem Grund wird die Kothodaw-Pagode auch als das größte Buch der Welt bezeichnet.

Obwohl der Reisende in Myanmar Buddha-Figuren in allen nur erdenklichen Varianten begegnet, ist der Buddha in der Mahamuni-Pagode noch einmal etwas ganz Besonderes. Das liegt zum einen daran, dass die Statue das bedeutsamste Heiligtum des Landes ist. Zum anderen ist die Statue nicht nur reich mit Edelsteinen, sondern mit Tonnen von Blattgold verziert.

Jeden Tag pilgern unzählige Besucher zum Buddha, um die hauchdünnen Blättchen anzubringen. Im Laufe der Zeit sind so sehr dicke Schichten entstanden, die den Buddha inzwischen ziemlich unförmig erscheinen lassen. Übrigens dürfen nur Männer direkt an die Figur herantreten, um das Blattgold aufzukleben.

Südwestlich von Mandalay gibt es drei weitere Sehenswürdigkeiten, die sich der Reisende nicht entgegen lassen sollte. Dazu gehören die Hügel von Sagaing, die sich westlich des Irrawady verteilen. Die beste Aussicht auf die Hügel bietet die riesige Brücke, die über den Fluss führt.

In den Hügeln sind über 700 Tempel und Pagoden verstreut, deren goldene Dächer zwischen den grünen Wäldern hervorblitzen. Die Tempel als solches sind keine großen Highlights, aber das Gesamtbild ist einmalig.

Sehenswert ist auch Inwa. Über 400 Jahre lang war Inwa die Hauptstadt eines Königreiches. Inmitten von Feldern und Wiesen sind heute nur noch wenige Gebäude und Ruinen davon übrig. Das Gelände kann der Reisende zu Fuß oder mit dem Roller erkunden. Oder er gönnt sich eine gemütliche Rundfahrt mit einer Pferdekutsche.

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Nur wenige Kilometer von Inwa entfernt, befindet sich mit Amarapura die nächste alte Königsstadt. Auch hier sind verfallene Bauwerke aus längst vergangenen Zeiten zu sehen. Das Highlight ist aber die U-Bein-Brücke.

Sie führt über den Thaungtaman-See und gilt mit einer Länge von rund 1.200 Metern als die längste Holzbrücke der Welt. Vor allem zum Sonnenuntergang zieht es viele Besucher hierher, die die romantische Kulisse genießen und im Foto festhalten möchten.

Bago

Der kleine Ort Bago ist ungefähr zwei Stunden von Yangon entfernt und bietet sich prima als Zwischenstopp auf dem Weg von oder nach Yangon an. Als Reiseziel ist Bago vor allem wegen der Dichte an eindrucksvollen Tempeln und Pagoden einen Besuch wert.

Auf einer Entdeckungstour durch Bago kann sich der Reisende zum Beispiel den Kanbawzathadi-Palast anschauen. Die Anlage stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde erst vor kurzem wieder aufgebaut und saniert. Die Shwmawdaw-Pagode ähnelt der Shwedagon-Pagode in Yangon. Die Pagode in Bago ist allerdings etwas größer und mit einer Höhe von 114 Metern die größte Stupa in Myanmar.

Eine der berühmtesten Buddha-Statuen des Landes ist in der Shwethalyaung-Pagode beheimatet. Der liegende Buddha ist rund 50 Meter lang und 16 Meter hoch. Auf der Rückseite erzählen Bilder und englischsprachige Texte die Geschichte der Pagode. Ein weiterer liegender Buddha ist Mya Tha Lyaung.

Die Statue mit dem sehr freundlich lächelnden Gesicht wurde erst 2006 errichtet. Eine Besonderheit ist die Buddha-Figur deshalb, weil sie ohne Überdachung oder anderes Beiwerk im Freien liegt.

Imposant sind auch die vier Buddhas von Kyaik Pun. Das Bauwerk besteht aus vier Statuen, die Rücken an Rücken sitzen und jeweils in eine der vier Himmelsrichtungen schauen.

Während die anderen Sehenswürdigkeiten in Bago dicht beieinander liegen, muss der Reisende nach Kyaik Pun ein paar Kilometer fahren. Vor Ort kann er sich aber ein Tuk Tuk nehmen und den Fahrer bitten, ihn auf einer Rundfahrt zu den Sehenswürdigkeiten zu bringen.

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Hier schreiben Manfred Laue, - reisender Geschäftsmann im asiatischen Raum, sowie Hong Cian Shok - Backpacker wohnhaft in Deutschland, der jedes Jahr sich mehrere Wochen in Asien aufhält, sowie Christian Gülcan, mit Erfahrung aus 10 Jahren im Lebensmittel-Großhandel und Belieferung an asiatische Gastronomie, Betreiber und Redakteur dieser Webseite. Wir möchten Wissenswertes über asiatische Reiseziele, Kulturen und Wirtschaft vermitteln.

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