Sehenswürdigkeiten in Bangladesch

Sehenswürdigkeiten in Bangladesch 

Bangladesch ist sicherlich kein typisches Reiseziel für einen unvergesslichen Traumurlaub in Asien. Immerhin gehört das Land, das die meisten lediglich mit Fertigungsstätten westlicher Textilunternehmen in Verbindung bringen, zu den ärmsten Ländern der Welt. Dabei ist Bangladesch durchaus eine Reise wert, denn das Land hat nicht nur Strände und wundervolle Landschaften, sondern auch eine ganze Reihe an verschiedensten Sehenswürdigkeiten zu bieten.

Auf der Entdeckungstour werden sich die Koffer dann sicherlich auch schnell mit schönen Andenken und Mitbringseln füllen. Seide und andere edle Stoffe, Saris, Perlen, Schmuck aus Perlmutt sowie Bambus-, Korb-, Leder- und Holzwaren etwa gehören zu den landestypischen Artikeln. Bezahlt wird in Bangladesch übrigens mit Taka und Poisha.

 

Um die Reiselust und das Fernweh zu wecken, hier nun aber einige der schönsten Sehenswürdigkeiten in Bangladesch in der Übersicht: 

 

Moscheen, Tempel und altehrwürdige Gebäude in Dhaka

Bangladeschs Hauptstadt ist mit geschätzten 12 Millionen Einwohnern in der Metropolregion nicht nur die größte Stadt des Landes, sondern hat auch jede Menge Interessantes und Sehenswertes zu bieten. Da wäre beispielsweise der Dhakeshwari-Tempel, der im 11. oder 12. Jahrhundert erbaut wurde und der Stadt vermutlich ihren Namen gab.

Der Hindu-Tempel ist der älteste Tempel Dhakas, der zehnarmigen Göttin Dhakeshwari gewidmet und beherbergt mehrere kleinere Gebäude innerhalb der Tempelanlage. Das Dharmarajikha Buddhist Monastery wiederum ist das größte buddhistische Zentrum des Landes. Besucher können hier nicht nur einen stillen Ort mit fast mystischer Atmosphäre erleben, sondern auch eine riesige Bronzestatue und eine Buddha-Statue aus Marmor bewundern.

Unbedingt einen Besuch wert ist außerdem die Sitara Moschee (Star Mosque) mit ihren beeindruckend schönen Dekorationen aus farbigem Mosaikglas. Die Moschee wurde im frühen 18. Jahrhundert im Mogulstil erbaut und auf Initiative eines örtlichen Geschäftsmannes in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts renoviert und dabei um eine Veranda sowie englische und japanische Elemente erweitert. Wer sich nach der Besichtigung der sakralen Bauten an der Natur erfreuen möchte, ist in den Baldha Gardens gut aufgehoben.

Die Park- und Gartenanlage beheimatet Pflanzen aus über 50 verschiedenen Ländern, darunter beispielsweise ägyptische Papyrus-Pflanzen. Eine weitere Sehenswürdigkeit in Dhaka ist Ahsan Manzil, der rosa Palast. Der beeindruckende Prachtbau war einst die Residenz des Nawabs, heute ist er ein Museum. Vom Garten des Palastes aus ergibt sich ein toller Ausblick auf den Fluss Buriganga und den Hafen. Ein ebenso beeindruckender Prachtbau ist der Banga Bhavan.

Der Präsidentenpalast ist ein Beispiel für die typische Architektur in der Mogulzeit. Die Festung Lalbag-Fort mit ihren charakteristischen roten Gebäuden ist eine Anlage aus der Mogulzeit. Die Bauarbeiten begannen 1678, wurden aber nie völlig abgeschlossen. Heute können Besucher hier unter anderem eine Konferenzhalle, ein Hammam, eine Moschee, ein Mausoleum und ein Museum mit Malereien und Kalligrafien aus der Mogulzeit besuchen.

