Reisetipps für Laos, Teil I

Reisetipps für Laos, Teil I

Thailand, Vietnam, Indien, Kambodscha oder Indonesien sind typische und zugleich sehr beliebte Reiseziele in Asien. Laos hingegen haben nur wenige auf dem Schirm. Das mag daran liegen, dass es in Laos kein Meer und folglich auch keine Traumstrände, keine pulsierenden Großstädte und nur eine überschaubare Anzahl an Sehenswürdigkeiten gibt.

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Reisetipps für Laos, Teil I

Trotzdem ist Laos definitiv eine Reise wert. Vor allem diejenigen, die Südostasien abseits der großen Touristenmassen kennenlernen wollen, kommen voll auf ihre Kosten. Außerdem ist das Land prima geeignet, um einmal einen Gang herunterzuschalten und die Seele baumeln zu lassen. Und natürlich gibt es auch in Laos jede Menge zu entdecken.

In einer mehrteiligen Beitragsreihe haben wir Reisetipps für Laos zusammengestellt und erklären, was Reisende vor und während eines Urlaubs wissen sollten:

Das Visum für Laos

Reisende aus der Schweiz brauchen kein Visum. Stattdessen können sie direkt in Laos einreisen und sich ohne Visum 14 Tage lang im Land aufhalten. Im Unterschied dazu benötigen Reisende aus Deutschland, Österreich und den meisten anderen europäischen Ländern für die Einreise und den Aufenthalt ein Visum.

Dabei gibt es für das Visum zwei Möglichkeiten. Die erste Variante ist, das Visum vorab bei der laotischen Botschaft zu beantragen. Allerdings ist der Aufwand vergleichsweise hoch. Außerdem ist das Visum mit 40 Euro etwas teurer als die zweite Variante, das Laos Visa on Arrival.

Das Laos Visa on Arrival kann der Reisende bei seiner Ankunft im Land beantragen. Möglich ist das am Flughafen und an den Grenzübergängen. Der Antrag ist innerhalb von wenigen Minuten erledigt und mit dem Visum kann der Reisende bis zu 30 Tage im Land bleiben.

Die Gebühr für dieses Visum beträgt 30 US-Dollar. Dazu kommen noch einmal ein bis zwei Dollar für den Stempel. Statt in Dollar kann der Reisende die Gebühr auch in thailändischen Baht bezahlen. Allerdings ist das nicht unbedingt ratsam, denn die Grenzbeamten legen meist einen sehr schlechten Umrechnungskurs zugrunde.

Wichtig zu wissen ist außerdem, dass der Reisende ein Passbild braucht. Laut Antragsformular sind für das Visum zwei Fotos notwendig. In der Praxis möchten die Beamten aber meist nur ein Passfoto haben.

Die Anreise nach Laos

Von Deutschland aus gibt es keine Direktflüge nach Laos. Deshalb muss der Reisende zunächst ein anderes Land ansteuern und von dort aus dann nach Laos weiterreisen. Meistens wird es sich bei dem Zielland um Thailand handeln. Doch der Weg kann genauso über beispielsweise China, Vietnam, Kambodscha oder Südkorea führen.

Für die Anreise als solches kann der Reisende zwischen dem Flugzeug, dem Bus, dem Zug oder dem Boot wählen. In Laos gibt es drei Internationale Flughäfen. Einer davon befindet sich in der Hauptstadt Vientiane.

Dazu kommen Luang Prabang im Norden und Pakse im Süden des Landes. Alle drei Flughäfen werden unter anderem von Kuala Lumpur, Singapur, Bangkok und Chiang Mai angeflogen. Auch von China und Südkorea gibt es Direktflüge.

Eine andere Reisemöglichkeit ist der Bus. Verbindungen nach Laos starten in fast allen Nachbarländern. Die Fahrt dauert aber meist viele Stunden und allzu viel Komfort sollte der Reisende nicht erwarten. Dafür ist die Anreise mit dem Bus kostengünstig.

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Schneller und komfortabler, allerdings auch etwas teurer ist die Anreise mit dem Zug. Dabei sind vor allem die Nachtzüge interessant, wenn der Reisende von Thailand nach Laos kommt. Denn in den Nachtzügen gibt es neben Sitzplätzen auch Schlafwagen. So kann der Reisende die Nacht ganz bequem in einem gemütlichen Bett verbringen und erreicht sein Ziel gut erholt am nächsten Tag.

Ist dem Reisenden Abenteuerlust wichtiger als Komfort, kann er eine Bootsfahrt machen. In diesem Fall fährt er zuerst vom thailändischen Chiang Rai mit dem Bus über die Grenze nach Huay Xai und schippert anschließend mit dem Boot über den Mekong bis nach Luang Prabang. Die Fahrt mit den recht einfach ausgestatteten Booten dauert zwei Tage.

Die Reisekosten in Laos

Insgesamt ist Laos ein vergleichsweise günstiges Reiseland. Die Unterkünfte bewegen sich auf einem ähnlichen Preisniveau wie in Thailand. In schlichten Hostels kostet eine Übernachtung um die 5 Euro. In kleineren, familiengeführten Hotels werden für eine Nacht je nach Ausstattung zwischen 20 und 40 Euro fällig. Luxushotels hingegen rufen ähnliche Preise auf wie hierzulande.

Dafür ist die Verpflegung in Laos sehr preiswert. Ein normales Mittagsessen aus der laotischen Küche kostet kaum mehr als 2 Euro. Eine große Flasche Wasser schlägt mit etwa 50 Cent zu Buche, ein großes Bier gibt es ab 1,50 Euro.

Auch die Ausgaben für Verkehrsmittel sind sehr überschaubar. Eine Ausnahme bilden lediglich Inlandsflüge. Ein Ticket für eine Strecke gibt es selten für unter 100 Euro.

Die laotische Währung

Die Landeswährung in Laos heißt Kip, wobei 10.000 Kip ungefähr einem Euro entsprechen. In Hotels und besseren Restaurants wird die Rechnung meist in US-Dollar ausgestellt. Der Reisende kann zwar überall mit Kip bezahlen. Mitunter ist es aber kostengünstiger, wenn er bei Dollar bleibt. Die Abrechnung von Zahlungen mit der Kreditkarte erfolgt grundsätzlich in US-Dollar.

An den Flughäfen und in jedem größeren Ort gibt es ausreichend Geldautomaten. Lässt sich der Reisende hier Bargeld auszahlen, fallen zum einen die Gebühren seiner Bank in Deutschland und zum anderen 20.000 Kip als Automatengebühr an. Ratsam ist deshalb, den benötigten Betrag grob zu überschlagen und dann auf einmal abzuheben. So lassen sich unnötige Zusatzkosten vermeiden.

Andererseits sollte der Reisende im Hinterkopf haben, dass der Kip eine reine Binnenwährung ist. Außerhalb von Laos wird er das Geld nicht ausgeben oder zurücktauschen können. Deshalb ist sinnvoll, wenn er alles verbraucht. Eine andere Möglichkeit ist, das Restgeld in eine Spendenbox einzuwerfen. Solche Boxen stehen zum Beispiel am Flughafen.

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Hier schreiben Manfred Laue, geboren 1964, reisender Geschäftsmann im asiatischen Raum, sowie Hong Cian Shok Baujahr 1988, Backpacker wohnhaft in Deutschland, der jedes Jahr sich mehrere Wochen in Asien aufhält, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Webseite. Wir möchten Wissenswertes über Reiseziele, Kulturen und Wirtschaft vermitteln.

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