Sehenswürdigkeiten in Bhutan, 1. Teil

Sehenswürdigkeiten in Bhutan, 1. Teil

Geheimnisvoll, mystisch, wunderschön und unbekannt: So lässt sich Bhutan mit wenigen Worten ganz gut beschreiben. Denn als Reiseziel ist das kleine Königreich im Himalaya nur wenigen Urlaubern ein Begriff.

Doch eine Reise in das Land des Donnerdrachens lohnt sich!

Bhutan ist ein kleines Königreich im Süden Asiens. Im Himalaya gelegen, grenzt es an Indien und an Tibet. Dass das Land zu den eher unbekannten Reisezielen gehört, dürfte daran liegen, dass es erst seit Mitte der 1970er-Jahre überhaupt von Touristen besucht werden kann.

Dabei hat das charmante Königreich des Donnerdrachens viel zu bieten. Touristen, die sich für Geschichte und Traditionen interessieren, kommen hier genauso auf ihre Kosten wie Naturliebhaber und sportlich Aktive.

Um die Reiselust zu wecken, schauen wir uns die Sehenswürdigkeiten in Bhutan in einem mehrteiligen Beitrag einmal genauer an. Los geht’s dabei mit grundlegenden Reiseinfos und dem wichtigsten Highlight des Königreiches, dem Taktshang.

Die Reise nach Bhutan

Die Reise nach Bhutan ist entweder mit dem Flugzeug oder auf dem Landweg möglich. Eine direkte Verbindung von Deutschland aus gibt es aber nicht. Stattdessen kann der Tourist einen Stopp in beispielsweise Thailand, Indien, Singapur, Bangladesch oder Nepal einlegen und von dort aus mit einer regionalen Fluglinie weiterreisen.

Für die Einreise in Bhutan braucht der Tourist ein gültiges Touristenvisum. Dieses bekommt er, wenn er seinen Bhutan-Aufenthalt bei einer zugelassenen Reiseagentur bucht. Gleichzeitig ist die Buchung bei einer zugelassenen Reiseagentur auch die einzige Möglichkeit, das Touristenvisum zu erhalten. Bei der Buchung wiederum wird in der Hauptsaison pro Tag eine Gebühr von 250 US-Dollar fällig.

In der Nebensaison liegt die Gebühr bei 200 US-Dollar pro Tag. Die Hauptsaison geht von März bis Mai und von September bis November. Mit der Gebühr sind die Übernachtungen in 3-Sterne-Hotels, die Hauptmahlzeiten und der Guide während des Aufenthalts bezahlt. Der Guide ist zugleich der Fahrer und der Tourist hat ihn stets an seiner Seite. Als Individualtourist auf eigene Faust durch das Königreich zu ziehen, ist nicht möglich.

Die Gebühren erscheinen im ersten Moment ziemlich hoch. Aber der Tourist sollte sich vor Augen führen, dass damit fast alle Kosten schon gedeckt sind. Denn die Übernachtungen, die Verpflegung und der Reiseführer samt Transport sind mit den Gebühren bezahlt.

Die beste Reisezeit für Bhutan

Wann die beste Reisezeit ist, lässt sich pauschal nur schwer sagen. Denn die vielen Höhenunterschiede in Bhutan führen dazu, dass es im Königreich mehrere Klimazonen gibt. Reiseführer empfehlen meist die Hauptsaison, also die Zeit ab März bis Mai und ab September bis November, für eine Reise in den zentralen Teil und den Norden von Bhutan. Für den Süd-Bhutan wird eher der Zeitraum zwischen November und März empfohlen.

Der Norden von Bhutan ist geprägt von Bergland mit bis zu 5.000 Meter hohen Gipfeln. Hier herrscht ein alpines Klima mit milden Sommern und strengen, kalten Wintern. Die eine oder andere Bergspitze bleibt auch im Sommer von Schnee bedeckt. Besonders schön sehen die Bergpanoramen in der Übergangszeit vom Winter in den Sommer aus, wenn die Sonne die schneebedeckten Gipfel anstrahlt und zum Funkeln bringt.

In Zentral-Bhutan ist das Klima gemäßigt. Ähnlich wie in Deutschland sind die Sommer warm und die Winter kühl. Allerdings bringen die alljährlichen Monsune sehr viel Regen mit sich. Möchte sich der Tourist die Mitte des Landes, wo unter anderem auch die Hauptstadt Thimphu liegt, anschauen, sollte er sollte er sich eine Reisezeit zwischen Oktober und April aussuchen. Und generell kann es nicht schaden, Regenkleidung einzupacken.

Tropisches bis subtropisches Klima erwartet den Touristen im Süden von Bhutan. Milde Winter und warme bis heiße Sommer sind hier typisch. Von Juni bis September ziehen immer wieder Monsune über den Süden und bringen neben Schwüle teils heftige Regenfälle mit.

Das buddhistische Kloster Taktshang

Die wichtigste, berühmteste und vielleicht auch eindrucksvollste Sehenswürdigkeit in Bhutan ist das Taktshang. Das Taktshang heißt auch Tigernest-Kloster und in dem Kloster leben noch immer buddhistische Mönche. Die Reise zum Kloster beginnt in Paro und von dort aus geht es zu Fuß oder auf einem Maultier hinauf auf 3.120 Höhenmeter. Das Kloster ist nämlich mitten in die Felsen gebaut.

Der Aufstieg dauert rund zwei bis drei Stunden und der Tourist ist gut beraten, wenn er sich gleich morgens auf den Weg macht. Denn in der warmen Mittagssonne wird der Aufstieg noch anstrengender. Kurz bevor der Tourist sein Ziel erreicht, trifft er auf eine Brücke mit unzähligen bunten Stoffstücken. Die Stoffstücke sind Gebetsfahnen und es ist ein unvergessliches Erlebnis, über die Brücke zu gehen, während über dem Kopf die Fahnen in ihren leuchtend bunten Farben im Wind flattern und mit der Landschaft um die Wette strahlen.

Ist der Tourist dann am Kloster angekommen, eröffnet sich ein grandioser Ausblick über das Paro Tal, das zu seinen Füßen liegt. Die phantastische Natur im Zusammenspiel mit der Ruhe des Klosters machen es zum Kinderspiel, abzuschalten und den Zauber Bhutans auf sich wirken zu lassen. Nachdem sich der Tourist ein paar der heiligen Höhlen, die zum Kloster gehören, angeschaut hat, sollte er sich die Geschichte des Tigernestes erzählen lassen. Sie handelt von Guru Rinpoche, der auf dem Rücken eines Tigers geritten sein soll, und hat dem Kloster seinen Namen gegeben.

Das Taktshang gehört zu den Wahrzeichen des Landes. Und auch wenn der Aufstieg mühsam ist, sollte sich der Tourist das Kloster auf keinen Fall entgehen lassen. Denn ein Aufenthalt in Bhutan ohne Besuch des Tigernestes wäre einfach nicht komplett.

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