Singapur und seine spektakulären Architektur-Höhepunkte

Liste: Singapur und seine spektakulären Architektur-Höhepunkte 

Singapur ist ein kleiner Stadtstaat, seine Größe und die Einwohnerzahl sind ungefähr mit Hamburg vergleichbar. Ein echtes Wahrzeichen, das sofort mit Singapur in Verbindung gebracht wird, gibt es nicht. Das heißt aber nicht, dass Singapur keine architektonischen Highlights zu bieten hätte. Ganz im Gegenteil findet sich in dem Stadtstaat eine ganze Reihe von überaus sehenswerten Gebäuden. 

Diese wiederum lassen sich nicht nur einem bestimmten Stil zuordnen, sondern decken die gesamte Palette von historischen Gebäuden über traditionell-asiatische Bauwerke und religiöse Stätten bis hin zu topmodernen Bauten aus Glas und Stahl ab.

Vielleicht ist es ja auch gerade dieser bunte Mix, der Singapur so außergewöhnlich macht und sein Markenzeichen ist.

 

Um einen ersten Eindruck zu vermitteln, stellt die folgende Liste
ein paar der spektakulären Architektur-Höhepunkte vor:
 
 

 

Cathedral of the Good Shepherd

Das wahrlich eindrucksvolle Gotteshaus, das ins Deutsche übersetzt „Kathedrale des guten Hirten“ heißt, ist im Renaissance -Stil, dem typischen Stil zu den Kolonialzeiten Anfang des 19. Jahrhunderts, erbaut. Als Vorbilder der ältesten katholischen Kirche in Singapur dienten die Gotteshäuser St. Paul’s und St. Martin-in-the-Fields in London.

Die Kathedrale ist der Sitz der bischöflichen Diözese und genießt als nationales Monument unter Denkmalschutz einen besonderen Status. Dennoch finden hier regelmäßig Gottesdienste, Taufen und Hochzeiten in unterschiedlichen Sprachen statt und die Christen Singapurs nutzen die Kirche gerne als Ort der Ruhe und zum Beten.  

 

Buddha Tooth Relic Tempel

Im Süden des Stadtstaates befindet sich das beliebte Viertel Chinatown. Es entstand im Jahre 1819, als im Zuge der Gründung Singapurs zahlreiche Chinesen in den Stadtstaat kamen und sich hier niederließen. Die Häuser in Chinatown verbinden den Kolonialstil mit Elementen der typisch chinesischen Architektur. Chinatown selbst ist schon eine Attraktion, aber es gibt noch eine weitere Besonderheit, nämlich den Buddha Tooth Relic Tempel.

1980 soll in Myanmar ein Zahn Buddhas gefunden worden sein. Dieser wurde nach Singapur gebracht. Um den Gläubigen eine Gebetsstätte zur Verfügung zu stellen, wurde 2007 der Buddha Tooth Relic Tempel erbaut. Buddhas Zahn wird in einer Stupa aufbewahrt, die mit 420 Kilogramm Gold bedeckt ist. Dieses Gold waren Spenden von Gläubigen. Der Tempel selbst ist im traditionellen chinesischen Stil gehalten und passt damit perfekt nach Chinatown. 

 

Esplanade Theater

2002 wurde mit dem Esplanade Theater ein Kulturzentrum eröffnet, das vor allem durch seine außergewöhnliche Architektur beeindruckt. So sieht das Gebäude aus wie die in Südostasien heimische Frucht Durian, in Europa wird die Frucht auch Stink- oder Käsefrucht genannt. In Singapur wiederum ist die Bezeichnung Durian für das Bauwerk geläufiger als Esplanade Theater.

Die spektakuläre Optik wurde aber nicht nur des Designs wegen gewählt, sondern hat einen ganz praktischen Grund. Die Struktur bricht nämlich die Sonneneinstrahlung und hält dadurch die tropische Hitze ein wenig zurück, so dass es im Gebäude nicht ganz so heiß wird. Sehenswert ist das Esplanade Theater übrigens vor allem abends und nachts, denn dann ist es herrlich beleuchtet und sieht noch eindrucksvoller aus als bei Tag. 

 

Hajjah Fatimah Moschee

1846 entwarf der Architekt John Turnbull Thomson die Hajjah Fatimah Moschee, die Elemente islamischer und europäischer Architektur miteinander verbindet. Bemerkenswert ist dabei vor allem das Minarett, das nicht nur eine Neigung von etwa sechs Grad hat, sondern aussieht wie ein typisch europäischer Turm. Benannt ist die Moschee nach Hajjah Fatimah.

