Reisetipps für einen Urlaub in China, 1. Teil

Reisetipps für einen Urlaub in China, 1. Teil

Flächenmäßig ist China das viertgrößte Land der Welt und steht, was die Bevölkerung angeht, mit über 1,4 Milliarden Einwohnern auf Platz 1. Gleichzeitig blickt das Reich der Mitte auf eine sehr lange und bewegte Geschichte zurück. Kein Wunder also, dass China überaus vielseitig ist.

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Reisetipps für einen Urlaub in China, 1. Teil

Von riesigen und modernen Großstädten über weltberühmte Sehenswürdigkeiten und sehr traditionelle Landstriche bis hin zu faszinierenden Naturwundern ist alles vorhanden.

Vor allem bei der ersten Chinareise kann die enorme Auswahl an Möglichkeiten den Reisenden durchaus überwältigen und die Planungen gar nicht so einfach machen. Aber das ist nicht weiter schlimm.

In einer Beitragsreihe geben wir Reisetipps für einen Urlaub in China. Dabei beginnen wir im 1. Teil mit grundlegenden Informationen:

Die beste Reisezeit

Die Größe des Landes bringt es mit sich, dass die klimatischen Bedingungen je nach Region unterschiedlich sein können. Generell ist China ein Ziel, das ganzjährig bereist werden kann.

Besonders empfehlenswert sind aber die Monate April und Mai sowie September, Oktober und November. Denn zu diesen Zeiten sind die Temperaturen angenehm und das Wetter prima für Sightseeing geeignet.

Gleichzeitig ist es nicht so voll wie in den Sommermonaten, wenn Besucher aus aller Welt China bereisen. Hinzu kommt, dass in einigen Region im Sommer Regenzeit herrscht.

Die Anreise und die Einreisebestimmungen

Von Deutschland aus wird der Reisende in aller Regel mit dem Flugzeug nach China reisen. Von den großen Flughäfen gibt es regelmäßige Verbindungen, entweder als Direktflüge oder mit Zwischenstopps.

Die Flugzeit richtet sich nach dem Start, dem Ziel und der Flugverbindung. Von München aus zum Beispiel dauert ein Direktflug nach Peking etwa 9,5 Stunden. Reist der Urlauber von Frankfurt am Main in die Metropole Shenzhen im Süden Chinas, ist er mit Zwischenlandung mindestens 14 Stunden lang unterwegs.

Um einreisen zu können, braucht der Reisende einen Reisepass und ein Visum. Der Reisepass muss zu dem Zeitpunkt, an dem das Visum beantragt wird, noch mindestens sechs Monate lang gültig sein. Außerdem muss der Pass mindestens zwei leere Seiten nebeneinander haben, auf denen die Stempel der Grenzbeamten ihren Platz finden.

Das Visum muss der Reisende eigenständig beantragen. Das sollte er mindestens sechs Wochen vor Beginn der Reise tun. Ausführliche Infos rund um das Visum finden sich auf der Seite visaforchina.

Den Antrag muss der Reisende persönlich stellen, weil unter anderem Fingerabdrücke genommen werden. Die Kosten für ein Touristenvisum belaufen sich auf ungefähr 130 Euro. Dazu können noch weitere Gebühren und Versandkosten kommen.

Und:

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Wenn der Reisepass nach 2014 ausgestellt wurde, braucht der Reisende eine Liste mit allen Ländern, die er in den vergangenen drei Jahren bereist hat. Neben dem Aufenthaltsort muss auch die Dauer der Reise aufgeführt sein.

Hat der Reisende noch seinen vorhergehenden Reisepass, kann dieser die Liste ersetzen. Andernfalls muss der Reisende eine Erklärung einreichen, wo der abgelaufene Reisepass verblieben ist.

Kurzfristige Änderungen bei den Einreisebestimmungen können sich generell immer, mit Blick auf Corona aber im Besonderen ergeben. Daher sollte der Reisende sich regelmäßig informieren, zum Beispiel über die Webseite des Auswärtigen Amtes.

