Vietnam kulinarisch: 10 leckere Gerichte

Vietnam kulinarisch: 10 leckere Gerichte

Die vietnamesische Küche ist inzwischen auf der ganzen Welt bekannt und beliebt. Und von herzhaften Vorspeisen über herzhafte Hauptgerichte bis hin zu süßen Desserts hält sie für jeden Geschmack etwas bereit. Für alle, die demnächst eine Reise nach Vietnam planen oder hierzulande ein vietnamesisches Restaurant besuchen möchten, nennen wir zehn leckere Gerichte, die unbedingt einen Versuch wert sind!

Vietnam kulinarisch 10 leckere Gerichte

Die vietnamesische Esskultur

Wie in vielen Ländern Asiens ist es auch in Vietnam üblich, warm und deftig zu frühstücken. Ansonsten gibt es im Alltag nicht unbedingt feste Zeiten und gemeinsame Essen. Die Vietnamesen essen vielmehr oft einfach dann, wenn sie eben Hunger bekommen.

Aus diesem Grund spielen Feste und Feiern eine sehr große Rolle. Denn bei diesen Anlässen kommen Familie und Freunde zusammen und zelebrieren das gemeinsame Festmahl. Ein typisches Gericht, das dabei dann häufig serviert wird, ist Spanferkel.

Die vietnamsche Küche ist von verschiedenen Einflüssen geprägt. So gibt es zum einen die Gerichte, die wir als typisch asiatisch bezeichnen. Zum anderen macht sich die französische Kolonialzeit deutlich bemerkbar.

Außerdem haben die Küchen Japans und Chinas ihre Spuren hinterlassen. Reis und Nudeln sind deshalb nicht wegzudenken. Die Zutaten werden, ähnlich wie in der chinesischen Küche, meist kurz, aber dafür bei sehr großer Hitze angebraten. Und gegessen wird hauptsächlich mit Stäbchen.

Vietnam kulinarisch: 10 leckere Gerichte

Die schon erwähnten vielfältigen Einflüsse haben dazu geführt, dass es regional recht große Unterschiede gibt. Ein typisches Gericht aus dem Norden Vietnams kann im Süden ganz anders heißen, aussehen und schmecken. Dennoch gibt es ein paar Klassiker.

Und zehn davon stellen wir jetzt vor:

  1. Goi Cuon und Cha Gio

Goi Cuon sind Frühlingsrollen und mittlerweile vermutlich jedem ein Begriff. In Vietnam gibt es aber noch eine zweite Variante, nämlich die Sommerrollen namens Cha Gio.

Im Unterschied zu den Frühlingsrollen, bei denen der Mantel aus frittiertem Teig besteht, werden die Sommerrollen mit angefeuchtetem Reispapier zubereitet. Dadurch sind sie etwas dicker und durchsichtig. Die Füllung beider Rollen besteht meist aus Gemüse, Reisnudeln, Fisch oder Fleisch und verschiedenen Kräutern.

  1. Pho

Ursprünglich war Pho eine Suppe, die zum Frühstück gegessen wurde. Inzwischen steht sie aber rund um die Uhr auf dem Speiseplan. Die Basis der Suppe bildet eine klare Brühe aus Rinderknochen.

Dazu kommen Rindfleisch (Pho Bo) oder Hühnchen (Pho Ga), Reisnudeln, Lauch, Zwiebeln und teilweise Limettenscheiben. Koriander, Chili, Minze, Fischsauce, Anis und andere aromatische Zutaten geben der kräftigen Suppe die richtige Würze.

Aufgesetzt wird die Suppe schon am Vortag, damit sie über Nacht durchziehen kann. Das Fleisch und die Gewürze kommen erst kurz vor dem Servieren dazu. Die genaue Zubereitung der Pho ist sehr verschieden. Deshalb können sowohl das Aussehen als auch der Geschmack je nach Region und Koch ganz unterschiedlich sein.

  1. Banh Xeo

Dieses Gericht zeigt ganz klar, dass Vietnam eine französische Kolonie war. Denn Banh Xeo sind Crêpes auf vietnamesische Art. Anders als der französische Klassiker sind die Crêpes in Vietnam aber immer eine herzhafte Speise.

Der Teig für die hauchdünnen Pfannkuchen wird aus Reismehl und Kokosmilch zubereitet. Kurkuma sorgt für den aromatischen Geschmack und die schöne, gelbe Farbe.

