Ausführlicher Reiseführer für Myanmar, 3. Teil

Ausführlicher Reiseführer für Myanmar, 3. Teil

Asien ist ein großer Kontinent mit vielen verschiedenen Facetten. Kein Wunder also, dass es in Asien eine ganze Reihe an faszinierenden Reisezielen gibt. Ein Beispiel dafür ist Myanmar. Bisher zählt Myanmar zu den eher unbekannten Reisezielen. Das liegt daran, dass das Land lange isoliert war und sich erst in jüngerer Vergangenheit für den Tourismus öffnet. Wer gerne abseits der klassischen Touristenorte Urlaub macht, findet mit Myanmar deshalb ein wunderbares Ziel.

Anzeige

Ausführlicher Reiseführer für Myanmar, 3. Teil

Zumal Myanmar mit malerischen Landschaften, einer reichen Kultur und überaus gastfreundlichen, offenen und herzlichen Menschen aufwartet.

Als kleinen Vorgeschmack auf die unbekannte Schönheit und als konkrete Hilfestellung für die Reiseplanungen haben wir einen ausführlichen Reiseführer für Myanmar erstellt. In diesem Teil schauen wir uns an, wie das Bezahlen vor Ort funktioniert und wie sich der Reisende in Myanmar fortbewegen kann.

Das Bezahlen in Myanmar

Geld war in Myanmar ein ziemlich kompliziertes Thema. Lange Zeit gab es im Land nämlich keine Geldautomaten. Folglich blieb dem Reisenden nichts anderes übrig, als eine große Menge Bargeld mit sich herumzutragen. Dabei brauchte er auch noch US-Dollar, denn eine andere Währung wurde nicht akzeptiert. Mittlerweile hat sich viel getan, so dass die Reisekasse kein Hindernis mehr ist.

Der Kyat

Die Landeswährung in Myanmar ist der Kyat, gesprochen „Tchiad“. 1.000 Kyat entsprechen ungefähr 70 Cent.

Die Banknoten gibt es mit einem Wert von 50, 100, 200, 500, 1.000, 5.000 und seit einiger Zeit auch 10.000 Kyat. Zwar sind auch Scheine mit kleinerem Wert und ebenso Münzen im Umlauf. Allerdings ist ihr Gegenwert so gering, dass sie dem Reisenden vermutlich nicht begegnen werden.

Generell sind die Geldscheine eher klein. Selbst die höchste Banknote über 10.000 Kyat entspricht umgerechnet gerade einmal rund sieben Euro. Der Reisende sollte also darauf vorbereitet sein, dass er mit einem größeren Bündel an Geldscheinen unterwegs sein wird.

Am besten legt er dazu die großen Scheine nach innen, die kleinen Banknoten nach außen, klappt den Stapel einmal in der Mitte zusammen und steckt das Bündel lose in die Hosentasche. So machen es auch die Einheimischen.

US-Dollar und Euro

Früher war es unumgänglich, bei Reisen nach Myanmar mit dem US-Dollar eingedeckt zu sein. Auch heute noch werden zwar viele Rechnungen in Dollar ausgestellt, beispielsweise in Hotels, Restaurants oder bei Inlandsflügen. Aber die Zahlung kann inzwischen fast immer auch in Kyat erfolgen.

Sicherheitshalber sollte der Reisende trotzdem ein paar Dollar einstecken. Wichtig ist aber, dass die Scheine absolut makellos sind. Bereits ein kleiner Knick oder ein Mini-Fleck kann dazu führen, dass der Dollar-Schein nirgends mehr angenommen wird.

Der Euro ist in Myanmar nicht gebräuchlich. Die Banken tauschen die Währung natürlich um und auch einige große Hotels wechseln Euro in Kyat. Mit US-Dollar und der einheimischen Währung ist der Reisende aber besser beraten.

Geld abheben und mit Kreditkarte bezahlen

Während es bis vor ein paar Jahren noch gar keine Geldautomaten im Land gab, ist das Netz inzwischen sehr dicht. In größeren Städten und an Touristenorten steht an jeder Ecke ein Geldautomat und selbst in kleineren Orten klappt die Versorgung mit Bargeld gut.

Das Limit pro Abhebung liegt bei 300.000 Kyat. Der Reisende kann sich zwar mehrere Male hintereinander Geld auszahlen lassen. Allerdings fällt bei jeder Abhebung eine Gebühr an.

Je nach Automatenbetreiber beträgt sie zwischen 5.000 und 6.500 Kyat. Dazu kommen die Gebühren, die die eigene Bank in Rechnung stellt. Hebt der Reisende öfter Geld ab, kann deshalb eine ordentliche Summe zusammenkommen.

Zahlungen mit der Kreditkarte werden in Myanmar zunehmend üblicher. Zwar ist das bargeldlose Zahlen noch längst nicht so verbreitet wie in Europa. Hotels, Reisebüros und auch teurere Restaurants ermöglichen aber, mit Kreditkarte zu bezahlen. Zusatzgebühren werden dabei nicht fällig.