Öffentliche Verkehrsmittel

Die Volksrepublik China gehört zu den führenden Wirtschaftsmächten der Welt. In den großen Städten ist das Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln daher sehr gut ausgebaut. Vor allem in Peking, Shanghai, Guangzhou und Shenzhen gibt es ein hochmodernes und engmaschiges U-Bahn-Netz, das den Reisenden schnell und bequem von A nach B bringt.

Ansonsten gibt es in jedem größeren Ort Buslinien. Allerdings sind die Busse oft sehr voll und durch den dichten Verkehr können Fahrten länger dauern. Taxis wiederum sind in China kostengünstig.

Sich selbst hinters Steuer zu setzen, ist keine gute Idee. Denn zum einen ist die Fahrweise in China gewöhnungsbedürftig. Sollte es zu einem Unfall kommen, an dem ein Ausländer beteiligt ist, wird sein Reisepass unabhängig von der Schuldfrage einbehalten, sodass eine Ausreise zunächst unmöglich wird.

Zum anderen werden internationale Führerscheine in China nicht anerkannt. Der Reisende müsste seinen deutschen Führerschein daher umschreiben lassen.

Das Geld

Die Landeswährung in China ist der Renminbi Yuan (RMB), hierzulande oft auch nur kurz als Yuan bezeichnet. Ein Euro entspricht knapp 7 RMB (Stand August 2022).

In allen größeren Städten kann der Reisende mit seiner Kreditkarte Bargeld am Bankautomaten abheben. Deutsche Bankkarten hingegen funktionieren an den Geldautomaten nur sehr eingeschränkt.

Um Einkäufe, Restaurantrechnungen, Eintrittskarten und andere Dinge zu bezahlen, sollte der Reisende Bargeld bei sich haben. Denn an vielen Stellen werden Kreditkarten nicht angenommen und auf Online-Bezahldienste kann der Reisende in aller Regel nicht zurückgreifen.

Trinkgelder sind in China übrigens nicht üblich. Im Alltag werden Trinkgelder deshalb abgelehnt, teilweise folgt auf die gutgemeinte Geste sogar eine etwas pikierte Reaktion.

Eine Ausnahme gilt in westlichen Hotelketten. Hier kennt das Personal die Sitte und freut sich über ein kleines Extra. Allerdings sollte es der Reisende auch hier wirklich bei einem kleinen Trinkgeld belassen.

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Die Verständigung

Als offizielle Landessprache in China gilt Hochchinesisch, das aus dem Mandarin hervorgegangen ist. Je nach Region werden aber viele verschiedene Dialekte gesprochen.

Die Englischkenntnisse sind nicht allzu gut. In den international vernetzten Metropolen sprechen zwar vor allem die jungen Leute oft etwas Englisch und auch auf Schildern gibt es häufig englische Hinweise.

Trotzdem kann die Verständigung mitunter schwierig sein. Der Reisende sollte sich deshalb auf jeden Fall eine Übersetzungs-App aufs Smartphone laden.

Apropos Smartphone:

In China gibt es Steckdosen in vier verschiedenen Varianten. Nur ein Steckdosentyp davon ist mit deutschen Steckern kompatibel. Um keine bösen Überraschungen zu erleben, sollte sich der Reisende deshalb einen Adapter besorgen.

Die Kleidung

Bei geschäftlichen Terminen ist Businesskleidung angesagt. Macht der Reisende privat Urlaub, kann er die Kleidung einpacken, die er privat eben gerne trägt. Allerdings sollte er weiße Kleidungsstücke eher vermeiden. Denn Weiß ist in China die Farbe der Trauer.

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Hier schreiben Manfred Laue, - reisender Geschäftsmann im asiatischen Raum, sowie Hong Cian Shok - Backpacker wohnhaft in Deutschland, der jedes Jahr sich mehrere Wochen in Asien aufhält, sowie Christian Gülcan, mit Erfahrung aus 10 Jahren im Lebensmittel-Großhandel und Belieferung an asiatische Gastronomie, Betreiber und Redakteur dieser Webseite. Wir möchten Wissenswertes über asiatische Reiseziele, Kulturen und Wirtschaft vermitteln.

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