Sie war mit einem reichen Geschäftsmann verheiratet, führte die Geschäfte nach dessen Tod erfolgreich weiter und stellte die finanziellen Mittel für den Bau der Moschee zur Verfügung. Die Moschee befindet sich im Stadtteil Little India und ist die älteste Moschee Singapurs. Viele sind der Meinung, dass dieses Bauwerk die größere, in der Nähe gelegene und etwas bekanntere Sultan Moschee in Sachen Architektur übertrifft.  

 

Kolonialviertel

Das Kolonialviertel versetzt die Besucher zurück in längst vergangene Zeiten. Dabei ist das Viertel aber nicht nur für Geschichtsinteressierte ein lohnenswertes Ziel, sondern hat auch architektonisch einiges zu bieten. So findet sich im Memorialpark beispielsweise ein Denkmal zu Ehren der Zivilisten, die während der japanischen Besatzung zwischen 1942 und 1945 ums Leben kamen.

Vier Säulen symbolisieren hier die vier ethnischen Gruppen, die sich den Besatzern widersetzten. Ein weiteres architektonisches Highlight im Kolonialviertel ist der Supreme Court. 1939 erbaut, erinnert das Gebäude ein wenig an den Berliner Reichstag.

Die imposante Kuppel und die prächtigen Wandgemälde sind wirklich beeindruckend. Vom Supreme Court aus ist es nicht weit bis zur St. Andrews Kathedrale. Die wunderschöne weiße Kirche wurde Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet. Bemerkenswert ist das Material, aus dem das Gotteshaus gebaut wurde. Verwendet wurde nämlich eine Mischung aus Muschelkalk, Zucker und Eiweiß.  

 

Marina Bay Sands

Das Marina Bay Sands ist ein spektakulärer Gebäudekomplex an der Marina Bay. Er setzt sich aus drei jeweils 55 Stockwerke hohen Türmen zusammen, die durch eine Dachterrasse miteinander verbunden sind. Auf dieser Dachterrasse, dem Sands Sky Park, sind Restaurants, Nachtclubs, Gärten und ein 146 Meter langer Infinity Pool untergebracht.

Der Aufstieg lohnt sich aber allein schon wegen der atemberaubenden Aussicht. In dem Gebäudekomplex selbst gibt es ein Kasino, ein Hotel, ein Konferenz- und Ausstellungszentrum, ein Einkaufscenter sowie Museen und Theater. Zusammen mit den Grundstückkosten soll der Bau des Resorts rund 4,6 Milliarden Euro gekostet haben. Damit gilt das Marina Bay Sands als die teuerste alleinstehende Kasinoanlage weltweit. 

 

Raffles Hotel

Das traditionsreiche Hotel ist nach Sir Stamfort Raffles, dem Gründer Singapurs, benannt. Es entstand 1887 als kleiner Bungalow mit gerade einmal zehn Zimmern. Im Laufe der Zeit ist das Gebäude dann zu einem prächtigen, herrschaftlichen Luxusanwesen herangewachsen. Das imposante Gebäude, das sich durch eine wunderschöne Architektur im edlen Kolonialstil kennzeichnet, wurde 1987 zum nationalen Denkmal erklärt.

Übrigens haben auch viele Persönlichkeiten bereits im Raffles Hotel genächtigt, darunter beispielsweise Charlie Chaplin und Winston Churchill. Die eindrucksvolle Architektur ist aber nicht das Einzige, das das Hotel so besonders macht. So besagt eine Legende, dass im Billardraum des Hotels um das Jahr 1900 herum der letzte wilde Tiger erlegt worden sein soll. Außerdem soll an der berühmten Long-Bar des Hotels der legendäre Singapore Sling erfunden worden sein. 

 

Vivo City

Vivo City ist das größte Einkaufscenter in Singapur. Ein Besuch lohnt sich aber allein schon wegen der außergewöhnliches Optik. Entworfen wurde das Gebäude von Toyo Ito. Der japanische Architekt, der für seinen extravaganten Stil bekannt ist, ließ sich von der Hafenfront inspirieren und wollte mit dem Gebäude Meereswellen nachahmen.

Wer vor dem Gebäude steht, wird aber wahrscheinlich eher an ein Raumschiff denken. Doch unabhängig davon, woran einen das bizarre Bauwerk erinnert, sehenswert ist das rund 250 Millionen Euro teure Gebäude allemal.

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