Das Jatiya Sangsad Bhaban ist das Haus der Nationalversammlung. Entworfen wurde das moderne Meisterwerk vom US-amerikanischen Architekten Louis Kahn. Das Gebäude sieht aber nicht nur beeindruckend aus, sondern gilt auch als eines der größten Parlamentsgebäude weltweit. Old High Court wurde einst als Residenz für den britischen Gouverneur gebaut und beherbergt heute den Gerichtshof. Das Gebäude verbindet den typisch europäischen Renaissance-Stil mit Elementen des Mogulstils.

Der dazugehörige Park lädt tagsüber zu Spaziergängen und nachts zum Shopping auf einer Art Open-Air-Markt ein. Sehenswert ist auch das Nationalmuseum, das neben Volkskunst und bengalischem, hinduistischem und buddhistischem Kunsthandwerk unter anderem die erste handgemachte Flagge Bangladeschs zeigt.    

 

Die Historische Moscheenstadt Bagerhat und das Kloster von Paharpur

Die historische Moscheenstadt Bagerhat wurde im frühen 15. Jahrhundert vom türkischen General Khan Jahan Ali gegründet. Das wichtigste Bauwerk und zugleich Wahrzeichen der Stadt ist die Sechzig-Kuppel-Moschee. Nicht minder eindrucksvoll sind die Neun-Kuppel-Moschee und das Mausoleum des Generals, das inzwischen zu den bedeutenden muslimischen Pilgerstätten gehört. Die historische Moscheenstadt wurde wegen ihrer zahlreichen islamischen Baudenkmäler 1985 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. Ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe ist das buddhistische Kloster von Paharpur.

Einst war Paharpur eine Klosterstadt und ein Zentrum für Gelehrte des Buddhismus und des Hinduismus. Die Architektur der Klosteranlage diente als Vorbild für viele buddhistische Bauwerke in ganz Südostasien. Heute lassen leider nur noch Ruinen und Fundstücke wie Schreine, Keramiken, Skulpturen und Tafeln die damalige Pracht erahnen. 

 

Jute, Tee, Natur und charmante Städtchen

Für Geschichtsfans sind die Ruinen der früheren Königsstadt Jantiapur ein Pflichtprogrammpunkt bei einer Bangladesch-Reise. Sehenswert sind aber auch Sonargaon, die frühere Hauptstadt der Region, und Dhamrai mit seinen entzückenden Hindutempeln. Mymensingh lohnt sich für diejenigen, die sich für Jute interessieren, denn hier liegt das Zentrum der Juteerzeugung des Landes.

In Srimongol in der Region Sylhet wiederum dreht sich alles um Tee. Eindrucksvolle Berglandschaften, faszinierende Wasserfälle und tolle Panaromaaussichten auf die Natur finden sich in den Regionen um Madhabkunda, Tamabil und Zaflong. In Chittagong lädt ein wunderbarer Traumstand mit feinem, weißen Sand zu einem Sonnenbad ein.

Der breite Strandstreifen verläuft von Sitakunda über Patenga bis nach Teknaf und ist mit einer Länge von rund 120km der längste ununterbrochene Strand weltweit.   

 

Die Mangrovenwälder der Sundarbans

In den Sundarbans verflechten sich die drei Ströme Ganges, Brahmaputra und Meghna zu einem gewaltigen Delta. Die unzähligen flachen Inseln, die Sümpfe und der Dschungel bilden eine beeindruckende Naturlandschaft, die 1997 in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen wurde. Neben teils seltenen Pflanzen und Bäumen sind hier zahlreiche Tiere zu Hause, neben Krokodilen, Schildkröten und Schlangen unter anderem auch der bengalische Tiger.

Mehr Tipps, Anleitungen und Ratgeber zu Asien: 

Thema: Sehenswürdigkeiten in Bangladesch

Teilen:

Kommentar verfassen