Urlaub im Paradies – die indonesischen Gili Inseln

Urlaub im Paradies: die indonesischen Gili Inseln  

Wenn es um einen Urlaub in Indonesien geht, denken die meisten sicherlich im ersten Moment an Bali, Java oder Lombok. Zweifelsohne gehören diese Inseln mit ihren weißen Sandstränden und ihrem feucht-heißen Tropenklima auch zu den absoluten Traumzielen.

Aber Indonesien, das aus über 17.000 Inseln besteht und damit der größte Inselstaat weltweit und der größte Staat Südostasiens ist, hat noch weit mehr zu bieten. Ein beeindruckendes Beispiel hierfür sind die Gili Inseln, die alle Kriterien erfüllen, die einen Urlaub im Paradies ausmachen: 

 

Urlaub im Paradies: die indonesischen Gili Inseln

Es klingt ein wenig nach vollmundigen Werbeversprechen, wenn die Gili Inseln als ein Ziel beschrieben werden, an dem die Zeit stehengeblieben zu sein scheint und das endlose Traumstrände, phantastisches Wetter und eine himmlische Ruhe bietet.

Aber genau dieses Szenario finden Reisende hier tatsächlich vor.   Zugegebenermaßen ist die Anreise zunächst wenig ruhig und entspannend, von der knapp 35 km entfernt liegenden Ostküste Balis aus dauert die Fahrt mit dem lauten Schnellboot rund anderthalb Stunden lang. Sobald die Gili Inseln aber erreicht sind, stellt sich auch schon der Erholungsfaktor mit Robinson-Crusoe-Feeling ein. Ein Grund hierfür mag sein, dass es keine Anlegeplätze gibt. Die letzten Meter werden erst in kleinen Booten und anschließend durch das seichte, türkisblaue Wasser watend zurückgelegt.

An Land geht es dann mit den Cidomos, kleinen Pferdekutschen, weiter. Diese sind die einzigen Transportmittel auf den Gili Islands und machen sich lediglich durch das leise Klingeln der Glöckchen an den Geschirren der Pferde bemerkbar. Autos, die in Südostasiens ansonsten typischen, laut knatternden Mopeds oder andere Fahrzeuge sind auf den Inseln verboten. Auch dies trägt zu einer Ruhe bei, die ihresgleichen sucht.   

 

Gili Air, Gili Trawangan und Gili Meno

Die Gili Inseln setzen sich aus drei Eilanden zusammen. Gili Air liegt am nächsten an der Küste von Lombok und ist mit knapp 2.000 Einwohnern die am dichtesten besiedelte Insel der Gruppe. Hier finden sich abgeschiedene Strände ebenso wie Restaurants und Bars, außerdem gibt es auch ein Internetcafé auf der Insel. Gili Meno liegt in der Mitte und ist nicht nur die kleinste, sondern auch die ruhigste der drei Inseln. Neben endlosen Stränden gibt es hier lediglich eine handvoll Strandhütten, was viel Raum für romantische Zweisamkeit lässt und Gili Meno zu einem beliebten Flitterwochen-Ziel macht.

Gili Trawangan hat die größte Fläche und ist ein bisschen so etwas wie die Partyinsel der Gili Inseln. Auch hier gibt es ruhige, abgeschiedene Abschnitte, aber daneben auch eine recht gute touristische Infrastruktur mit Unterkünften, Geschäften, Restaurants, Bars und einem, wenn auch überschaubaren, Nachtleben.   Unabhängig davon, auf welche der drei Inseln die Entscheidung fällt, die größte Attraktion der Inselgruppe ist die Unterwasserwelt. Die Inseln sind von zahllosen Korallenriffen umgeben und bieten ein wahres Paradies für Taucher und Schnorchler.

Die früher übliche, zwischenzeitlich verbotene Dynamitfischerei hat zwar ihre Spuren an den Korallenbänken hinterlassen, doch trotzdem werden Gäste mit ein wenig Glück bunten Fischschwärmen, Seesternen und Meeresschildkröten begegnen. Zudem ist es einfach herrlich, sich auf dem warmen, kristallklaren Wasser treiben zu lassen.

Zum Schutz der Riffe haben die Tauchschulen und die Inselbewohner übrigens das Projekt „Gili Eco Trust“ ins Leben gerufen, an dem sich jeder Taucher automatisch beteiligt. Dies erfolgt, indem eine einmalige Riffsteuer fällig wird und dieses Geld wird an die Fischer weitergeleitet, damit diese an bestimmten Stellen keine Netze auswerfen. 

 

Der Urlaub auf den Gili Inseln

Die Gili Inseln werden zum größten Teil von islamischen Bugis bewohnt, einer Volksgruppe, die ihre Wurzeln im südlichen Sulawesi hat. Früher, als die Gili Inseln in erster Linie ein preisgünstiger Zwischenstopp für Rucksacktouristen auf ihrer Tour durch Asien waren, lebten die Bewohner hauptsächlich vom Fischfang und vom Trocknen von Kokosnussfleisch. Mittlerweile ist der Tourismus zu einer wichtigen Einnahmequelle geworden.

So gibt es auf den Inseln nicht mehr nur einfache Strandhütten, sondern auch komfortable Hotelzimmer und sogar Luxusbungalows. Die Versorgung mit Trinkwasser und Lebensmitteln erfolgt von Lombok aus, die Sortimente in den wenigen Geschäften sind aber insgesamt recht überschaubar. Allerdings ist dies auch nicht weiter störend, denn die Berugas, traditionelle Strandbars, bieten ausreichend kulinarische Köstlichkeiten wie beispielsweise frischen Fisch vom Grill. Dass die Uhren auf den Inseln trotz Tourismus langsamer zu ticken scheinen, wird an vielen Kleinigkeiten bemerkbar.

So gibt es beispielsweise keine Polizeistation, sondern mögliche Beschwerden oder Anzeigen nimmt der kepala desa, der Gemeindevorsteher, entgegen. Der einzige Geldautomat befindet sich auf Gil Trawangan, so dass Gäste ausreichend Bargeld mitbringen sollten. Zur Not besteht aber in ein paar Hotels die Möglichkeit, Bargeld gegen Vorlage der Kreditkarte zu erhalten. Unbedingt mitnehmen sollten Gäste außerdem eine Taschenlampe, denn die Wege sind abends nicht beleuchtet.

Ist die Sonne untergegangen, was recht früh der Fall ist, funkelt zwar der prächtige Sternenhimmel über den Inseln, ein wenig Licht bei nächtlichen Spaziergängen kann aber trotzdem sicher nicht schaden. Wer auf einer Insel wohnt und auch die anderen Inseln erkunden möchte, kann dies per Shuttle-Boot tun, das mehrmals täglich zwischen den Gili Inseln verkehrt.

 

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