Als Füllung kommen Gemüse und Fisch oder Fleisch in die Crêpes. Bank Xeo ist ein Gericht, das mit den Händen gegessen wird. Als Beilage gibt es meist einen Salat.

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  1. Banh Mi

Auch Banh Mi hat französische Wurzeln. Banh bedeutet übersetzt soviel wie Backware und Mi ist Weizen. Bei dem Gericht handelt es sich um eine Variante von einem Baguette oder Sandwich, das auf vietnamsche Art abgewandelt wurde. So wird das Brot aus einer Mischung aus Weizen- und Reismehl zubereitet.

Reismehl lässt das Brot knuspriger werden, außerdem ist es günstiger als Weizenmehl. Belegt wird Banh Mi mit Fleisch, Gemüse, Spiegelei, Fleischpasteten, Käse, Mayonnaise und scharfer Sauce.

  1. Bun Cha

Der wichtigste Bestandteil von Bun Cha ist die Sauce, die nicht umsonst als die Seele des Gerichts bezeichnet wird. Die Sauce besteht aus vietnamesischer Fischsauce, karamellisiertem Zucker, Essig und gehacktem Knoblauch.

Dadurch verbindet sie süße, salzige und saure Aromen mit einer dezenten Fischnote. Komplett wird das Gericht durch gegrilltes Schweinefleisch, Reisnudeln und Gemüse.

  1. Banh Cam

Banh Cam sind kleine, süße Sesambällchen, die ursprünglich aus der chinesischen Küche stammen. Außen sind die Bällchen wunderbar knusprig.

Die weiche, marzipanähnliche Füllung besteht entweder aus Mungbohnen oder Sesampaste und Kokosraspeln. Am besten schmecken die Sesambällchen frisch aus der Fritteuse, wenn sie noch leicht warm sind.

  1. Chuoi Chien

Zu den bekanntesten Nachspeisen aus Asien, die auch hierzulande in asiatischen Restaurants auf der Speisekarte stehen, gehören frittierte Bananen. In Vietnam heißt das Dessert Chuoi Chien und die Früchte werden meist mit Kokos oder Sesam bestreut. Dazu wird oft eine Kugel Kokoseis serviert.

  1. Banh Flan

Der Banh Flan ist ein Karamellpudding mit französischen Wurzeln, der in der vietnamesischen Küche weiterentwickelt wurde. Gekocht wird der Pudding aus Kokosmilch, Eiern und Zucker. Dazu kommt eine Karamellsauce.

Außerdem wird gerne ein ordentlicher Schluck Espresso über den Pudding gegeben.

  1. Banh Khoai Mi Nuong

Ein anderer Name für Bank Khoai Mi Nuong ist Cassava Cake. Dahinter verbirgt sich ein saftiger Kuchen aus Maniok, Mungbohnen und Kokosmilch. Der Kuchen wird entweder im Backofen gebacken oder auf dem Herd gedünstet.

Bei Feiern gibt es den Kuchen sehr oft als Nachtisch. Dann wird er in kleine, mundgerechte Rechtecke geschnitten.

  1. Ca Phe und Ca Phe Sua

Viele, die in Vietnam waren, schwärmen nach ihrer Rückkehr von Ca Phe und vermissen ihn gleichzeitig sehr. Ca Phe ist der typisch vietnamesische Kaffee. Die Franzosen brachten Kaffee ins Land, doch die Vietnamesen entwickelten ihre ganz eigene Art der Zubereitung.

Für den aromatischen und sehr starken Kaffee wird ein kleiner Metallfilter verwendet, durch den der Kaffee direkt ins Glas tropft.

Anschließend wird das Getränk mit süßer Kondensmilch aufgefüllt. In der geeisten Variante, die Ca Phe Sua heißt, kommen zum Schluss noch Eiswürfel dazu.

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Hier schreiben Manfred Laue, geboren 1964, reisender Geschäftsmann im asiatischen Raum, sowie Hong Cian Shok Baujahr 1988, Backpacker wohnhaft in Deutschland, der jedes Jahr sich mehrere Wochen in Asien aufhält, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Webseite. Wir möchten Wissenswertes über Reiseziele, Kulturen und Wirtschaft vermitteln.

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