Anzeige

Die Verkehrsmittel in Myanmar

Auf seiner Entdeckungstour durch Myanmar legt der Reisende mitunter weite Wege zurück. Und nicht überall sind die Infrastrukturen so ausgebaut, dass die Strecken bequem zu befahren sind. Trotzdem gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie der Reisende gut von einem Ort zum nächsten kommt.

Busse

Das vielleicht wichtigste Verkehrsmittel für längere Strecken in Myanmar sind Busse. Im Land gibt es zahlreiche Busunternehmen, die zwischen den größeren Orten und den typischen Touristenzielen verkehren. Die Preise sind günstig. Für eine lange Strecke mit dem Nachtbus werden kaum mehr als 15 Euro fällig, kürzere Wege schlagen mit wenigen Euro zu Buche.

Die Tickets kann der Reisende vor Ort kaufen. Am besten wendet er sich dazu an sein Hotel. Plant er eine lange Strecke, sollte er aber unbedingt einen sogenannten 2+1-Bus nehmen.

Der Name kommt daher, dass die Busse pro Sitzreihe nur drei Sitze haben. Dabei sind zwei Sitze nebeneinander und auf der anderen Seite neben dem Mittelgang befindet sich ein Einzelsitz. Tickets für 2+1-Busse sind nur minimal teurer als Fahrkarten für normale Busse. Dafür sind die Busse gut ausgestattet und sehr bequem mit viel Beinfreiheit.

Bei Langstrecken kann der Reisende außerdem zwischen Tag- und Nachtbussen wählen. Ein Nachtbus bietet den Vorteil, dass der Reisende im Bus schlafen kann und so keinen Urlaubstag vergeudet. Allerdings erreichen die Busse mitunter mitten in der Nacht oder zumindest sehr früh morgens ihr Ziel.

Inlandsflüge

Die schnellste Möglichkeit für Reisen innerhalb Myanmars sind Inlandsflüge. Von Yangon aus gibt es täglich diverse Verbindungen zu fast allen Orten im Land und die Flugdauer beträgt im Schnitt eine Stunde.

Ein Flugticket kostet pro Strecke zwischen 80 und 120 Euro. Ob der Reisende lange im Voraus oder kurzfristig bucht, macht keinen nennenswerten Unterschied. Die Buchung kann der Reisende entweder selbst auf der Homepage der lokalen Fluggesellschaft Air Mandalay erledigen. Daneben kann er sich an ein Reisebüro oder sein Hotel wenden.

Züge

Zugfahren ist in Myanmar eher etwas für hartgesottene Eisenbahn-Fans. Denn die Züge sind meist sehr voll, unbequem, praktisch immer verspätet und langsam. Möchte der Reisende das Abenteuer erleben, sollte er sich für eine kurze Strecke entscheiden. Von Yangon nach Bago zum Beispiel wäre eine Möglichkeit. Der Zug braucht dafür ungefähr zwei Stunden.

Preislich ist der Zug bei langen Strecken kostengünstiger als der Bus. Allerdings braucht er mitunter fast doppelt so lang.

Private Fahrer, Taxis und andere Verkehrsmittel

Möchte der Reisende nicht unbedingt auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen, kann er einen privaten Fahrer buchen. Auch hier ist das Hotel wieder ein guter Ansprechpartner. Die Kosten sind aber recht hoch. Je nachdem, wie lang und wie anspruchsvoll die Strecke ist, können bis zu 500 Dollar fällig werden.

Bei Kurzstrecken hat der Reisende verschiedenste Verkehrsmittel zur Auswahl. In größeren Orten stehen Taxis zur Verfügung. Taxameter gibt es aber nicht. Stattdessen vereinbart der Reisende vor der Fahrt einen festen Preis. Das gilt auch für Motorradtaxis und Tuk Tuks, die in größeren Orten ebenfalls vorhanden sind.

Insgesamt sind die Kosten nicht allzu hoch und Touristenaufschläge werden eigentlich nicht erhoben. Ist der Reisende unsicher, kann er aber einfach in seinem Hotel nachfragen, mit welchem Preis er für die Strecke ungefähr rechnen sollte. So kann er den Preis, den ihm der Fahrer nennt, dann ganz gut einschätzen.

Eine andere Art der Fortbewegung, die in Myanmar weit verbreitet ist, sind Pick-Ups. Sie fahren von Ort zu Ort und nehmen auf ihren Ladeflächen so viele Passagiere mit, wie eben Platz finden.

In sehr ländlichen Gebieten kann der Reisende auch mit einem Ochsenkarren fahren. Damit ist er zwar kaum schneller als Fuß, doch ein besonderes Erlebnis ist die Fahrt allemal.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

Thema: Ausführlicher Reiseführer für Myanmar, 3. Teil

Anzeige
Redakteure
Twitter

Veröffentlicht von

Redakteure

Hier schreiben Manfred Laue, geboren 1964, reisender Geschäftsmann im asiatischen Raum, sowie Hong Cian Shok Baujahr 1988, Backpacker wohnhaft in Deutschland, der jedes Jahr sich mehrere Wochen in Asien aufhält, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Webseite. Wir möchten Wissenswertes über Reiseziele, Kulturen und Wirtschaft vermitteln.

Kommentar verfassen